Klaas Heufer-Umlauf - Wie Hobby Horsing die Gesellschaft rettet

Shownotes

Klaas Heufer-Umlauf ist einer der bekanntesten Entertainer, Fernsehmoderatoren und -produzenten unseres Landes. Dem befürchteten Schicksal, eine Karriere als Friseur oder Berufsflötist am Oldenburger Staatstheater einzuschlagen, entkam er wohl dank seiner vielseitigen Begeisterungsfähigkeit. Egal ob Hobby-Horsing, Padel-Tennis oder olympisches Gehen - Klaas würde selbst Liegefahrrädern eine Chance geben. Gemeinsam mit Guido spricht er heute darüber, wie wichtig es ist, auch beim Erwachsenwerden neue Hobbys auszuprobieren und warum wir uns trotz zunehmender Privilegien nicht den Facetten des Alltags entziehen sollten. Aber vor allem geht es darum, wie ein tolerantes Elternhaus den Weg für unser Weltvertrauen ebnet. Bis gleich, ihr lieben Stofflinge!

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Transkript anzeigen

00:00:03: Ich bin, also immer was neue Hobbys eingeht und so recht offen.

00:00:06: Ich mag immer so Sachen gerne... Also ich könnte eigentlich... Ja egal was eigentlich.

00:00:12: Mir ist es eigentlich egal!

00:00:13: Ich wäre ein super Rentner jetzt schon weil ich hätte die ganze etwas zu tun.

00:00:16: Ich werde noch nicht ganz so alt und ich hätte niemals beim ganzen Leben hatte in meinem ganzen Leben nie langweilig und ich werde niemals Langeweile haben.

00:00:23: das weiß ich schon dieses Weltvertrauen.

00:00:26: Was man ja braucht, um zu sagen ich komme da schon irgendwie klar und du hast irgendwie eine positive ungefähre Idee davon was da ist wo du das ja nicht wissen kannst warst dann noch nie oder hast du dir auch begrenzte Informationsmöglichkeiten vorher?

00:00:37: Das heißt Du fantasierst dir erstmal was Positives dahinein.

00:00:41: Das zeigt schon die Abwesenheit von Angst und von mangelndem Selbstbewusstsein, das sind ja alles Dinge, die du dir sowieso eigentlich in der gesunden Weise nur aneignen kannst wenn es schön war zuhause oder wenn es toll ist zu Hause Wenn du ein gutes Verhältnis hast, wenn du wie du sagst emotionale Eltern hast mit denen du reden kannst oder auch genau weißt wenn ihr da in drei Monaten da alles in den Bach untergeht dann kannst du wieder nach hause ohne dass da einer sauer ist.

00:01:02: Du brauchst kleinere Einheiten.

00:01:03: Ich glaube, das ist das Ding und man neigt dazu als Erwachsener sich den Stress vom Leib zu halten.

00:01:08: Und der Stress, dem man sich vom Leip hält, ist auch oft die Vielseitigkeit des Alltags.

00:01:13: also wenn du viele kleine Feuerchen löschen musst weil du nicht anders kannst dann hast du auch viel verschiedenes zu tun und irgendwann musst du das nicht mehr machen.

00:01:20: Irgendwann hast du die Gelegenheit alles so einigermaßen geordnet hinzustellen und dann sagst ja selber musst du dir das bisschen verortnen.

00:01:28: umso mehr kleine Überschriften schaffst, desto mehr verschiedene Schubladen in denen du Erinnerungen ablegen kannst hast auch im Kopf.

00:01:34: Und das ist die Zeitwahrnehmung glaube ich!

00:01:45: Heute zu Gast war Feinstoff-Klas-Häuferumlauf ein wunderbarer Mensch den ich so sehr schätze.

00:01:51: Wir hatten eine tolle Zeit zusammen.

00:01:52: wir haben gesprochen über unsere Hobbys und über unsere Eltern ein bisschen aber auch über all die schönen Momente die uns eben verbinden.

00:01:59: Ich freue mich auf diesen einzigartigen Mann auf dem tollen Klas.

00:02:16: So meine Lieben, ich sage herzlich willkommen zum neuen feinstoff Und ich bin sehr glücklich, dass ein Mann da ist und den mich so gefreut habe.

00:02:22: Klaas ist da!

00:02:23: Wenn man Klaass sagt dann wissen alle schon, das ist der Klaaas.

00:02:26: Soweit Artat ist doch hier der Räferumlauf.

00:02:28: Und da hab' ich jetzt vor kurzem, hat mich für ein paar Tagen meine Supermarktfrau gefahren und gesagt, ah, sagst du mal Gido... Ich hab ja auch immer Wunschkandidaten, die da kommen könnten.

00:02:37: So wie nennen sie denn gern?

00:02:39: Dann sagt sie ich hätte gerne mit dem der Umkehrmann, das ist ein ganz toller, der hat einen Doppelname und dachte ich wär's so, nein, dann warst du das!

00:02:47: Der Umkehrman,

00:02:48: das

00:02:49: klingt aber so als wäre ich so, es klingt so... würde ich mich so wehren gegen den Fortschritt.

00:02:55: Nein, der heißt ... Nee, die konnte dir deinen Namen nicht, den Doppelnamen.

00:02:59: Die wollte dich unbedingt und so.

00:03:00: Aber dann dachte ich Doppelnamen, fragst du dir mal, warum der so heißt?

00:03:04: Weißt du, wo das herkommt?

00:03:05: Ich weiß,

00:03:05: wo es herkomme.

00:03:07: Da habe ich lange auch nicht kapiert.

00:03:08: Ich glaube mittlerweile könnte man das gar nicht mehr machen.

00:03:10: So Doppelenamen derart weitergeben.

00:03:13: Das liegt daran, dass mein Vater adoptiert wurde.

00:03:16: Und ist die Mischung aus dem Namen meiner Oma?

00:03:22: meine Oma dann.

00:03:23: Die

00:03:23: Häufer waren dann der Vater?

00:03:25: Genau, mein Adoptiv-Opa sozusagen... Der ist Häufer und meiner Oma hieß Umlauf und das gemeinsame Kind, meinen Vater, der hieß dann Häuferumlauf.

00:03:36: Und das wurde so weitergegeben.

00:03:38: Achso!

00:03:38: Deswegen gibt es eigentlich nur meine Schwester, meine Mutter und mich.

00:03:42: Ja, weil ich bin doppelt nahem.

00:03:43: Das ist ja in diesem Thema auch nicht so doppelt nachgeschrieben, da ist auch kein Bindeschritt dazwischen.

00:03:50: Ja, ich kann mich noch ganz gut daran erinnern.

00:03:53: Man hat ja am Anfang ohne dass man jetzt weiß wo es hingeht.

00:03:56: aber so ganz am Anfang von einer Zeit die man in der Öffentlichkeit Plan zu verbringen, kann man sich dann überlegen möchte ich mir Thomas anders heißen oder bleibe ich bei Klausäufer Umlauf?

00:04:06: Rex

00:04:06: Dildo!

00:04:07: Egal man kann sich ja sonst wie nennen wenn man möchte.

00:04:10: aber ich wusste das ich wahrscheinlich Wenn ich das jetzt einmal ablege, auch dafür sorge dass es den Namen da nie wieder geben wird.

00:04:17: Auch wenn der jetzt nicht besonders viel internationales Flair mitbringt dieser Name und auch nicht so hell strahlt.

00:04:24: Und ich habe ganz am Anfang als ich noch kein richtiger Moderator war und derjenige der heute immer noch mein Management macht auch alles andere als ein Manager war Als wir uns zusammengetan haben und er gesagt hat, ich weiß nicht wie ich dir helfen kann.

00:04:37: Und ich habe auch gesagt ja ich weiß gar nicht was für eine Art von Hilfe ich brauche und wir aber gesagt haben okay dann machen wir es jetzt zusammen.

00:04:42: Ich kannte niemanden.

00:04:42: er kannte Niemandem und der gesagt ok fangen wir vorne an Wie willst du denn heißen?

00:04:51: Der wird doch nicht geändert.

00:04:52: Das Gute ist wenn man sich den gemerkt hat dann verfängt er auch.

00:04:56: Man muss aber ein bisschen daran arbeiten, das stimmt.

00:04:58: Früher ist es ja immer so, Kaffee, Zündkünstlern haben laut sich die wildesten Sachen auch so.

00:05:02: Peckimates bestimmt nicht peckimatsch oder?

00:05:04: Ist das heute eigentlich

00:05:05: auch noch so dass Leute... Ich glaube es ist gar nicht mehr so, wenn heute...

00:05:08: Aber es wäre glaub ich schlau!

00:05:12: So einen langweiligen... Zum Beispiel Thomas Anders.

00:05:15: Wenn jetzt einer sagt.. Teddy Kalifornia, dann würde ich ja sagen okay das klingt irgendwie nach was.

00:05:20: aber Thomas Anders ist ja ein total langweiliger Name eigentlich.

00:05:24: Aber ich glaube der heißt eigentlich Bernd und aus der Perspektive ist es ja schon eine Verbesserung.

00:05:28: oder wenn er Roy Black oder so, das vergisst du nie mehr.

00:05:30: Du denkst einmal Hurra da ist er, aber die haben hier alle.

00:05:33: aber ich glaub die... aber ich habe vor kurzem mal jemanden kennengelernt, der meinte dann Ja und so Doppelnahmen is doch scheiß weil ich ja wegen Guido Maria meinte der ist das denn schön mit seinem Frauennamen rumzumassieren?

00:05:46: Ja,

00:05:48: aber durch den Mittelnamen.

00:05:50: Aber das ist

00:05:51: Maria Hilfner.

00:05:52: Am Ende ist es erst mal eine Herausforderung.

00:05:55: Es gibt ja auch ... Am Ende musst du mit dem Namen ... Leben und aus dem namen etwas machen und den namen ein klang verleihen.

00:06:04: Und deswegen ich bin überzeugt davon, dass es völlig egal ist auch wie fernsehsendungen heißen und so weil der immer oder auch bands und so Es ist völlig egal wie das heißt weil du lädst sowieso mit dem auf was du dann machst Du musst dich dazu verhalten gibt auch von johnny cashsohn Ein song.

00:06:19: da geht's darum dass der vater nicht beim Sohn sein kann und er kennt ihn gar nicht.

00:06:24: aber der hat den Sehnsucht.

00:06:26: Der hat den der hat in son zu genannt also Susi und der Junge muss sein ganzes Leben lang damit rumlaufen und hat natürlich viele Probleme mit dem Namen.

00:06:37: Und trifft dann seinen Vater, er schießt ihn und im Todeskampf sagt der Vater dann ich konnte nicht für dich da sein aber ich hab dir diesen Namen gegeben um aus dir jemanden zu machen der sich wehren kann gegen andere.

00:06:49: Und also, insofern musst du mit dem Handicap eines Namens vielleicht auch was machen.

00:06:54: Dann

00:06:54: kenne ich eine, die heißt Mösele.

00:06:56: Schön ist das nicht und so... Die Tochter heißt Rosa.

00:06:58: Ehrlich!

00:06:58: Die heißt Rosa, da hab' ich gesagt, dass kann dir das bringen, sie könnte ja nicht Rosa Mösel nennen.

00:07:02: Aber es wird es, was wir zu tun haben?

00:07:04: Ja, es wird wenigstens so ne verniedlichte Formen, also kann man ja auch charmant finden.

00:07:08: Aber jetzt ist natürlich bei dir auch so, wenn viele sagen jetzt klarst dann denken ja sofort.

00:07:11: Joko und Klaas.

00:07:12: Du hast ja was Neues bekommen, du hast ja noch einen Zusatz bekommen mit einem anderen Menschen, dass ihr auch... Also sofort würden die alle sagen, wenn du Klaass hörst, denken die Leute auch an Joko oder Klaaas.

00:07:20: Ich werd

00:07:20: komischerweise mittlerweile mit dem assoziiert.

00:07:23: Ich weiß gar keine Ahnung wie die da drauf kommen aber das muss man dann auch mögen.

00:07:27: ich

00:07:29: war mir auch relativ klar Wenn man das dann so durchzieht und auch so viele verschiedene Sachen miteinander macht, ich weiß es ja erst mal.

00:07:36: Das ist ein Riesenglück, dass man jemanden findet bei dem es einem nicht stört.

00:07:41: Obwohl's auch so bleibt.

00:07:41: Das ändert sich natürlich auch im Leben.

00:07:44: aber es ist schon echt eine Nummer in unserer Welt, die man zu finden mit dem du die Bälle schmeißen kannst, den du wertschätzt und wo auch das Publikum was gefühlt hat.

00:07:52: Die finde ich über gleich haben!

00:07:53: Gleichwertig amüsant oder gut, wenn es... Es fällt dir immer eine Ausstellung bei unten runter.

00:07:57: Gibt's ja auch so.

00:07:58: irgendeiner Müller zum Beispiel hat der Queen Bee gemacht.

00:08:01: Irgendwann habt ihr gesagt ich konnte das nicht mehr ertragen die da im Klavier sitzt weil die einfach merkte die Zeit ist vorbei dann ist sie auch nur noch mal in jemandem was zusammen tust und merkst dann ah irgendwie... Ja du kannst sowas

00:08:10: halt nicht suchen!

00:08:11: Ich glaube du tust halt keinen Gefallen damit.

00:08:13: wenn du jetzt das am Reisbrett entwerfen möchtest und du sagst ich suche jetzt so jemanden mit dem möchte ich dann zwanzig fünfundzwanzig Jahre zusammen Arbeiten, also ob das jetzt hinter oder vor der Kamera ist und es soll dann immer so funktionieren.

00:08:27: Eigentlich leben wir von der Unterschiedlichkeit.

00:08:29: Das ist ja auch nochmal eine Herausforderung dass man eigentlich doch recht unterschiedlich ist aber den wesentlichen Punkten sich einig wird wenn's dann an Persönlichkeitsmerkmale kommt die dafür sorgen Ob man sich nun im Kern mag oder nicht.

00:08:41: Und trotzdem muss es zwischen diesen Anknüffungspunkten immer genug Unterschiedlichkeit geben, damit's eben nicht langweilig ist.

00:08:47: Das ist ja eigentlich das klassische Anforderungsprofil an eine Beziehung.

00:08:50: Absolut!

00:08:52: Das kannst du eben nicht einfach so suchen, sondern das muss dann auch passieren und... Hat

00:08:57: da jemand organisiert?

00:08:58: Oder ist das passiert dasselbe?

00:08:59: Wir habt ihr euch kennengelernt in der freien Wildbahn dann?

00:09:01: So ungefähr, ja.

00:09:02: Ganz so frei war die Wildbahn nicht aber auf jeden Fall wurden wir trotzdem schon ein bisschen vom Schicksal zusammen gelost.

00:09:07: also Wir waren ja beide beim Musikfernsehen.

00:09:09: Und Joko war bei MTV und der wollte da eigentlich auch gar nicht hin, also er hat ja noch viel weniger die Absicht gehabt... Also ich hatte ja die absicht, die wollte ja immer beim Fernsehen arbeiten aber er eigentlich gar nicht.

00:09:18: Der ist da auch immer so hingeschoben worden von irgendwelchen Leuten.

00:09:21: Hat man gesagt, ihr geht doch mal zum Casting!

00:09:22: Probieren wir dies, probieren wir das.

00:09:24: und der ist wahrscheinlich durch seine vornehmliche Ambitionslosigkeit, hat er wahrscheinlich eine Entspanntheit aufgezeigt, die viele andere mit mehr Druck daran gegangen sind vielleicht gar nicht hätten auf die Bühne bringen können.

00:09:38: Und so ist der da irgendwie immer so hingekommen mit so einer angenehmen Unbedarftheit.

00:09:45: Ich war bei Viva und wollte aber ganz dringend, dass das irgendwas wird.

00:09:51: Das ist ja bei VIVA dann noch manchmal... Da waren die einigendlich.

00:09:54: Man darf ja nicht diesen Verdacht erliegen.

00:09:57: Das hier ist das Ende der Feinstange und ich mach das jetzt so lange bis hier das Licht ausgeht.

00:10:03: was auch immer sichtbar war beim Musikfernsehen also Ab Tag eins war ja eigentlich der Countdown gegen mich da.

00:10:10: Und trotzdem habe ich dann noch fünf, sechs Jahre durchgehalten immer mit dem kreisenden Geier über dieser ganzen Branche und über diese ganze Kultur des Musikfernsehens.

00:10:19: und da waren wir beide dann irgendwann so jeweils die Letzten in unseren Sendern und dann gingen die Sender zusammen.

00:10:26: Ja genau.

00:10:26: Riesenzeit auch damals was da los war.

00:10:29: Wie viele Leute da auch gestartet sind?

00:10:32: Was er heute an Schauspiel unterwegs ist bei so vielen Biografien, denkst du, die war da auch nicht mitgekriegt.

00:10:36: Ja

00:10:36: das war wie ein Ausbildungszentrum und man merkte jetzt auch also jetzt ist es nicht mehr so notwendig weil sich die Ausbildung selbstständig organisieren, weil's auch viel mehr Möglichkeiten gibt dass in der Öffentlichkeit zugänglich zu machen was man selber für seinen Talent hält oder was man gerne entwickeln will oder so, das gab es ja damals.

00:10:54: Damals brauchtest du noch irgendeine Institution und das war eben das Musikfernsehen ist eigentlich nur ein Synonym.

00:10:59: Das war ja eigentlich immer relativ bald schon junges Unterhaltungsfernsehen mit weniger Budget.

00:11:04: aber dass man aus diesen kleinen Inselchen die zwischen den Musikvideos kamen dass das irgendwann mal gekippt ist und das wichtiger wurde als die Musik zumindest in gewissen Zeiten des Tages.

00:11:16: Das hat dann irgendwann dafür gesorgt, dass es immer noch unter dem Label-Musikfernsehen lief.

00:11:20: aber die VJs, die ja eigentlich nur so zum Ankündigen da waren, die Video Jockeys, was sie dann irgendwann auch eben durch die Not, wie man beim Fernsehen sagt zu viel Meter machen musste...

00:11:32: Hast du Interaktion und konntest dann was Neues machen?

00:11:34: Ja.

00:11:34: Hast du in Grunde die Tür aufgemacht für diese ganze Doppelmoderationsdingung, man erzählt sich irgendwie auch Zeug aus dem Privat.

00:11:39: Das war ja völlig neu, weil früher hat sich Ilja Richter dahingestellt gesagt, es spaut eine Licht aus und dann stand da einer und hat das eine alleine gemacht

00:11:46: oder... Das Beste ist kein Budget!

00:11:47: Du hast kein Geld für irgendwas, du kannst nicht so ein Materialschlacht machen wie im Privatfernsehen wo alle ... wo auf einmal das ganze Konzept dann so einen festen Rahmen gibt, dass eigentlich die Menschen, die das präsentieren ja in der Persönlichkeit untergehen oder sich der Grundidee der Show unterordnen.

00:12:02: Das passiert ja auch manchmal, dass du eigentlich die Show siehst und es eigentlich egal ist wäre es moderiert weil die Mechanik der Show macht dir Spaß und die ganzen Effekte und das Laute und das Feuerwerk der Produktion, das ist so interessant, dass Du eigentlich gar nicht siehst wer das macht.

00:12:16: Da ist es genau anders und da gibts kein Feuerwerk, da gibst du zwei Stühle, Mikro und ein Hintergrund Komplikum?

00:12:23: Ja, eigentlich Vorläufer des Podcasts.

00:12:26: Absolut!

00:12:27: Und da musst du ja irgendwas von dir zeigen und das kann ganz besonders blöd sein ist ja auch interessant anzuschauen.

00:12:33: Hat ja auch funktioniert bei manchen.

00:12:34: Ja klar und gehört doch dazu.

00:12:36: und dann hast du in so einem Ensemble auch verschiedene Identifikationsfiguren wo du sagst sie ist vielleicht ein bisschen wie ich Der ist vielleicht so ein bisschen wie ich mir meinen großen Bruder vorstelle.

00:12:46: Den finde ich lustig, der hat Ahnung von einer gewissen Musik die ich toll finde mit dem... Sonst kann ich mit niemandem drüber sprechen.

00:12:53: das war ja auch alles vor Internet.

00:12:55: Das heißt,

00:12:56: du kannst dich

00:12:57: in deine Rabbit-Holes da rein nörden und sagen okay das interessiert mich jetzt.

00:13:01: und jetzt laufe ich den Weg wenn du nicht Lust hattest den ganzen Tag mit irgendeinem verrückten Plattenladen zu reden.

00:13:07: auf einmal saß da einer, der hatte dann was erzählt.

00:13:10: Da war Markus Kafka und hat dir erzählt was los ist?

00:13:13: In der Welt der Musik und in so Bereichen, in denen man sonst nicht alleine fordern konnte.

00:13:18: Das vergisst du früher.

00:13:20: Jetzt bist du so schnell, du kannst dir alles angucken.

00:13:22: Du musst es konkret suchen!

00:13:23: Was hab ich in meinem Leben auch modemäßig?

00:13:25: Da hatte ich den Sternen, da hatten meine Eltern und die Knatter.

00:13:28: Ich wollte unbedingt das einmal gelesen.

00:13:29: Da gab's so einen Sternenkauer, da war Wolfgang Jupp drauf mit so einem Mantle.

00:13:33: Dachte ich, dass ist ein Modemagazin.

00:13:35: Hab ich gar nicht überlegt, das zu machen oder mal Burda oder so.

00:13:38: Sag ich Mama, können wir das nicht abonnieren?

00:13:41: Geht was, geht nicht.

00:13:42: Hab ich ihm immer guckt so Zeitschriften bei so Ärzten heimlich irgendwie durchzugucken und du konntest ja nicht mal einen Screenshot machen musstest dir alles merken?

00:13:50: Und wenn du überhaupt keinen Vorbild hast und überhaupt keine Chance dann denkst du das ist ein Job.

00:13:53: wie kann man das werden?

00:13:54: Wie habe ich mir gedacht, wie geht

00:13:55: das?".

00:13:56: Und da hab' ich bei dir auch mal gelesen und gehört dass du auch als Kind... Vom Fernseher, dass du das mordest.

00:14:02: Du kommst da rein und ich hatte das auch.

00:14:03: Ich hab mich immer samtlos machen müssen vor den Fernsehern.

00:14:06: Die Arme auf der guten Abend bei den Damen und Herren.

00:14:08: Dann hat er gesagt, Ki, du reißt dich zurück ab mein Opa.

00:14:10: Der war so first all mal in Grün.

00:14:12: Er hatte überhaupt keinen Bock drauf.

00:14:13: aber ich glaube das ist wenn du in so einer analogen Welt unterwegs bist Da musst du wirklich Fantasie aufbringen, um da reinzukommen.

00:14:20: Ja, du

00:14:21: hast dich ja so ganz versehtlich.

00:14:23: Hast du dich daraus manifestiert?

00:14:24: Heute würde man sagen, man muss manifestieren und macht ein Hokus-Pokos draus aber ohne dass dir das bewusst war was man dazu tun hat, hast du dich dahin gestellt und hast wahrscheinlich aus einer Mischung aus Trotz und viel Fantasies und wahrscheinlich auch einem gar nicht so fehlgeleiteten... Du hast wahrscheinlich eine gar nicht sehr fehl geleitete Selbsteinschätzung gehabt sondern Irgendwie, warum?

00:14:45: Hast du immer intuitiv gedacht okay das funktioniert jetzt irgendwie und das war wahrscheinlich so ein könnte ich mir vorstellen erst mal ja so ein warberes irgendwas.

00:14:52: Und da hilft einem natürlich diese ganze Welt an.

00:14:56: Du hast es jetzt gerade so beschrieben.

00:14:57: aber eigentlich im Großraum ist es ja dann Popkultur und dieses kleine Fenster was man in so eine Welt hat die man nicht sieht Die man aus Oldenburg heraus Mitte der Anfang der neunziger Jahre auch nicht gesehen hat.

00:15:10: Meine Oma gewohnt hat im Wilmshaven, da hat man es noch viel weniger gesehen.

00:15:14: Und da war nicht viel und da hatte man seine zwei-drei Zeitungen die konnte man angucken oder eben das junge Musikfernsehen und Musik war dann auch immer nur so Trägermasse für die Kultur, die das eigentlich gezeigt hat.

00:15:26: also ich kann mir ja auch vorstellen dass Popkultur natürlich nur zu einem gewissen Teil pure Musik ist sondern wir sehen die Leute aus wie sprechen sie miteinander?

00:15:35: Wie tragen Sie die Haare?

00:15:37: Bevor man irgendwie wusste, dass in Paris die Trends erfunden werden, hat man doch festgestellt.

00:15:43: Die werden auch in Musikvideos erfunden und sie werden durch Jugendkultur und Bewegung dazugehören... Ich glaube,

00:15:50: das ist so identitätstiffen!

00:15:51: Das ist wie so radikal wenn du offen bist.

00:15:54: Deswegen muss man so gut aufpassen auf junge Menschen.

00:15:56: Ich sage immer, die Jungen, du musst ihnen Ruhe lassen.

00:15:58: Ich sag ja auch ganz oft lasst mir die Kindern Ruhe.

00:16:00: Wenn ich superfreund bin jetzt habe ich selber keine.

00:16:02: Aber es ist als Außenstehender auch leichter zu sagen haltet euch mal zurück lass das mal ein bisschen länger träumen.

00:16:07: Erzählen Sie die weirdesten Sachen, die Eltern regulieren das?

00:16:10: Klar weil sie es jeden Tag vermutlich auch haben.

00:16:12: Ich glaube, du musst jungen Menschen die Chance geben dass sie auf irgendwas Bock haben und dass sie auch Fehler machen und dass sich da auch das Gefühl haben das könnte was für mich sein heißt ist ja reiß dich doch mal zusammen!

00:16:22: Also ich glaube was auch hilft ist... Weil man sagt immer so das Gegenteil von den Kindern irgendwelche Flausen ausreden.

00:16:31: Was du grade sagst, ne?

00:16:32: Der Fantasie so ein autoritäres Ende setzen sagen hier spinn dich rum... Da gehste dahin und ansonsten landest du als Straßenkehrer oder was man so hört.

00:16:44: das ist ja die eine harte Variante Kinder irgendwie so bisschen das Licht abzudrehen hier oben.

00:16:50: aber die andere Variante die vielleicht in Eltern gar nicht so viel abverlangt sowas zumindest bei mir zu Hause Die war auch gar nicht schlecht dass man sich gar nicht so sehr.

00:17:00: interessiert hinterführen.

00:17:02: Also dass man so sagt, wenn du meinst dann mach mal alles!

00:17:05: Man muss das jetzt gar nicht unbedingt befeuern indem man dann sagt ja da schaffst du auf jeden Fall... Das kann ja auch gemein sein weil diese intuitive richtige Selbsteinschätzung die ist ja auch nicht überall vorhanden und manchmal müsste man ja um ehrlich zu sagen, das kannst du nicht, das kann sie nicht, dass kannst du dich.

00:17:18: Sagt aber keiner.

00:17:19: Ist ja auch manchmal gar nicht notwendig.

00:17:21: Vielleicht möchte ich

00:17:21: den Röhnrad fahren.

00:17:22: Den kurzen

00:17:23: Bein, das geht aber nicht.

00:17:24: Aber zieh dir das

00:17:25: an.

00:17:26: Genau, hab ich immer erlebt, wenn man schon ein Autogrammstunde macht?

00:17:30: So eine Mutter ganz süß und dann schrieg

00:17:32: war das.

00:17:33: Dann sagt

00:17:33: die irgendwann, wenn du schreibst, schreib mal was drauf und sag ich, was machst du denn so?

00:17:39: Sport?

00:17:40: Was machst du denn?

00:17:41: Ja, ich darf nicht.

00:17:42: Was ich will!

00:17:42: Das eigentlich was willst du dann?

00:17:44: Ich möchte Röhnrad.

00:17:46: Da sagste ich immer schon wieder, dass die Kinder gut sind.

00:17:48: Die Mutter hat gesagt, mit deinen kurzen Beinen, wie soll das denn gehen?

00:17:51: Und da dachte ich

00:17:53: ja so läuft es.

00:17:53: Ich krieg's nicht mehr ganz zusammen aber... Aber das war eine ganz herzereisende Geschichte.

00:17:57: Da habe ich ein Interview gehört von jemandem der im Bundesjugendorchester gespielt hat also doch ein junger Mensch.

00:18:03: Ich weiß gar nicht ob es das klassische Bundesjugenderchester war oder ob Orchester war mit Menschen, wo auch Leute integriert waren die gewisse Einschränkungen haben.

00:18:10: Auch körperlicher Natur das weiß ich nicht mehr oder ob es einfach das ganz normale war.

00:18:13: aber Es war so dass ein Junge der durch eine angeborene Krankheit eben keine keine Hände im klassischen Sinne hatte und immer für alles mögliche irgendwie Hilfsgegenstände braucht er dann aber mit fünf Jahren zu den Eltern gesagt hat, die offenbar ihm gut zugehört haben.

00:18:32: Er würde jetzt gerne Vergott spielen.

00:18:36: Es gibt vieles was ich jetzt intuitiv sagen würde was du machen solltest.

00:18:40: Aber look at you!

00:18:42: Vergot ist vielleicht nicht die beste Idee weil das ist halt super kompliziert.

00:18:46: und da habe ich gesagt ich will dabei mit fünf.

00:18:48: Und die haben dann gesagt, ja okay, die haben genau das gemacht.

00:18:50: Die haben dann gesagt gut er will Vergott spielen alles klar.

00:18:55: Wie kommt der drauf?

00:18:56: Ist doch egal.

00:18:57: Er hat es in seinem Kopf, er will vergotten spielen.

00:18:59: was machen wir jetzt?

00:19:00: und dann haben die irgendwas gebaut womit er dann mit dem was ihm zur Verfügung steht vergottspielen konnte.

00:19:05: und siehe da war fantastisch.

00:19:07: Der Spiel bis heute verdient mit dem Vergotspiel bis heute sein Geld.

00:19:11: Und jetzt in diesem Interview ist mir das so hängen geblieben, er hat dann gesagt die beste Entscheidung meines Lebens habe ich mit fünf getroffen und zum Glück an meine Eltern mich unterstützt.

00:19:21: Wie gesagt, ich hab sie jetzt so ein bisschen zerfasert.

00:19:23: erzählt die Geschichte was hier her ist aber es ist mir so dringeblieben weil das so ein schönes Symbol für.

00:19:28: höre

00:19:28: zu und

00:19:29: mach es möglich und wenn das vor Gott einen halben Jahr später eine Ecke steht.

00:19:32: ja meine Güte geht die Welt auch nicht von unter.

00:19:35: Dann kommt's Röhnrad und vielleicht ist es das.

00:19:37: Wer weiß?

00:19:38: Ich muss sagen, als Kind habe ich mir gedacht, Mama, ich möchte auf keinen Fall was lernen, was ich im Mund hab.

00:19:41: Kein Irrsinn nennt was ich am Mund hab!

00:19:43: Da hat die immer gesagt, Gido ist schön, ich sag nein!

00:19:45: Ich finde es sinnlos, würde ich nie meinem Kind geben so eine Flöte reinzustecken oder irgendwas... ...ich dachte, was mit Gitarre wurde, nein, nein.

00:19:50: Ich dachte man musste den Mund behalten können und singen da bist du ja erst mal verloren.

00:19:54: Und ab meiner Mutter sagte, ich dachte Christi, ne Flöthe haben wir dann einen Flöten

00:19:57: gekriegt?!

00:19:57: Ich hab dann gedacht, nach den Sommerferien hat die sechs Wochen Zeit mit dieser Kackflöte angefangen zu bemalen.

00:20:05: Dann habe ich diese mit Steinen geklebt und meine Mutter, die

00:20:10: überhaupt ... nur emotional

00:20:12: worden, überhaupt kein Gefühl für Musik hat im klassischen Sinne.

00:20:15: Hat dann die war stolz, sie hat gesagt, die Samischen als die Flöte des Jahres oder so, als da schon Jugend musiziert.

00:20:20: Hat die gesagt, Gido das wird die Frau, die wird sich freuen wenn du mit einer Flötener einläufst!

00:20:24: Das wird der Hammer.

00:20:25: um meiner Flötentasche ich war auch gut dekoriert bin ich da rein marschiert und meine Flötendasche schön präsentiert.

00:20:30: Da hat die noch nicht ganz den Raum betreten sagt ihr auf einmal.

00:20:33: Was ist das denn?

00:20:34: Kommt immer nach vorne und ich dachte, die ist zu rar.

00:20:36: Die sagt jetzt der kleine Junge mit der

00:20:37: Flöte als schlechtes Beispiel präsentiert.

00:20:39: Aber wieder

00:20:40: hat sie gesagt das ist doch lächerlich wie es kannst du doch gar nicht festhalten Du hast keinen Respekt vom Musik Und ich musste direkt weinen und hab gedacht, du blöde scheißgutachtig Scheißflöte Hättet mir was anderes... Ich nach Hause zu meiner Mutter, sag' die unten bist du wieder da?

00:20:51: Ich sag' Mama, die hat mich da zusammengeschissen wegen meiner Tasche wegen meiner Flöten Das weiß ich noch wie heute aber ich bin so stolz auf Sie.

00:20:58: Da hat die mich hinten aus Fahrrad genommen, dann hat meine Mutter... ...weinend hat dann Unterwichtung gesagt was ihr der Alten alles... Wut redet die und weint mit ich auch.

00:21:06: Da sind wir da rein, hat die die Tür aufgerissen, die konnte nicht atmen fast.

00:21:08: Und dann hat sie gesagt so jetzt ist aber Feierabend hier.

00:21:11: meine Mutter ist auf dem Tisch bei der Flöte gehauen.

00:21:13: Sie können ihre Scheißflöte ihr sag' ich in der Jugend lädt nichts mehr.

00:21:16: er wollte eh nix haben was im Mund steckt.

00:21:18: Er hat sich hier sechs Wochen den Arsch aufgeristund hat ihn also für mich so gekämpft.

00:21:23: Ich dachte Schausflöten!

00:21:24: Aber ich fand das super.

00:21:25: dass war für mich eine Erinnerung.

00:21:28: Dass

00:21:29: die nicht gesagt hat, was hast du mit einer Kackflöte gemacht?

00:21:31: Die hätte

00:21:32: es an können, dass sie kein Orchester-Typ ist.

00:21:34: Hätte's an können!

00:21:35: Solist gebunden.

00:21:36: Ja ich hab auch ... Als ich meine Ausbildung gemacht habe als Frisör da ... Da hab' ich direkt neben ... Also das war ja auch der Grund in Oldenburg.

00:21:45: In Oldenburger.

00:21:46: Neben dem Staatstheater war ... Zwischen Gefängnis und Staatsthäater ... War ein Glück

00:21:51: für dich.

00:21:52: Salon... Und wenn ich dann im Pausen rum ... Eigenart hieß er natürlich.

00:21:58: Wenn ich in dem Pausenraum gesessen habe, so ein großes Fenster und da laufen dann auch die fest eingestellten Musiker zum Stadteater.

00:22:07: Und da lief eben genau so einen Typ der sich in einer dritten Reihe auch wohlgefühlt hat.

00:22:13: Der lief immer jeden Tag mit seiner Flöte da morgens um acht vorbei weil das ein ganz normaler Job ist.

00:22:18: Da gehst du halt hin und trötest was du da üben sollst und abends ist es eine Vorstellung.

00:22:23: Und da hab ich dann auch gedacht, nee.

00:22:26: Also das Musikerleben würde ich mir auch wilder gestalten als jetzt da wie so ein Beamter, meine Flöte durchzuposten jeden Tag oder die Bratsche ... Aber was machst du denn, wenn

00:22:37: du einen Kind hast und sagst, ich bin zu wahnsinnig scharf auf Kontrabass, denkst du, oh, habe ich etwas Kleineres nehmen können?

00:22:42: Ja, wie mit dem

00:22:42: Vergotter!

00:22:43: Da musst du ja machen.

00:22:44: Oder

00:22:44: Hafe.

00:22:45: Ja, der ist so...

00:22:46: Sebastian möchte Hafer lernen, denkst du ja.

00:22:48: Leid

00:22:48: doch froh, dass er irgendwie so eine Idee hat.

00:22:52: Dass der gestrickt ist und überhaupt sowas kommt.

00:22:55: Was musst du erst mal kommen?

00:22:56: Ich wollte unbedingt Piccoloflöte lernen oder es gibt auch so das ein Kind sagt ich möchte gerne Geher werden.

00:23:01: Das finde ich für mich die schwierigste Sportart.

00:23:04: Ja gut

00:23:04: aber das

00:23:04: ist nicht mal richtig attraktiv.

00:23:06: also ich meine ich würde wahnsinnig mit der Hüfte wackeln.

00:23:08: Verkursen habe ich das gesehen.

00:23:09: bei so einer Sport-Event kam so ne Gehrgruppe.

00:23:12: Na natürlich schön ist das nichts so wichtig.

00:23:13: Aber ist das nicht

00:23:14: eher so dass man also als Jogger anfängt.

00:23:17: Und dann

00:23:18: meinst du gar nicht mehr gut?

00:23:19: Dass man sich irgendwann mit der Materie befasst und irgendwer erklärt einem was vom aeroben Bereich, von Knochen schon einen anderen Sportart und so.

00:23:27: Ja und dann stellt man über diese Überprofessionalisierung die Sache, die eigentlich mal Spaß machen sollte fest

00:23:32: das ist ja besser!

00:23:34: Und dann ist man so tief schon drin, dass man sich selbst jeglicher Außenwahrnehmung schon eigentlich davon entfernt hat.

00:23:41: Dass man sich in einer Humorlosigkeit schon eingerichtet hat.

00:23:45: Das man das selber nicht mehr merkt und dass man auch jeden so strafend anschaut der Albern isst.

00:23:51: Das noch witzig zu finden, dass es komisch läuft.

00:23:53: Aber es sieht wie

00:23:54: die nicht so toll aus!

00:23:54: Natürlich, aber irgendwann sitzt sie im Liegefahrrad... Total gelaufen.

00:23:59: Dann denkst du dich so, ich bin jetzt ganz tief am Boden und hast dann, denkste, ach sind zwei Räder aber ist trotzdem schwierig.

00:24:04: Boah da hab' ich letztens, bin ich in richtigen Konflikt geraten weil man muss ja aufpassen... Ich bin also immer was neue Hobbys eingeht und so recht offen.

00:24:12: So Sachen, also ich könnte eigentlich... Ja egal was.

00:24:16: Ich müsste eigentlich egal.

00:24:17: Ich wäre ein super Rentner jetzt schon weil ich hätte die ganze etwas zu tun und nicht ganz so alt.

00:24:21: Und ich hätte niemals.

00:24:23: beim ganzen Leben hatte in meinem ganzen Leben nie lange Weile und ich werde niemals Langeweile haben.

00:24:27: Das weiß ich schon und deswegen muss ich mich aber manchmal auch hüten davor dass sich dann auch nicht in diese Klischeefall reinlaufen und ich habe ja immer mal wieder durch meinen Job auch Kontakt zu allen möglichen Krimskramps den man sonst nicht ausprobieren würde.

00:24:39: Und letztens wusste ich für die Sendung, stand dann Liegefahrrad.

00:24:43: So und dann bin ich mit dem Liege-Fahrrad gefahren, hab festgestellt...

00:24:47: Jetzt kommt's!

00:24:48: Das

00:24:48: ist

00:24:49: super.

00:24:50: Echt?

00:24:50: Ja also ich würde das... Also ich greifte mir jetzt vor, ich würde damit nicht auf einer Straße rumfahren und ich habe noch so viel Selbstachtungen habe ich schon auch in mir dass ich das nicht tue.

00:24:59: und ich werde auch nicht mit so ner Fahne da hinten rum fahren und dann so humorlos meinen Weil man ja auch wenn man Liegefahrrad fährt, dann ist man ja jemand der darauf angesprochen werden will.

00:25:09: Absolut!

00:25:09: Um dann den vorbereitenen Text über den eigenen Lifestyle, der sich ausdrückt über das Liege-Fahrrad, demjenigen an den Kopf zu werfen.

00:25:16: Also es ist ja ein pure provokatives Gesprächsangebiet und man darf nicht den Fehler machen zu sagen... Was ist mit deinem Liegefahrrad?

00:25:23: Weil dann geht's los.

00:25:24: Und weil

00:25:25: es auch gesund ist, sagen die dann... Aber das macht einen Spaß!

00:25:28: Das kannst du dir gar nicht vorstellen.

00:25:30: Du liegst ja sehr flach.

00:25:31: Ich meine wenn ich auf freiem Gelände bin aber in der Stadt finde ich das abenteuerlich.

00:25:34: Nein,

00:25:34: ist geil.

00:25:35: Ist es nicht lebensgefährlich?

00:25:36: Ja wie Fahrrad fahren auch.

00:25:38: Aber es ist halt nicht so umgebildet.

00:25:39: Ich

00:25:40: hatte mal eine Freundin, die hat ein Mann kennengelernt und die wollte unbedingt einen haben.

00:25:42: Es war ganz toller.

00:25:43: In Bremen war das... Dann hat sie gesagt, du hast ein Traumtyp, ich schreide gleich los.

00:25:52: Nacht mit dem, alles war toll.

00:25:54: Dann sagt Ziggi, ich war jetzt bei dem

00:25:56: und

00:25:57: der ist beim Helm gekommen und ich dachte er hat ein Motorrad, die gesagt hat einen Liegefahrrad.

00:26:00: dann haben alle Mädchen gesagt was hat der?

00:26:03: Das geht nicht!

00:26:04: Das kannst du nicht meinen.

00:26:05: So'n No-Go-Lob für

00:26:07: den Liegefahrrad ist schwierig.

00:26:08: Ich verstehe das auch.

00:26:09: Da musst du entweder deine Schäfe in einem Trocknen haben Und dann musst du jemanden, praktisch so zwanzig Jahre in die Liebesfalle gelockt haben.

00:26:18: Dass du dann einfach anfängst mit dem Ligefahrrad und dann sitzt der oder diejenige bereits in der Tinte und kann nicht mehr weg weil man irgendwie auf eine andere Art ein intensiver Beziehung zueinander hat.

00:26:28: Das ist der eine Trick?

00:26:30: Oder man macht das wirklich nachts im Wald heimlich oder so einen Fütter doppeldinger als Lige-Fahrradfahrer?

00:26:35: Aber wenn du sagst Trennsport, was machst du denn so?

00:26:38: Wenn da was abkommt?

00:26:38: und jetzt gibt's da Graf.

00:26:39: Wie heißt du mal dieses neue, das nicht mehr Tennis empfehlen?

00:26:41: Ja, Paddle!

00:26:42: Das ist ein perfektes Beispiel.

00:26:43: Das ist ja genau so eine Boomer-Hunnytrap,

00:26:47: wo

00:26:47: man so reinlaufen kann.

00:26:48: So ne richtige Midlife Crisis... Hobbyhousing

00:26:50: machst du das auch?

00:26:51: Nein, mach ich nicht.

00:26:53: Auch da denke ich, weil es ist so leicht zu verarschen, wenn Leute das machen.

00:26:57: Weil ich finde immer Sachen die so leichte Verarschen sind.

00:27:00: Ich denke mir immer ... Ich sehe alles, was man daran sehen kann.

00:27:04: Ich suche auch immer nach dem Witz in jeder Sache und da ist es ja nicht weit hin.

00:27:10: Trotzdem denke ich mir, wenn es Leute gibt, die sowas machen mit denen hast du in der Gesellschaft keine Probleme.

00:27:16: Die nerven dich rum?

00:27:17: Die hauen den nicht aufs Maul.

00:27:19: Absolut!

00:27:19: Die gehen dir nicht auf einen Sack.

00:27:20: Die wählen nicht AfD Das machen sie nicht.

00:27:23: Diese Hobbyhorstigen das kann man albern finden oder so.

00:27:26: aber ich sage ganz ehrlich Sucht ihr andere Gegner.

00:27:30: Die halten den Laden zusammen.

00:27:31: Lass die da rumhüpfen, dass sie ihr Ding machen!

00:27:33: Die ziehen sich zu Hause eine Jacke an und nehmen ihren Stock mit wo dieses Ding dran ist... Und dann treffen die sich und es ist ein guter Grund sich zu treffen irgendwo.

00:27:41: Dann gibt's auch bestimmt Weihnachtsfeiern vom Hobby-Horsing-Verein und das ist bestimmt auch ein netter Abend.

00:27:46: Es sind gute Pferde in diesem Stadt.

00:27:48: Ich muss fast sagen ich habe das nicht erfunden aber.. Ich habe als Kind bei meinem Cousin Detlef Bruns waren wir extrem scharf auf Pferden und wenn du aus einer Familie kommst.. Prinitenten Bruder, da durfte keiner ran.

00:28:00: Das war alles immer Seins.

00:28:01: also war klar wir wollten auch fährten wenn man zum Reizstall marschiert.

00:28:04: Jetzt war es aber so am Reiztall wenn du dein Junge bist wo du hundertfünfzig achthundert neunzig Mädchen da reiten dann hast du da auch keine Chance.

00:28:11: Also haben die irgendwann angefangen und ich konnte wahnsinnig gut springen.

00:28:14: das mag an meinen schlesischen polnischen Vorfahren liegen wie mein Vater Ich konnte extrem gut springe.

00:28:19: ich dachte als Kind auch Mein Vater ist der Olympiasieger über die Mülltonne Hüpfen.

00:28:23: aus dem Stand zu drüber zu springen fand ich herrlich Fand ich toll, dass sich das Springen so kurz über einen Huraar es geht.

00:28:28: Punktkraft.

00:28:29: Und dann habe ich immer gedacht, da haben wir so ein Waldgebiet neben so einem Breitplatz, hab' ich dann so Hüden aufgebaut und hab' auch eine Gärte genommen.

00:28:36: und dann habe mich selbst angesagt, jetzt kommt jede Maria, kriegst du mal auf Maria?

00:28:40: Direkt schon auf so einem Niveau?

00:28:41: Ja ja

00:28:41: sofort!

00:28:41: Direkt mit Ansagen

00:28:42: oder im Pferdestall?

00:28:43: Nein nicht, sondern schon mit Publikum und Absperrungen...

00:28:47: Kein Stahl nur Bäume, es war nun mal Cousins.

00:28:48: Nee

00:28:49: aber im Kopf?

00:28:49: Genau, im Kopf.

00:28:50: Auch laut gesagt und so.

00:28:52: Meine Damen Materien, jetzt geht's los, reitet einer bitte.

00:28:55: Wie?

00:28:55: Lass uns ein Tunier gemacht.

00:28:56: Und weil ich wahnsinnig springen konnte mein... Ich habe den immer übersprungen, weil ich so Ochser bauen konnte und bin wirklich meine ganze Kindheit als Pferd.

00:29:05: Das war Hobbyhousing ohne Stange!

00:29:07: Heute ist natürlich mit der Stange zwischen dem Wein springt sich so schnell.

00:29:10: Da musst du dich dann einfach der neuen Generation sagen Sie haben es ein bisschen weiterentwickelt Aber vielleicht kommt ja der eine oder andere nochmal mit ein paar Fragen, wie das damals war.

00:29:19: Aber

00:29:19: Hobbyhousing ist schon eigentlich auch ein bisschen irreisses?

00:29:22: Ja!

00:29:23: Ich habe es den ersten Mal in England gesehen und dachte ich, dass das ja schägen soll... Ist das eigentlich schon olympisch Hobbyhossing?

00:29:28: Kann bestimmt kommen irgendwann.

00:29:29: Ja, ich glaube da hat irgendwer... Also ich kann mir so vorstellen, dass natürlich aus einem Witz heraus entsteht Und irgendwo, wie das ja oft so ist wenn sich dann was über verschiedene Kulturen ausbreitet.

00:29:40: Gerade wenn es nach Deutschland kommt geht auf dem Weg dahin das Quäntchen-Ironie verloren mit dem's mal gestartet hat und das ist irgendwie so.

00:29:47: aufm Postweg geht der Humor flöten und bei irgendwem kommt es dann an als normale Sache und die wird dann... Das ist vielleicht auch so ein Ding dass man sich bei Hobbys... Das entspannende an Hobbis ist nicht nur das Hobby selber Sondern, dass man sich die ganze Zeit nur damit beschäftigen kann.

00:30:05: Dass man nicht über sein echtes Leben nachdenken muss.

00:30:07: Nicht über seine eigentlichen Probleme, nicht über die Arbeit oder die Familie.

00:30:10: Nicht gar nichts.

00:30:11: Man kann die ganzezeit nur darüber reden und man kann auch dann wahrscheinlich... Wenn man.

00:30:16: so weit bin ich nicht drin, aber wenn man auf einem Paddlechord sitzt, dann kann man wahrscheinlich einfach eine Stunde lang ganz sinnlos das Gehirn entlüften, indem man über die Qualität eines solchen Schlägers spricht.

00:30:26: Und wo jetzt der Unterschied ist zwischen dieser Perforierung und der anderen Perforierungen?

00:30:30: Ob der ein bisschen leichter ist gibt es eigentlich auch welche aus Karbon.

00:30:33: Und darüber kann man dann so zwei Stunden reden und danach merkt man, man hat zwei Stunden das Gehirn ein bisschen auf Watte gelegt oder gesagt wir benutzen jetzt nur den Außenbereich für Egalgespräche und das ist entspannt dass man sich kurz ausklingt weil man kann nicht nichts denken aber ein Gespräch über verschiedene Paddelschläger ist sehr nah dran an nichts und das kann entspannend sein.

00:30:54: ich glaube das ist der Trick von von Hobbys, die jetzt auch noch wenn du jetzt einen Austausch

00:31:00: findest.

00:31:01: Der ist auch möchte grillen.

00:31:02: zum Beispiel habe ich das Gefühl.

00:31:03: Grillen is für manche wirklich die Endstufe der Kontemplation.

00:31:08: Also wenn da so ein Wehbackel reingeschoben wird, dann leuchten die Augen.

00:31:12: Es gibt ja so Grillprofis, was die alles grillen?

00:31:14: Das glaubt man gar nicht.

00:31:14: wie meine Mutter das mit Grillen

00:31:15: finde ich scharf!

00:31:16: Ich

00:31:17: bin kein Grillschül.

00:31:17: Ich grille nie.

00:31:18: Für dir ist es auch zu schmierig und so...

00:31:20: Du erstmal weißt sie nie, was sich da drauflegen soll, was ich da drauflege klebt dann irgendwie.

00:31:24: Es geht nicht runter.

00:31:25: Dann hab' ich irgendwie Angst vor Explosion, dass ich auch der Wett mit dem Gas, mit dem Feuer finde ich das auch nicht so.

00:31:30: Und die haben angefangen.

00:31:30: und ich habe mich auch mal so einen Beat gekauft als wir damals das Haus in Berlin

00:31:33: hatten.

00:31:33: Klar weil's teuer ist, wenn wir nach dem

00:31:35: Gelfen mit so einer Platte fand ich immer hässlich

00:31:38: mein schöner Du willst das teuerste, das Beste der Haare?

00:31:41: Und dann kommt

00:31:41: einer... Der soll das dann machen.

00:31:43: Hier

00:31:43: hat er gesagt, die sind doch hier einer!

00:31:45: Die haben doch Freunde davon.

00:31:46: Du hast auch gar keinen Bock, dass er was machen will.

00:31:47: und du willst, dass da so ein Heinie kommt, der sich damit auskämmt und der soll dann da etwas machen.

00:31:51: und dann kann man immer sagen, das ist mein Grill und der Mann, der grillt jetzt was.

00:31:56: Ne, mir zum Würstchen.

00:31:57: Ich bin nicht so kritisch vorne heiß und weiß was für mich das härteste Job, wo ich fast denke, das müsste eigentlich bestraft werden.

00:32:04: Da war ich mal auf dem... Berlin im Alexdash, die kennst du?

00:32:07: Die Würstchenverkäufer, die heißen Würstchen

00:32:10: am Körpergrill rumlaufen.

00:32:11: Die haben da oben noch so ein Schirm drauf, die haben eine Zange... Da ist Gas hinten auf den Rücken!

00:32:15: Ich muss sagen das hast du überhaupt erlaubt!

00:32:18: Das

00:32:18: ist der härteste Job.

00:32:20: Dann musst du sagen, dass mache ich.

00:32:21: Das ist ziemlich die Endstufe von Kapitalismus.

00:32:24: und am Armeinig

00:32:25: verwandelst du eine Menschen in einen

00:32:28: Grill.

00:32:28: Der steht da in der Hitze, der hat noch ne Zange, dann sagen die haben sie noch Senf?

00:32:31: Noch ein Schädchen?

00:32:32: Haben sie reserviert?

00:32:33: Da musst du noch Wechselgeld!

00:32:34: Du hast aber vor dir eine brennende Grillstation.

00:32:38: Hast die kalten Wüste in einer Kühltasche an der Seite... Und das mach mal.

00:32:41: Da hast du noch ein Ding auf dem Kopf, wo draufsteht.

00:32:43: ich mache es am besten die Wurst hängt vor.

00:32:45: und da frage ich dich wie geht das?

00:32:48: Dass man auf so eine Idee gekommen

00:32:49: ist.

00:32:49: Auch diese Mischung aus Mensch und Maschine hat sich ja auch in der Vergangenheit mal anders vorgestellt, wie dass in der Zukunft zu sein wird.

00:32:55: Das ja unter den Transformern ja noch die ärmeste

00:32:57: Fackel.

00:32:58: Da bist Du am Arsch!

00:33:00: Ich dachte mir... Was

00:33:01: können Sie denn,

00:33:02: Bürstchen?!

00:33:04: als Job.

00:33:04: Ich meine, da musst du auch zusagen dann oder überhaupt, dass du auf die Idee kommst.

00:33:07: Dann gut machen wir so ein rollendes Fahrrad oder sowas von Lastenfahrrad durchsagen.

00:33:11: Aber das gibt es eigentlich noch?

00:33:12: Ich habe das gesehen und dachte...

00:33:13: Das gibt's!

00:33:14: Ja, richtig!

00:33:14: Ein

00:33:14: armer Mann.

00:33:15: Und das war heiß mit so einer Kappe auf und dann stand da so eine Gruppe Chinesin.

00:33:19: Dann hab ich gedacht bis sie erst mal da klar kam, dann hat der der fünfzehn Dinge auf dem Geld.

00:33:22: Da kam gar nicht hinterher in der knalle Hitze.

00:33:25: Das ist doch gefährlich wenn das mal hochgeht, habe ich mir gedacht.

00:33:27: Ich habe hier Angst vor was Gaslasch noch geben kann.

00:33:29: Also grundsätzlich

00:33:29: ist es am Alex immer ganz gut, dass wenn man da einen Station ... Job macht, wo man nicht weg kann.

00:33:36: Das ist immer ein Problem!

00:33:37: Also es ist schon ganz gut dass man im Fall des Falles da auch die Beine die Hand nehmen kann und mit seinem ganzen Hab-und-Gut, mit seiner sozusagen ganzen Geschäftsidee kann man in die U-Bahn und weg.

00:33:47: Und das ist schon gut, ne?

00:33:49: Dass man am Alex muss man schon mobil sein.

00:33:51: Dass es nicht gut wenn man da auffindbar isst und immer am selben Ort bleibt...das kann im Alltag zu Problemen führen.

00:33:58: Aber

00:33:58: als Hütchenspieler geht es leichter, dann schraubst

00:33:59: du den Scheiß

00:34:00: zusammen bis weg.

00:34:00: jetzt mach mal so eine illegale Wüstchenaktion, als Person ist schon ne Nummer.

00:34:04: Ja man muss ja was machen aber ich bin ja damals nach Berlin gezogen weil ich musste eigentlich in Köln gewohnt.

00:34:13: Aber

00:34:13: war das wegen Bundeswehr noch oder gab's das?

00:34:15: Nein nein

00:34:15: das habe ich nicht.

00:34:16: Ah du bist ja so jung!

00:34:17: Ne mein ne doch ich war schon aber ich hab Ziviliens gemacht Und hab aber im Krankenhaus in Köln gearbeitet und wollte auch eigentlich nach Kölne.

00:34:24: Das war auch alles viel schöner, die Leute waren netter und ich weiß ja selber wie es da sein kann.

00:34:30: so... und das war für mich die erste große tolle Großstadt, in der ich mich vorgefühlt habe.

00:34:36: Und dann musste ich aber weil der vorhin schon mal beschriebenen Niedergang ist Musikfernsehen sind sie auch mit der Vergemeinschaftung von MTV & Viva einher gingen und dann sind wir halt alle zusammen nach Berlin übergesiedelt worden.

00:34:49: Und da war ich dann und musste mich da sehr stark dran gewöhnen, dass sich jetzt hier wohnen soll.

00:34:54: Und das ist alles so.

00:34:55: Ich weiß nicht... Mit Job bis

00:34:56: zu Ende oder ohne

00:34:56: Job?

00:34:57: Nein mit Job!

00:34:57: Ich war bei Viva und habe gesagt wenn wer hier weitermachen will der muss nach Berlin.

00:35:02: Da war ich auch November Und da kann ich mich noch erinnern, dass ich so am Alexanderplatz aus der U-Fünfter ausgestiegen bin.

00:35:11: Weil ich irgendwas besorgen wollte.

00:35:12: Ich bin von der Samaritastrasse, wo ich gewohnt habe und mit der U five Richtung Alexanderplatz gefahren.

00:35:16: Wenn ich dann irgendein Geschäft wollte oder irgendetwas ... Keine Ahnung.

00:35:19: Dann bin ich da hochgekommen und stand nicht da und hab so gedacht, nee, da werde ich mich niederangewöhnen.

00:35:25: Das

00:35:25: ging dann?

00:35:26: Ja man blieb sich da ein, das hatte ich erst gar nicht.

00:35:29: was mit Hamburg.

00:35:30: Hamburg?

00:35:31: Ja, ich war ein Spanier.

00:35:32: Das ist

00:35:32: ja ein Anfänger hier.

00:35:33: Nee, aber

00:35:33: das war ... Ich kam an.

00:35:34: Es war andere Zeit.

00:35:35: Ich hatte ... War in Spanien und hatte da irgendwie unser Ding gemacht.

00:35:39: Und dann hieß es, ich muss jetzt in so einem Praktikum nach Deutschland machen.

00:35:42: Wo könnte ich hingehen?

00:35:43: Wollte ich Jules Sander?

00:35:44: Die haben mich nicht genommen, Junge halt.

00:35:45: Das waren damals glaube ich auch nur Frauen, ich weiß nicht.

00:35:47: Das war echt schwierig für mich.

00:35:48: Dann hatte ich auch nicht Eltern mit Geld, die mir finanzieren mussten.

00:35:51: Also war klar, ich brauch eine Bude.

00:35:53: Da bin ich gekommen im November nach Hamburg.

00:35:56: Hatte dann die Ideen, so'n Muderhaus da was zu machen Und dann hatte ich in der Wohnung ein Zimmer untergemietet.

00:36:05: Also, ich hatte nur den Schlüssel von der Wohnung aber nichts von der Haustür und ich habe das wirklich unterstellt.

00:36:10: Das war November.

00:36:11: Wo

00:36:11: war das?

00:36:12: In Mühlenkamp.

00:36:13: Dann hab' ich gearbeitet, hab' mir einen Job gesucht, hab mich gearbeitet in so einem seiner Häpen-Kneipe da.

00:36:19: Sie ist glaube ich Ilja Dino war das und so ganz schräg und da waren du so... Also alle möchtigen Leute.

00:36:24: Und ich war da wirklich auch der Arsch und ich war gar nicht geeignet für die Theke, muss ich sagen.

00:36:28: Weil ich das auch mal dachte, die trinkt doch nicht so viel.

00:36:31: Harte dann so andere Dinge... Dann hab ich da ganz lange gearbeitet für ganz wenig Geld und ich musste ja irgendwie auf diese Scheißmiete erst einmal bezahlen.

00:36:38: Ich war so einsam da!

00:36:39: Und bin dann nachts dann das Eise kalt, der Wind.

00:36:42: Ich habe nie kalten Windgern gehabt.

00:36:44: Der Wind ist überhaupt nicht meine Stürz eigentlich.

00:36:48: Nachts, dann morgens, drei, halb vier wenn wir da rauskamen habe ich einfach für diesem Haus gestanden und darauf gehofft dass irgendeiner mit mir reingeht.

00:36:55: Dass ich warte... Ich kann mich da erinnern, dass ich da mal Mahollen gestand, weil ich dachte was ist mein Leben ist im Arsch?

00:37:01: Scheiß Mode!

00:37:01: Was tue ich hier

00:37:02: eigentlich?!

00:37:03: Da nicht rein und oben rein, dann war der Strom da abgestellt und so.

00:37:06: Und ich hatte eine schlechte Zeit in Hamburg.

00:37:08: Das ganze Winter war so schwierig.

00:37:11: Und hab dann gedacht das kannst du doch nicht sein wie lange mache ich das noch?

00:37:14: und so oder habe ich andere Jobs noch probiert zu machen?

00:37:16: Dann hab ich so ein Lesbier kennengelernt.

00:37:18: Die wohnten in der Ise-Straße, die hatten aber auch mal Probleme.

00:37:22: Die waren gut aufs Ofen und haben gesagt, kannst du auf unseren Wohnungen aufpassen?

00:37:26: Das war meine Rettung!

00:37:27: Und was

00:37:28: haben die in der Zeit gemacht, wo du da aufgepasst

00:37:30: hast?

00:37:30: Die sind dann irgendwo nach Amerika, hatten Probleme mit sich und wollten ihre lesbische Beziehung im Griff kriegen und hatten aber finanzielle Probleme, die sie später rausstellte.

00:37:37: Die Wohnung war gemietet und die hat die ganze Bude voll mit Ikonen.

00:37:41: So wunderschöne russische Ikonen... Und dann kriegte ich ständig in der Wohnung, da war ständig klingelt es.

00:37:46: Da wollte einer Geld irgendwelche Gläubige.

00:37:48: also die waren im Grunde abgehauen und ich immer wieder den geschrieben.

00:37:52: Ich konnte nur per T-Lex oder so oder so Pellogramme stecken.

00:37:54: Dann können wir uns eine Telegramme ... Guido bitte!

00:37:57: Jetzt zwei Iconen nehmen, zweitausend Mark bitte da und dahin bringen.

00:38:02: Dann bin ich mit den Ikonen ... hab' ich dann die runtergenommen, hängen in dem Raum.

00:38:05: Da haben wir mal gesagt ist das die mit der Maria und dem Kind?

00:38:08: ja genau?

00:38:09: Dann bin Ich mit der Ikon und am Arm dachte was tue ich jetzt.

00:38:12: Du hast

00:38:12: so eine Art Nachlassverwaltung als eines verkrachten Lebens von Leuten zu selbst

00:38:16: allein stehenden Herren, die irgendwie so Nerds, die dann so Icon sammelt.

00:38:20: und irgendwann dachte ich jetzt bin ich wirklich im Arsch!

00:38:23: Da musste ich zwei Ikonen bringen auf den Kiez So zum Luden, der saß da.

00:38:28: Also das war so schräg.

00:38:29: ich dachte ich komme ich nie wieder Leben draus und von dem sollte ich noch Geld mitbringen.

00:38:32: Der saß dann so ein richtig liebbar liefen so von live Pornodinger und rechts hingen die ganzen Ekonen.

00:38:37: Dann hab' ich gedacht ja jetzt ist mein weiß noch meine Mutter an der Mutter gesprochen sagt sie geht auf.

00:38:43: wie sieht's aus in Hamburg läuft es gut mit der Mode und so.

00:38:47: Ich dachte mal, wenn du wüsstest ... ich bin grad aus dem Puff.

00:38:51: Nein, hier steht kein Arsch!

00:38:52: Da sieht man eben auch was man alles macht und so was für ein Job du auch machst und wie lange das dauern hat.

00:38:56: Ich immer ein bisschen Hamburgsperre.

00:38:58: Du hast bei mir gedacht, ich mach Hamburg, komm' ich nie wieder?

00:39:00: Hätte mir derwas angehen gesagt, ich zieh mal nach Hamburg, wohne in einem schönen Haus an der Elbenteck.

00:39:05: Was man so erlebte.

00:39:06: Aber so

00:39:06: ist es halt.

00:39:07: Ja, ich glaub', dass das hängt natürlich auch ja ein bisschen mit Glück zusammen oder auch mit der persönlichen Bereitschaft sich auf irgendwas einzulassen.

00:39:16: ändert sich das eben.

00:39:18: Du bist immer in Berlin geblieben,

00:39:19: da du nicht mehr verlassen.

00:39:21: Ich

00:39:21: habe mich da so festgelebt ja ich... Ja irgendwie mein Berlin ist ja eher wieso oder dann?

00:39:27: später ist es ja eher wie ein Setzkasten.

00:39:29: Das ist ja wenn du in Hamburg bist du noch mal in Hamburg Wenn du in Köln bist du immer in Kologne München sowieso.

00:39:34: Aber aber in Berlin baust du dir irgendwann dein Leben selber zusammen.

00:39:38: aber dafür musst du glaube ich erstmal was über dich selber wissen was du überhaupt möchtest.

00:39:42: und wenn du mit der ja sehr präsenten Orientierungslosigkeit, die viele Leute haben weil sie erstmal nach Berlin kommen und erst mal dieses unübersichtliche Befehl der Möglichkeiten da sehen.

00:39:52: Dann ist glaube ich die Orientierungslosigkeit dein größter Feind, wenn du nicht genau weißt was du willst!

00:39:57: dann bietet sich da nichts an.

00:39:59: Und das ist natürlich in so Städten, die ein bisschen ein klares Gesicht haben, es ist einfacher weil du machst einfach was die meisten machen und dann kommst du schon klar, weil das dann erprobte Wege sind.

00:40:08: und da gibt es viel im Nicht-Platt getretenes Gras und du musst dir halt genau überlegen, was will ich?

00:40:13: In dem Moment wo du weißt, was dir selber Spaß macht, wo du gerne wohnen möchtest... Was du so brauchst damit du zufrieden bist!

00:40:19: Wenn du das weißt.. Dann ist Berlin eigentlich der interessanteste Platz finde ich, weil du dann auf jeden Fall das findest Was du suchst.

00:40:28: Und da stößt du natürlich ans Ende der Fahnenstange in vielen anderen Städten und deswegen habe ich Berlin nie darüber lieben gelernt, dazu stehen und zu sagen unglaublich das ist ja wunderschön hier sondern Ich hab immer gemerkt dass wenn nicht so lange weg war dass sich angefangen hat es zu vermissen.

00:40:45: Diese Zuneigung habe ich eigentlich Berlin für mich besser kennengelernt.

00:40:49: Und das war für mich neu, weil ich eigentlich wenn nicht an schönen Orten war immer währenddessen gedacht hab, oh hier ist aber schön!

00:40:54: Das denke ich in Berlin aber nie.

00:40:57: Ich denke mir auch jetzt will ich wieder nach Berlin.

00:40:59: Nee, aber

00:40:59: habe ich schon in Berlin immer noch, dass es für mich auch so zu Hause geblieben immer und hat mich da wahnsinnig wo gefühlt.

00:41:05: und weil ich in berlin so Nebenkriegsschauplätze für mich gebaut habe alles was da nicht schönes... Ich kenne genau sagen, wo noch Einschüsse sind oben an den Wächtenfassaden.

00:41:13: Ich bin Architektur-Affin auch und weil ich Kunstaffin auch bin habe ich die Stadt anders wahrgenommen.

00:41:18: Dafür ist Berlin toll!

00:41:19: Ja das sag'

00:41:20: ich ja.

00:41:21: Du hast beigem Blick, du kennst dich selber ganz gut und dann überfordert dich das nicht so.

00:41:24: Dann siehst

00:41:25: ihr eben auch nicht mehr dass die Raketen noch liegen im Mai oder so, ne?

00:41:27: Dass man denkt quasi endlich mal in der Weg räumt.

00:41:30: Aber das hat Berlin auch.

00:41:31: Aber dass man so einer isst, ne... ...dass ich bin letztens irgendwo geparkt und lauft da rum und dann denke ich so aktiv.

00:41:35: Manchmal hört man sich ja selber bei aktiven Gedanken zu.

00:41:38: Warum räumt das hier keiner weg, habe ich so gedacht.

00:41:41: Und dachte, jetzt bin ich so einer der so irgendwie so eine leer gefressene Joghurtpackung dahinter her meckert?

00:41:46: Das ist mir sonst egal gewesen.

00:41:48: also das behält ich ja nicht gesehen.

00:41:50: aber wie eben selektive Wahrnehmungen stattfindet immer so pro Lebensphase oder man ist an einer Stufe seiner Privilegien angekommen dass sich das Privilegg hat mich über einen Quatsch aufzuregen.

00:42:01: Man sagt auch oft hast du keine anderen Probleme und das ist ja oft das Ding.

00:42:04: wenn ihr keine anderen Problemen hast, dann haste das Problem ein Beweis für das aktuelle Privileg, in dem man ist.

00:42:11: Und ich bin mittlerweile in einer Lebensphase, in der mich eine hingeworfene Milchpackung aufregen kann, weil ich offenbar kein anderes Problem habe in dem Moment.

00:42:22: Ja, eigentlich gut so!

00:42:23: Ich glaube die älteste Wies sehe ich auch an manchen Dingen... Es gibt erstaunlicherweise in manchen Reichen auches Gelassenheit, dass sehe ich schon auch.

00:42:30: Also sogar erstaundlicherweise im Job.

00:42:32: Das hätte ich nie mal im Leben gedacht.

00:42:33: Ich war so manisch immer und ich bin gerade zu einer Phase ... Das geht schon seinen Weg und so.

00:42:39: Und ich mach das irgendwie, probiere mir neue Felder zu eröffnen oder so ein Geschenk auch.

00:42:45: Oder dass ich mal denke, ich bin da nicht mehr so verrückt auf alles was da ist und hebe nicht jeden Bügel mehr auf und fass alles an dieses ewige Anfassen an

00:42:53: Stoffen.

00:42:53: Ja du bist ... Ich kenne auch so Leute bei der Arbeit die eigentlich dafür da sind in das große Ganze sich anzuschauen, aber trotzdem jetzt nicht in einem Flur einer Kiste vorbeigehen können.

00:43:08: Die da steht und sie nicht wissen was das ist.

00:43:09: Da einmal rein zu gucken, was in der Kiste drin

00:43:12: ist.

00:43:12: Ich bin so ein Unternehmer beim Besen durch abends noch im Kittel.

00:43:15: Wenn alle weg waren gehe ich mit dem Besendurch.

00:43:17: Ich und

00:43:18: die Wolfgang Gruppe, dass du abends dir noch eine halbe Stunde den Vortrag hättest, dass es Licht ausmachen soll?

00:43:22: Ohne Affe!

00:43:23: Aber muss sagen wir nicht, mir geht's vielleicht besser, dann find' ich so eingepackt.

00:43:26: Nee, nicht so, aber ich könnte mit so kleinen Scheiß kann ich mich auch aufregen.

00:43:30: manchmal wenn ich denk bitte... Jetzt nicht alles wegschmeißen, thirty-fünf Briefumschläge und so.

00:43:35: Da bin ich irgendwie vorsichtiger.

00:43:36: oder wenn früher zum Beispiel irgendein Teil runter gefallen war ständig fallen hier Sachen von Bügel.

00:43:40: Als die in Paris waren.

00:43:41: derzeit haben sie gesagt das will unbedingt verkauft werden.

00:43:44: Das habe ich.

00:43:44: jahrelang habe ich diese Sachen geähert als einziger.

00:43:47: Wenn ich abends eine Show machte und ich gehe abends durch, ich bin immer der Letzte gewesen, hab' ich mit denen nochmal so geredet auch mit den Sachen.

00:43:52: Sagst du ach du bist ne gute Plose?

00:43:54: Du wirst dich gut verkaufen!

00:43:55: Du kommst, du wirst was erleben.

00:43:57: da habe ich so richtig gesagt und du könntest es schwer haben.

00:43:58: Die Hose wird schwer haben aber Du hast dich zusammen.

00:44:01: Ja, sie wird schwerer.

00:44:02: Denk die Offen nicht in meinen Kleiderschrank zu gucken?

00:44:05: Nee, aber ich hab eine andere Beziehung zu dir.

00:44:07: Dann gehst du durch, da bin ich so ein Kleider wo ich denke, was da noch passieren will.

00:44:11: Vielleicht machst du schwanger!

00:44:12: Da bin ich im letzten Mal bevor so ne Showabend ist und wenn was runtergefallen ist... Ist immer berutschtbar von Bügel.

00:44:18: Da gibt es immer Kleidungsstücke, die so in die Tent sind.

00:44:20: Die wollen, denkst du schon wieder ist diese Scheißbluse runtergefallen?

00:44:23: Dann sagt man in Frankreichsburg und der Mode, das verkauft sich besonders gut!

00:44:27: Und ich hab irgendwann gemerkt dass ich immer alles aufhebe und jeden Knopf wieder hinlege.

00:44:32: Vielleicht auch Ressourcen sparen ist vielleicht auch aber auch vor Respekt vor dem was da ist.

00:44:37: Und ich habe vor kurzem gewerkt, das ist zum ersten Mal viel was runter und ich dachte dann spring doch doch dich.

00:44:41: Also da hat sie irgendwas verändert?

00:44:43: also dass sich mein Fokus verändert hat.

00:44:44: Ja

00:44:45: gut, aber

00:44:46: das fährt sich nicht anders.

00:44:48: nicht unbedingt.

00:44:49: Also ich glaube, dass ...

00:44:50: hast du eine größere Lässigkeit entwickelt?

00:44:52: Auch wenn du machst ja auch wahnsinnig viel.

00:44:54: und ich muss sagen, ich muss echt sagen als ich jetzt bei euch war, weil dir war, dann war ich, kann man ja sagen, der All um die Geld.

00:45:01: Ich konnte eigentlich gar nicht davon lassen dich anzuschauen und du warst so begeistert von dir wie du da gesessen hast.

00:45:08: Du sahst so gut aus, Klaselich!

00:45:09: Du hattest den schönsten Schmuck, die Uhr, der Look.

00:45:14: Dann saßtest du in einer Souveränität, hast du das gemacht Guck mal, der Klaas.

00:45:19: Was für ein guter Typ!

00:45:20: Also das muss man wirklich sagen.

00:45:21: Das hast du mit einer... Dann hast du so dieses Lächeln.

00:45:24: und dann dachte ich guck mal, Du hast so eine großen Leichtigkeit dacht ich gucke mal.

00:45:29: Ich habe

00:45:29: auch viel verloren in dieser Staffel.

00:45:30: Das muss man auch dazu sagen.

00:45:31: also ich hab den Fokus schon noch ein bisschen schleifen lassen aber es ist lieb, dass du das sagst.

00:45:35: Zum Glück muss man ja nicht soviel machen in unserem Beruf Aber die paar Sachen, also man muss zumindest Freude daran haben Und ich glaube das ist alles was unter egal in welchem Bereich wahrscheinlich Stellt man da mal fest, wenn du in Kontakt kommst mit Leuten.

00:45:49: Wenn du das Gefühl hast, dann macht einer seinen Job gerne, fällensmäßig egal was es

00:45:53: ist.".

00:45:53: dann ist es eigentlich immer eine angenehme Situation sich mit der Person zusammen in etwas zu befinden, wo dieser Job ausgeübt wird.

00:46:01: Dass jetzt ne Fernsehsendung ist und ich zu Hause als Zuschauerin sitze und mir das angucke ... Ich hab das Gefühl, da quält sich einer durch oder der lügt mir was vor oder tut so wie einer, der gar nicht ist.

00:46:14: Das ist immer anspannt.

00:46:16: wenn auch einer scheißfreundlich ist ist nicht das, was er eigentlich denkt.

00:46:21: Das ist eine unangenehme Situation, es willst du da nicht haben.

00:46:25: und ich glaube in der Gelassenheit kann ja auch nur so wie du sie grad beschreibst irgendwann stattfinden wenn man gewisse Sachen schon gemacht hat.

00:46:32: D. h., die Gelassenheiten musst du dir natürlich auch durch dein penibeles Erbsenzählerverhalten vorher erst mal erarbeiten.

00:46:37: und ich habe das große Glück dass... Und das ist wahrscheinlich das wo ich am meisten auch so stolz drauf bin und das hat mit mir persönlich gar nicht so irre viel zu tun sondern eher Bereitschaft, Beziehung zu stärken auch nach innen.

00:46:52: Weil wir ja das alles nur machen können weil wir so unglaublich viele Leute sind die auch seit Anbeginn unserer Fernsehzeit mit dabei sind und wir sehr intensiv und sehr eng miteinander arbeiten und wir uns gegenseitig gut kennen.

00:47:05: Juck und ich sind immer ein bisschen die die vorgeschickt werden die es dann sagen müssen.

00:47:08: aber die Arbeit passiert ja woanders.

00:47:10: Wir sind da diejenigen die das präsentieren können Ob das nur die Klamotten sind, die mir einer anzieht oder die Gags, die mehr einer schreibt.

00:47:16: Oder die Haare, die mich einer kämmt.

00:47:18: Das sind ja alles Leute, die dafür sorgen dass ich dann da rausgehen kann und so tun kann als wäre mir das all selber eingefallen.

00:47:24: Das ist dann mein Part in der Ereignis Kette und den mache ich auch gerne.

00:47:29: Aber es ist natürlich auch der, der am meisten dafür sorgt dass man auch viele Komplimente kriegt die im Prinzip gar nicht an meiner Adresse gehören.

00:47:36: und diese Gelassenheit die man dann da ausstrahlt die kannst du eigentlich nur haben weil Du weißt was funktioniert.

00:47:40: Die können mich einschätzen.

00:47:42: ich muss nicht bei jedem Gespräch dabei sein weil das in meinem Sinne entschieden wird oder mit der Kenntnis der Dinge die ich gerne mag oder dich nicht so gerne mag.

00:47:52: Die wissen genau, was mir peinlich ist oder was mir unangenehm wird.

00:47:55: Oder was mir vollgemacht und... Das habe

00:47:57: ich mal gerade peinlos gesagt!

00:47:58: Ich hatte das vor allem nicht gut erinnert als seine Mutter da war.

00:48:01: Da dachte ich, dass sind ja auch so Momente.

00:48:03: Da hab' ich wirklich mit dir, das ist ja wenn man die

00:48:06: liebt.".

00:48:07: Aber wenn die dann in einem Surroundings, wo man es nicht erwartet.

00:48:10: Das hat dich

00:48:10: mal ... Mit

00:48:13: der Mutter, ich find dir toll

00:48:14: und so.

00:48:15: Ja, aber das ist ein Moment, wo wir uns nicht will.

00:48:17: Man möchte das nicht.

00:48:19: Du kamst dran, hast mir so leidgetanzt?

00:48:21: Nicht

00:48:21: weil man sich freut, dass die Mutter

00:48:22: unberechenbar

00:48:23: ist.

00:48:24: Dann stehst du in so einem Ding und sag, mein Bruder bei so einem Dingen auf einmal steht da mein Brudern Was mache ich denn jetzt?

00:48:32: Also was macht der beruflich.

00:48:33: Ich habe

00:48:33: mehrere und so, das war einer meiner Brüder, mit dem mich eigentlich gar nicht zu gut klarkam.

00:48:38: Der fand es auch Horror, dass sich Fernsehen macht hat, den man gesagt hat, das ist doch schrecklich!

00:48:41: Und so einen Namen rauszudragen, jetzt sie nicht ein Künstlernamen nehmen können.

00:48:44: Das ist ja fürchterlich, ich spreche mich alle auf dich an und so... Aber trotzdem hatte er irgendwie Sehnsucht dann noch dabei zu sein, da war das eben so eine Veranstaltung wo er denn war.

00:48:51: Und dann war er bei der letzten Gast auf der Party und hat damit allen gequatscht, mit allen Fotos.

00:48:57: Dann ist total aufgeblüht da.

00:48:59: Da hab ich nachher ein Fandettempurler, der war ganz zum Schluss ... Ich dachte, das ist etwas, wo ich gar nicht mit umgehen konnte!

00:49:05: Da war ich so.

00:49:06: Na ja, weil du ein Kontrollfreak bist und das ist ... Weil du alles kontrollieren möchtest?

00:49:10: Ich hab's nicht

00:49:10: gewusst!

00:49:11: Das ist etwas da, sonst würd' ich sagen jeder hereinspaziert und so... Aber

00:49:16: der kennt dich halt wahrscheinlich wirklich und er kennt auch Seiten von dir die du vermieden hast die letzten zwanzig Jahre jetzt auszustellen nach außen.

00:49:24: Der Mensch besteht ja nun aus Facetten.

00:49:26: Die sind alle glaubwürdig und gehören alle zu dir Und irgendwann lernt man diese Facetten so einzusetzen dass man nie lügt wenn man eine Seite von sich zeigt.

00:49:35: Aber natürlich verhältst du dich unterschiedlich Menschen gegenüber oder unterschiedlichen Situationen gegenüber anders und es gibt gewisse Facetten, von denen will man nicht dass die im falschen Moment aufblitzen obwohl sie genauso glaubwürdig sind wie die andere Facette.

00:49:47: So und das ist es!

00:49:48: Und solche Leute aktivieren das natürlich.

00:49:50: Du kannst den kannst dir nichts vormachen und der hat dich halt in Situationen gesehen und das weiß man jetzt so unkonkret ohne dass du was konkretes wahrscheinlich verordnest.

00:49:58: und so ist auch mit der Mama Die weiß,

00:50:01: weil die kündig.

00:50:02: Aber ich muss dazu sagen dass ich in dem Moment als sie dann da zur Tür reinkam schon bei ihr.

00:50:07: auch weiß das sie jetzt nicht.

00:50:09: wie soll man sagen hier den den Shark Jump?

00:50:11: also sie wird sich übertreiben und dadurch dass wir nun wirklich ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben ist das alles in Ordnung.

00:50:19: es bleibt eine reale Situation.

00:50:20: meine Mutter hat immer früher damit gedroht.

00:50:22: wenn ich zu Hause genervt habe dann hat sie immer gesagt, wenn ich nochmal so ein irgendwelches Theater mache.

00:50:29: Dann würde sie im Schulkios arbeiten, weil da werden immer Eltern gesucht.

00:50:34: Im Schulkias in der großen Pause da die Brötchen verkaufen und sie hat gesagt, die Zeit nimmt Sie sich!

00:50:39: Da kommt sie jeden Tag hin und arbeitet eine halbe Stunde im Schul-Kios und das war für mich der größte Horror.

00:50:44: Das heißt, sie ist mit dem Bewusstsein ausgestattet dass es Grenzen gibt und die hat sie auch da dann ganz gut respektiert.

00:50:51: und irgendwie bring your parents to work day Warum nicht?

00:50:55: Ich

00:50:55: weiß, als ich Internat ... Als Kind das war mein großer Traum.

00:50:58: Ich hab die Bücher gelesen und dachte, ich will das auch!

00:51:00: Warum?!

00:51:01: Weil ich dachte, weißt du nicht, dann ist man irgendwie ein bisschen weg.

00:51:04: Man ist schon in einer anderen Welt.

00:51:06: Ich krieg eine Selbstständigkeit... Du hast dir das heute

00:51:08: internationales Paket vorgestellt?

00:51:10: Ich war nicht in Saarland.

00:51:11: Das wäre mein Liebstes gewesen.

00:51:13: Ich fand die Gedanken schön, so ein eigenes Zimmer dazu haben.

00:51:16: Und ich war auf Gottes Gnade, weil ich ein guter Schüler war und habe mich nicht genommen.

00:51:21: Weil ich das finanziell der Horarif.

00:51:22: und meine Mutter hatte eine Freundin von früher, die war Nonne in einem Kloster.

00:51:27: Die hatten diese Kloster-Schule.

00:51:28: Dann haben sie gesagt, den geht er übernehmen bei Nehmen?

00:51:30: Das ist ein gutter Junge!

00:51:30: Also ich muss mich mal vorstellen, hab' ich auch gemacht.

00:51:32: Da haben meine Eltern mich dahingefahren...

00:51:35: Wie alt warst du

00:51:36: da?!

00:51:39: Und dann hat meine Mutter, mein Vater auch erst mal so einen emotionalen Vater.

00:51:42: Die haben nur geheult die ganze Fahrt und wir hatten gerade ... Mein Vater kriegte immer die Autos von seinem Chefin.

00:51:46: Wir hatten grad so'n Manta oder so'nen Silbernen.

00:51:51: Manta ja?

00:51:51: Ja, so ein Manta halt mit den Schwarzen

00:51:53: Händen aber das war von dem weg.

00:51:54: Das waren mir schon ... Ich dachte jetzt fahren wir zu der Klosterschule und ich mit dem Manta, roter Ledersitz egal wie dahin.

00:51:59: Meine Eltern waren mal, okay du willst du wirklich dahin?

00:52:02: Dann sind wir da hingefahren.

00:52:04: Da stand diese Schulschwester, Und dann war meine Mutter, die hat dann nur geholpt und gesagt, das ist ein ganz lieber Junge.

00:52:11: Und der Gido ist gescheiten, hab mich da so angefeaturent!

00:52:13: Das war mir so unangenehm.

00:52:14: Der kann ganz viele Gedichte, sag mal als Haufwurzer.

00:52:16: Ich, Mama bitte!

00:52:18: Aber die Wahl, das war einfach Liebe.

00:52:20: Dann will man das nicht, dass sie das noch sagt?

00:52:21: Und dann stehen wir da und dann stehe ich da neben mir nach so zehn, fünfzehn andere Schüler, die mich gar nicht kannten... Diese Nonne, und dann

00:52:29: fährt mein Vater da vorbei.

00:52:31: Und meine

00:52:31: Mutter reißt so was wenn es auf ihn ruft... ...und geben sie ihm genug zu trinken?

00:52:35: Er trinkt so wahnsinnig gern!

00:52:37: Und das stimmt überhaupt nicht.

00:52:38: Ich hab gar nicht mehr getrunken als andere Kinder.

00:52:40: Dann hat die gesagt, nein, wir lassen ihn nicht verdursten.

00:52:43: Und dann dachte ich, Mama.... Das hast du jetzt nicht gesagt.

00:52:47: Und dann haben die mal gesagt, na Wasser und so.

00:52:50: Aber

00:52:50: ich glaube es war

00:52:51: Liebe

00:52:52: aber auch ein ganz interessantes Missverständnis wenn man denkt da will einer mit vierzehn ins Internat das muss ja bestimmt schrecklich bei dem Zuhause sein.

00:53:00: Nein!

00:53:00: Ne genau ich glaube genau das Gegenteil ist der Fall.

00:53:02: Und wie du das?

00:53:03: wir haben uns ja da glaube ich schonmal so ein bisschen drüber unterhalten aus was von einer liebevollen Familie du kommst Weltvertrauen.

00:53:11: Was man ja braucht, um zu sagen ich komme da schon irgendwie klar und du hast irgendwie eine positive ungefähr Idee davon was es ist wo du das nicht wissen kannst warst dann noch nie und hast natürlich auch begrenzte Informationsmöglichkeiten vorher d.h.

00:53:23: Du fantasierst dir erst mal was Positives dahinein.

00:53:26: Das zeigt schon die Abwesenheit von Angst und von mangelndem Selbstbewusstsein.

00:53:30: Und das sind ja alles Dinge die du dir sowieso eigentlich in der gesunden Weise nur aneignen kannst wenn's schön war Zuhause oder wenn tolles zu Hause Wenn du ein gutes Verhältnis hast wenn du wie du sagst emotionale die mit denen du reden kannst oder auch genau weiß, wenn ihr da in drei Monaten alles in den Bach untergeht.

00:53:44: Dann kann's doch wieder nach Hause ohne dass da einer sauer

00:53:46: ist.".

00:53:46: Und die würden nicht sagen, oh Gott das ist in die Hose gegangen.

00:53:48: Genau!

00:53:48: Die würden dann sagen, gut war nix und nächstes Mal so ne?

00:53:52: Ich glaube das ist das Missverständnis, dass so Kinder, die einen Wunsch entwickeln mit vierzehn-fünftzehn, dass man selber vielleicht als Eltern denkt was mach ich denn falsch, dass der hier unbedingt weg will oder sie.

00:54:02: Ich glaube... Da hast Du das Teschieren, was ein junger Mensch da braucht extrem gut geparkt.

00:54:09: als Eltern, wenn dieser Wunsch aufkommt zu sagen ich möchte es mal ausprobieren.

00:54:13: Weil da ja viele sind die eigentlich gar nicht wollen, die werden dann zum Teil auch wegzieht und haben ja keine Zeit

00:54:17: oder so.

00:54:18: Ich fand das ein wahnsinnig

00:54:20: schöner Korrektium.

00:54:21: Ich bin noch

00:54:22: am Wochenende nicht unbedingt nach Hause gefahren, sondern einfach mit den anderen mit zu deren Eltern.

00:54:27: Ich fand das so gut, die wird.

00:54:28: Ich dachte, mein Gott, könnte ich nicht noch adoptiert werden?

00:54:31: Das war immer ein Ding mit der Freude.

00:54:32: Ich hatte mich nie für meine Eltern, nie für irgendetwas geschämt, wo ich erkenne.

00:54:36: Es waren viele, die vermögend waren und so, die hatten tolle Geschichten.

00:54:40: Aber ich dachte auch, nee, das läuft schon ganz gut bei uns!

00:54:42: Aber ich hatte trotzdem eine große, große Freude daran, schon früh zu sagen, jetzt bin ich selbstständig und kann meine Geschichten selber machen.

00:54:49: Und das hat mir heute extrem geholfen.

00:54:52: Und du grad sagst, dass Eltern das auch machen.

00:54:55: Als mein Vater starb!

00:54:56: Das war so ein Letzte-Tag zu seines Lebens eigentlich.

00:55:00: Und dann hat man gesagt, der wehrt ja auch so Moor immer und hat gesagt, sterben sollang, weil ich das wusste gar nicht.

00:55:05: Ich habe gesagt Papa, ich hab da auch keine Erfahrung oder so.

00:55:08: Wichtig, ne?

00:55:08: Dann haben wir das gesessen, hatte ich ihn so im Arm... ...und dann dachte ich irgendwann, das muss ich das einmal sagen.

00:55:12: Das habe ich glaube ich nie gesagt, obwohl er das wussten habe.

00:55:14: Ich sagte, ach Papa, sage ich... Was wäre ich ohne dich gewesen?

00:55:18: Ich hab dir eigentlich alles zu verdanken und das würd' ich auch sagen, weil er mir so viel beigebracht hat.

00:55:22: Und dann sagt ihr zu mir... Ach, Gido, lass uns doch jetzt bitte keinen Scheiß reden, sagt der!

00:55:26: Weil

00:55:26: er genau so gesagt haben, hat er gesagt, gido ganz ehrlich du hast dir gar nichts zu verdankt, dass du das selber gemacht hast.

00:55:31: Wir haben als Mama nicht immer als Kind schon ... Ich hab mal gedacht, als Eltern, mein Gott, der Kido, wir müssen uns eigentlich mehr.

00:55:36: Der macht immer alles alleine.

00:55:38: Die anderen müssen immer betreut werden und er macht schon sein Ding.

00:55:40: Und du hast eigentlich immer ... Und dann sagt er, das mit dazwischen hast du mich auch nie enttäuscht!

00:55:44: Dachte ich wie verrückt ist das denn zu hören?

00:55:46: Und ich glaube in so einem Moment sagt er die Wahrheit.

00:55:48: Ich glaube schon dass sie ihm sicher enttäuscht haben aber es ist nicht geblieben.

00:55:51: Das Gefühl, wo du grad sagst, dass man Jungen weg wollte und ein anderes Land.

00:55:55: Die Anderen waren ja alle noch da und ich wollte auch weg ins andere Land wenn bei uns Die Tieflieger kamen von der Bundeswehr und haben sich alle die Ohren zugehalten.

00:56:01: Ich dachte, wann kann ich damit?

00:56:03: Ich hätte sofort ... Also, ich hab Aktienzeichen selbst von ungelöst gesehen.

00:56:06: Hab ich gesehen, dass mein Junge nach ... Der wurde nicht ... Er wurde nach Holland entführt, dem ist nichts passiert.

00:56:12: Muss man sagen, er ist einfach nur mitgenommen worden.

00:56:14: Und ist dann da irgendwie in so einem Club oder so.

00:56:15: Dann dachte ich mir, das wär's!

00:56:17: Wenn jemand kommt aus Holland, wäre nicht schlecht.

00:56:20: Was ihr auch verliebt wie Zeit.

00:56:21: Wirst

00:56:22: du auf Spielplätze rumgelaufen und hast noch Süßigkeiten gefragt?

00:56:24: Nein, Ongklappon

00:56:25: muss sein.

00:56:26: Aber heute will ich es zeigen.

00:56:28: Aber das war eine große Sehnsucht zu sein.

00:56:30: Ich möchte, ich trau dieser Welt!

00:56:32: Und das ist ja das Wichtigste, dass Maas gefühlt hat... ...ich bin irgendwie auch ready und es ist bei dir sicher auch der Fall gewesen.

00:56:38: Wir kommen hier aus einer ähnlichen Welt oder?

00:56:41: Das wird bei dir doch auch sein.

00:56:42: Die haben wir endlich geplant.

00:56:43: Ach, der kleine Glas.

00:56:44: Der wird mal auf jeden Fall von meinem großer Fernsehstar.

00:56:46: Ja

00:56:46: die haben mich machen lassen.

00:56:47: Das ist also mein Vater genauso, der sicherlich eine klassischere Vorstellung davon hatte wie das alles so werden soll.. ..und er wusste aber auch irgendwann Entweder lässt man ihn jetzt machen, also es bringt gar nichts.

00:57:00: Mich jetzt in irgendwelche Formen rein zu pressen, in denen ich offenbar ja auch nicht zurechtkomme.

00:57:05: Das heißt wenn er dann über irgendwelchen Kontakte, die er hatten hier so einen kaufmännischen Beruf da besorgt hätte oder eine Ausbildung... Weil

00:57:11: der Kaufmann eigentlich sein Vater?

00:57:12: Ja,

00:57:12: ein Stick-Kaufmann und hat aber auch ... Sendungsbewusstsein hätte auch was anderes machen können, aber so war das eben in der Generation.

00:57:19: Dass er dann das gemacht hat und dabei blieb und so wahrscheinlich auch eher durch seinen Kommunikationstalent als jetzt durch sonst etwas trocken ist, hatte eigentlich eher sein Job gemacht und hat auch eben durch seine Art wieder so warm dafür gesorgt dass er noch gar nicht so viel arbeiten musste.

00:57:34: Und das liefen wir so alleine.

00:57:36: Die schlimmste Erfindung war das Auto-Telefon.

00:57:39: Da war man dann irgendwann nachvollziehbar, wo man

00:57:43: ist.

00:57:43: Ja klar und vor allem war man immer anrufbar, ob man wirklich unterwegs ist.

00:57:48: Früher hatte man auch es für die Fake-Leute.

00:57:49: Es gab sogar Hörer fürs Auto.

00:57:51: Das konnte man auszutun.

00:57:52: Das könnte man in einen Zigarettenanzünder reinstecken.

00:57:54: haben viele früher auf der Autobahn so hängen?

00:57:56: wie sieht's aus?

00:57:57: Was heißt das da?

00:57:58: Aber wie alt ... Der Warter blängt, der ist schon lang tot.

00:58:03: So jung, na?

00:58:04: Ja.

00:58:05: Konntest du dir richtig verabschieden und so?

00:58:07: Das

00:58:08: ist ja ein großes Glück für

00:58:09: mich.

00:58:10: Wie gesagt auch da immer ein gutes Verhältnis gehabt und ganz anders als zu meiner Mama.

00:58:17: aber wenn wir immer ein gutes Verhältniss haben uns als Erwachsene natürlich in gewisser Weise auch noch kängler nicht als richtig Erwachsener weil Dreiundzwanzig warst er selber.

00:58:25: Der ist mal jetzt eben nicht vierzehnvierzig und hat schon gewisse Sachen gemacht sondern das ist noch viel in Planung was die persönliche Entwicklung angeht, was vielleicht auch so gewisse Lebensrealitäten sind, die man jetzt gerade erst dabei ist herzustellen und so.

00:58:40: Aber auch da habe ich immer ein großes Vertrauen gespürt und nein, ich war das komplett begleitet und war die ganze Zeit mit dabei.

00:58:48: Und hab in all der Tragik, also die brauchen wir ja nicht beschreiben, es ist ja klar... Was besonders ist dass man in aller Tragic habe ich durchaus auch ein paar ganz heilsame Erinnerungen an diese Zeit.

00:59:03: Und das finde ich eigentlich gut, also dass es traurig und schlimm ist und so... Das ist ja unnötig zu sagen!

00:59:11: Was für ein Leben würde ich auch sagen?

00:59:12: So war mir auch so.

00:59:13: Ich habe immer als Kind schon mal gedacht was wir, weil ich so abhängig auf und nicht abhängiger war aber wenn ich die auch so gerne hatte dann dachte ich Scheiße wie viel das man als Kind hat, wo ich schon einen Mensch lieb hab denn ich musste mich immer so beten als Kind.

00:59:26: Da dachte ich immer, bitte lass die lange da sein.

00:59:29: Das bleibt auch.

00:59:30: und wenn das dann wirklich passiert ... Dann denkt man, wir müssen das irgendwie festhalten!

00:59:34: Und dann ist es ja eine seltsame, dass ihr das Seltsamste und das Schwierigste auf der Welt würdet was sagen könnt, wo du etwas liebst und merkst, das kannst du nicht halten, wenn jemand kaputt geht, das kann sich immer wieder reversen oder reparieren, nimmst du was anderes.

00:59:48: aber so Menschen?

00:59:50: Das ist ja die heilige Kralle.

00:59:54: Denke ich so oft, denke ich jetzt nicht gestern Abend noch, da ich irgendwie spät zurück und hatte noch so ein Essen mit Freunden.

00:59:59: Und dann klingst du unter tausend Geschichten und Unzulänglichkeiten.

01:00:02: Da habe ich doch schnell Nachrichten geguckt und dann dachte ich was läuft denn da?

01:00:07: Was passiert gerade los?

01:00:08: Ich meine, was ist da los?

01:00:09: Die ganzen guten Menschen die alle genauso wie jeder von uns Alltagswucht lieber Zukunft haben möchte und so.

01:00:17: je unterbrochen durch so ein Scheiß, was das da ... Also wie es wahrlos Menschen entscheiden darüber.

01:00:22: Dass manche wirklich da geopfert werden und sich auch opfern für Scheiße, wenn er

01:00:26: nicht ist.

01:00:27: Aber der Samen wird ja gesehen in der Familie und in den Gesprächen darüber.

01:00:30: Und in dieser Entsachlichung der Umstände.

01:00:34: Dass wir das natürlich immer, je nach Entwicklung oder so.

01:00:37: Ich hatte immer die Gelegenheit mit meinen Eltern dann über das Drumherum zu sprechen von der sie ja ganz gut einschätzen.

01:00:43: konnten, was ich in welcher Form jetzt hören muss.

01:00:46: Damit ich ungefähr verstehe worum es geht und das sind natürlich sage ich mal Varianten der Erzählung um die Welt, die einen dann gegenwärtig umgibt so dass ich das verstehen kann und das am Ende ja die eine Sache wächst, die einem ja umso totalitärer das drum herum wird, desto mehr wird's einem als Schwäche ausgelegt empatische Gefühle zu haben zum Glück gewandelt hat, aber im Begriff war zu wandeln als ich groß wurde.

01:01:19: Hatte ich auch Glück, dass ich irgendwie tolle Freunde hatte im jünglichen Alter und so, aber eben auch Eltern die oder auch ein Vater der ganz anders groß geworden ist, der aber am Ende Wert darauf gelegt hat zumindest wenn man dann mal tiefer eingestiegen ist in irgendwelche Gespräche oder so wert darauf gelegt hat das man auch einen Mitgefühl entwickeln kann.

01:01:40: Das ist eine von den Sachen, die du in dieser Tasche finden musst.

01:01:46: Die du am letzten Tag zu Hause in die Hand gedrückt bekommst und gesagt hast, da sind jetzt alle Fähigkeiten drin.

01:01:52: Die brauchst du viel Spaß damit.

01:01:53: Nutze sie.

01:01:54: weise wird auch mal schief gehen und mal wirst du das falsche Werkzeug rausziehen und das vielleicht als hinterher ermerken.

01:02:00: aber es ist eigentlich alles da drinnen.

01:02:01: also mach mal dein Ding.

01:02:03: Verlierst auch Dinge aus diesem schönen Koffer?

01:02:05: Ja,

01:02:05: verlierste auch genau.

01:02:07: Aber auf was du auch sagst diese Zeitwahrnehmung wenn man Wenn man als Kind sich schon so die großen Fragen stellt und sagt, wie wird das dann mal?

01:02:13: Also ich sag jetzt mal die angsteinflößende Seite von einem innen Verhältnis ist ja dann so der Ja die Verlust Angst.

01:02:23: Und das ist ja auch von der Entwicklung des Gehirns irgendwie ganz gut gesteuert dass ein Dass als Kind alles unendlich vorkommt, dass man zeitlich einschätzen kann.

01:02:34: Du kannst Tage kaum einschätzen!

01:02:36: Also sechs

01:02:37: Wochen Sommerferien sind ewig und ich glaube... Ich frag mich oft gefragt woran liegt es das?

01:02:42: Wenn du älter wirst hast, du denkst die Zeit ist so schnell weg wenn nicht so viele Leute hinter mir ab einer Tankstellen drängeln Opa dann lass dich den vor weil ich denke der hat wenig Zeit er muss rennen.

01:02:51: aber wenn du kind bist kannst du ruhig mal einen Moment warten weil dann ist die Zeit viel viel länger und ich glaub es nicht daran.

01:02:56: Du musst, wenn du älter wirst aus dieser Routine ausbrechen.

01:02:59: Routine macht dir das Leben schnell, frisst es auf!

01:03:03: Wenn du aber... Immer wieder Neues machst.

01:03:05: Das merkst du auch, wenn du so Reisen machst und bist in fünf Tagen musst du sechs Dependaußen oder so hinbekommen und machst das.

01:03:11: Und auf einmal weht das wie sechs Wochen!

01:03:13: Du denkst wie lange war ich weg?

01:03:14: Weil du viele neue Eindrücke hattest.

01:03:17: Das ist im Grunde ein... der Alltag ist der Killer für alles.

01:03:20: Du

01:03:20: brauchst kleinere Einheiten.

01:03:21: Ich glaube, dass ist das Ding und man neigt dazu als Erwachsener sich den Stress vom Leib zu halten.

01:03:28: dem man sich vom Leib hält, ist auch oft die Vielseitigkeit des Alltags.

01:03:32: Also wenn du viele kleine Feuerchen löschen musst weil du nicht anders kannst dann hast du auch viel verschiedenes zu tun.

01:03:36: und man sagt doch immer Leben ist das was passiert, wenn man...

01:03:39: Life is what happens to you during your busy making of the plants.

01:03:42: Wenn man aber beschäftigt ist die Pläne zu machen und das ist schon ein bisschen so und irgendwann musst du das nicht mehr machen.

01:03:48: Irgendwann hast du die Gelegenheit alles so einigermaßen geordnet hinzustellen.

01:03:53: Du sagst selber, musst du dir das ein bisschen verordnen.

01:03:56: Umso mehr kleine Überschriften du schaffst, desto mehr verschiedene Schubladen in denen du Erinnerungen ablegen kannst hast auch im Kopf und das ist die Zeitwahrnehmung glaube ich.

01:04:05: Ich denke mal mal auch so viele Menschen... Also auf sich aus als mein Vater so geblieben ist ja dieses Ding, du bist ja hab' ich gefangen in so einem In so einem Kasten, das ist ja Modellekommens.

01:04:13: Welche Talente du hast?

01:04:14: Wie viel Wattabrennen ... Das ist alles Dingemöglichkeiten auch oder so.

01:04:18: Das ist schon begrenzt.

01:04:19: Du weißt ja gar nicht.

01:04:19: wie jeder von uns hat einen DNA, die dich vielleicht nicht ewig leben lassen wird.

01:04:23: Die hat irgendwie eine Schwachstelle, wenn du Pecherst dann dir das Leben auch nimmt.

01:04:27: Also es ist ein Rahmen, der einfach so ist.

01:04:30: Modellerkommens, was du tust, egal!

01:04:32: Dann gibt's aber immer diese Idee dass Leute ja probieren.

01:04:34: Fertige Kästchen zusammen gebaut, das haben wir komplex, legen sie in ihr Quadrat rein Und dann ist es schön, wenn du das irgendwann voller hast.

01:04:42: Dann denkst du auch die Sehnsucht da, du musst es ja füllen.

01:04:44: und dann bist du ständig, wenn Du nicht genug bekommen warst oder das Gefühl hast oh, die anderen haben ja mehr!

01:04:49: Dann siehst du immer diese Lücke weil einfach so eine Quadrat in so einem Quadrat einfach die Probleme macht, weil du immer siehst was defizitär is'.

01:04:58: Und da hat mein Vater immer gesagt... Mein Lieberschatz hat er gesagt, du musst immer gucken alles was du machst und wenn es noch so beschissen läuft.

01:05:05: Wenn's kleiner groß ist macht da was Drondes draus hat der gesagt mach eine runde Sache dass das in sich beweglich bleibt das legst du da rein.

01:05:12: und dann wenn etwas rauskommt ist es nie so dass da nicht Bewegung ist sondern du kannst mit den Möglichkeiten spielen.

01:05:17: und wenn dann alles weg ist hat er So die Chance da, das was passiert.

01:05:23: Da hat er mir damals so ein kleines Spiel geschenkt.

01:05:26: Das kennen vielleicht noch Kinder.

01:05:27: Das ist so ein Brett wo nur zwei Löcher drin sind und für die Tasche zu beruhigen.

01:05:31: Das sind zwei kleine silberne Kugeln.

01:05:33: Und man muss schaffen, dass man das... Und das war eine wichtige Message, was ich oft auch Leuten sage Man kann es nicht komplex machen du schaffst es nicht etwas perfekt zu machen Die Zeit erlaubt es dir nicht und auch die eigene Wahrnehmung erlaubtest ihr nicht weil du

01:05:50: immer

01:05:51: Defizitär bist in Dingen, du wisst es nie perfekt mal.

01:05:53: Das einzige finde ich was mich rettet oft rettete das Liebe würde ich sagen Zuneigung und Kunst und irgendwie Unterhaltung.

01:06:03: dass ich manchmal wenn ich muss Ausstellung gehe oder ich habe jetzt gerade von Robert Wilson so ein unglaublich schönes Theaterstück gesehen der Sandmann in Düsseldorf Und ich war zu Tränen gerührt.

01:06:14: Ich sitze da mit Fünfhundert anderen und ich, dahinter mir in der ganzen Gruppe, die haben mir erlaubt.

01:06:19: Die Schulterstande Gido ist da und so.

01:06:20: Und dann ging das Licht aus, dann war ich eben auch Gido wie alle... ...und dann denke ich!

01:06:25: Wie bin ich dem Leben dankbar, dass ich mich dann begeistern kann für das was da ist.

01:06:29: und du bist nach einem guter Film nachher oder so.

01:06:32: Du bist nachher denkst wo war ich?

01:06:34: Da bin ich im Laden war in einer Boutique und es war besonders schön!

01:06:37: Und dann weiß ich nicht mehr ob wenn ich von rechts oder von links zu kommen kennst du diesen Moment?

01:06:40: Ich war doch eigentlich aufm Weg aber obwohl ich mich gut orientieren kann bin ich verloren.

01:06:44: Und diese Momente dieses etwas als etwas rundes... Dann spüre ich das Runde.

01:06:49: Dann denke ich Mensch.. Oder wenn ich Menschen treffe die die so in mir nachhalten, dann denk ich du kleine Kugel.

01:06:56: Dich leg' ich da jetzt

01:06:57: rein.".

01:06:57: Dann bleibt das irgendwie beweglich und das macht es auch leichter!

01:07:00: Und wir leben einer Zeit wo's ja so darum geht dass du Dinge eigentlich klar machst, das muss irgendwie organisiert sein... ...und je älter du wirst, desto schwerer wird das ja auch.

01:07:09: Sieht ihr immer schwieriger?

01:07:10: Weil du ja auch selber merkst, ah dort will ich gar nicht fertig machen das Ding und dann läuft es einfach nicht mehr rund.

01:07:16: Das ist ja nur in Bewegung bist du ja beweglich.

01:07:21: Was sonst denkst du ja?

01:07:22: Du trist die auch Leute, die sind ja eine Qual.

01:07:24: Es gibt ja Menschen, die blockieren dich ja und du denkst jetzt nicht der schon wieder.

01:07:28: was gibt das für Unruhe aus Scheiß entstanden wo es wirklich gar kein Niedes, wo du keine Idee hast wie leicht es sein könnte.

01:07:38: Und da merke ich halt dass älter werden Sinn macht wenn man dann spürt komm da steige ich jetzt aus Freunde.

01:07:44: Das ist auch etwas was man lernen muss.

01:07:47: Manchmal finde ich dann auch die Menschen, die man verloren hat.

01:07:50: Da merkt man eben das, dass du als Mensch in deinem Leben unersetzbar bist.

01:07:54: und wenn da einer fehlt, fehlt der Einwachpunkt aus.

01:07:57: Du musst auch mit klarkommen!

01:07:58: Das sind die Dinge so... Aber jetzt bevor wir... Wir sitzen ja auch schon, wir haben... Dies ist die Quatscherei mit den guten Leuten.

01:08:04: Ich hab' ja es eine Rubrik jetzt, wie du hast ihn gar nicht gefragt.

01:08:07: Ich habe hier ein Rubrik.

01:08:09: Nicht umsonst irgendwie, sodass man einen kleinen Stück mitbringt.

01:08:12: Irgendwas, was einem etwas bedeutet weil ich weiß, als Textilhase Das Klamotten, das Können.

01:08:17: Das kann alles sein.

01:08:18: und es gibt irgendwas wo man denkt wenn ich das an habe dann läuft so dass es gibt's hier was in deinem Leben wo du sagen würdest da?

01:08:24: Ich weiß du hast was mitgebracht hast du sogar an?

01:08:26: Ja.

01:08:26: Gibt´s das?

01:08:33: Ja es gibt.

01:08:33: also müssen wir kurz erklären.

01:08:35: Also ganz anders als wahrscheinlich bei dir hab' ich eigentlich mich immer auf andere Sachen konzentriert Und so Klamotten und überhaupt Kleidung und so war für mich nie so ein Riesending weil ich mich zu wenig darum gekümmert hab und ich hatte immer Leute die mir gesagt haben, zieh das an.

01:08:53: Und ich hab immer gesagt ja, ich hab dir was anderes konzentriert und gesagt okay, ich ziehe das an wenn ihr euch alle drauf einigen könntest gut aussieht dann mach ich

01:09:00: das aus.

01:09:01: Ja, mal ja, mal nein.

01:09:03: jetzt Fotos belegen dass es mal eine gute mal schlechte Idee war da immer darauf zu hören.

01:09:08: aber was ich auch öfter hatte ich habe viel Klamotten geschenkt bekommen also von irgendwelchen Firmen und von irgendwas die sahen noch hübsch aus fand ich auch gut und ich hab aber gemerkt Irgendwie keine Verbindung hatte zu den Sachen, weil mir waren die auch egal oft und so.

01:09:23: Und irgendwann gab es gar nicht so lange her, hab ich dann immer gesagt, nee jetzt will ich das irgendwie nicht mehr?

01:09:29: Dann habe ich ganz viel gespendet und weggegeben und wirklich säckeweise da rausgetragen und alles weggetan und alles irgendwie... Auch gute Sachen weggegeben von denen ich das Gefühl hatte ist mir das alles egal.

01:09:41: Da haben wir ein paar neue Sachen gekauft.

01:09:43: Ich fange jetzt, ich ziehe das erste Mal in meinem Leben so erwachsenen Schuhe an.

01:09:47: Ich hab normalerweise ... Ich habe immer so ... Wachstagsschuhe.

01:09:50: So Schuhen angehabt auf diese ganzen Dad-Sneaker, die man momentan so tränig sei nicht immer aus wie ein amerikanischer Rentner, der durch Portofino läuft mit einer weiten Hose und diesen New Balance-Schuhe, mit dem man gut laufen kann, wenn die Knochen nicht mehr so mitmachen.

01:10:04: Und so sah ich eigentlich immer aus, wie einen achtzigjährigen Amerikaner in einer Amalfik-Küste

01:10:12: Und die Amis können das ja auch im

01:10:14: Allgemeinen.

01:10:14: Die haben mir

01:10:15: mega sportlich, da hab ich die ersten Renten habe in Amerika gesehen, die alle mit Tundschummern ran.

01:10:19: Ja ist auch schlau!

01:10:20: Absolut

01:10:21: gescheit!

01:10:21: Warum sollst du dir so komplizierte harte Schuhe anziehen wenn du irgendwie Gicht in jedem Kapsel hast?

01:10:27: Das ist ja Quatsch!

01:10:30: Aber dann dachte ich auch irgendwie... ... muss ich diese Phase dazwischen, bevor ich dann jetzt wieder komplett... Die muss ich auch noch einmal wenigstens leben und habe angefangen mir richtige Schuhe zu kaufen.

01:10:39: Das sind so die ersten Schuhen, die ich habe,... ...die sich nicht anfühlen, als hätte ich mich jetzt als Erwachsener verkleidet.

01:10:46: Da sind immer hier italienische Lederschuhe.

01:10:47: Ich hab schon vergessen, wenn man hier mag und die habe ich mir gekauft.

01:10:50: Und die finde ich gut und warte jetzt darauf, dass ich die jetzt noch mehr runter... Das

01:10:54: wird passieren?

01:10:55: Ja das sieht man schon auf dem besten Weg dahin!

01:10:57: Also ich warte da drauf, dass die so... Ja, ihre Geschichte selbst

01:11:01: zu erzählen.

01:11:02: Unser Vater guckt mal das in die Schuhe vom Kappern.

01:11:04: Die hatte der immer an jeden Tag.

01:11:07: Wir kennen ihn

01:11:07: gar nicht anders.

01:11:08: Das ist eine

01:11:09: serielle Schule für alle, die es nicht zusehen können.

01:11:11: Mein erster Schritt Richtung Erwachsenen werden... Ich habe ja nun oft das Problem, dass ich auch im beruflichen Umfeld jetzt nicht dazu animiert werde, jetzt wahnsinnig erwachsen mich zu verhalten.

01:11:18: Einfach weil das nicht die Anforderung ist, die mir entgegenkommt.

01:11:21: D.h.,

01:11:22: ich muss in Privat leben und viele Lebensphasen ausleben, die beruflich nicht abgefragt werden.

01:11:27: Und deswegen ist das Symbol meines Erwachsenwerdens definitiv.

01:11:32: jetzt über gute Lederschuhe.

01:11:33: Aber

01:11:33: es sind gute Ledeschuhe und ich finde, ich mach's genauso!

01:11:36: Ich lass immer die obersten raus also ich mache das nie bis oben hin und ich find auch gut...ich bin ja für so reingeschlüfft ganz gut zu haben.

01:11:43: Ja, ich hab so Schiesorgen an.

01:11:44: Das ist auch nicht so richtig schick aber....

01:11:46: Aber mit denen kannst du was machen, mit denen kannst du unterwegs haben.

01:11:49: Ich glaube auch, ich bin ja so ein Flüchtlings- Erinnerungskinder, wo ich gleich dabei war als Kind immer gesagt habe, ich hab den Bollerwagen geschoben und die dabei war.

01:11:55: Ich muss sagen, wenn ich in der Bollervagen sehe, seh' ich mich da wie ich nach Schlesien hingegangen bin!

01:11:59: Und denke, ich habe sie drüber gemacht und so... Das war

01:12:01: in meinem Fall auch meine Oma aus Schlesiens, oder?

01:12:03: Achso,

01:12:03: auch

01:12:03: Schlesient?!

01:12:03: Ich wusste es!

01:12:04: Soll ich dir was sagen?

01:12:05: Ich wusse, dass Schlesiend drin ist.

01:12:07: Hast Du auch eine Affinitie zu Coney dran?

01:12:09: Schmeckt dir?

01:12:09: Mach's doch

01:12:10: gerne!

01:12:10: Du bist nicht dicker, aber das ist hier in den Schlesieren eigentlich

01:12:15: nicht.

01:12:15: Ja, auch.

01:12:15: Das ist bei ... Vom Vater immer gesagt, wir sind gemacht für die Masse oder die Zucht.

01:12:19: Leider können wie beides!

01:12:20: Aber ich find das schlesisch.

01:12:22: Schmeckt irgendwie gut und isst die auch beim Bollerwagen rüber?

01:12:24: Ja,

01:12:25: klar im kleinen Bruder.

01:12:26: Ich hab alles verhalten was sie mit hatten.

01:12:28: Ich habe eine große Tasche mit allem Harb und gut was auf dieser Reise mitgenommen wurde ja.

01:12:33: Die Oma hat immer gesagt du musst deine Freunde danach aussuchen ob dem mit dir den Bollervagen auch schieben.

01:12:38: Und das stimmt

01:12:39: nicht

01:12:39: glaube man mit so Schuhen kommst du durch.

01:12:41: Klass mal lieber, wir sind über der Zeit schon und so.

01:12:44: Es war ein großes Vergnügen!

01:12:45: Ich bin

01:12:46: sehr froh dass du da was dankt, ich weiß wie aktiv du Einsatz bist und dass du gekommen bist.

01:12:51: Wir machen das remote.

01:12:53: Dann hab ich gesagt, nein der Claas kann trotz der, und da hab ich echt gefreut.

01:12:56: Nee,

01:12:56: ich komm gerne ... Und wie gesagt, ich hab ja sonst irgendwie mangelt nicht unter Arbeitslosigkeit oder anderen Möglichkeiten mich irgendwo dazu zeigen aber mit deinem Podcast ab und zu mal angehört und find das immer interessant.

01:13:11: Wie kennen Sie das schon eine Zeit lang?

01:13:12: Ich komm gerne zu dir!

01:13:14: Es gibt so gewisse Einladungen, da gehörte sich das auch nicht hinein zu sagen.

01:13:18: Vielen Dank.

01:13:18: Jetzt habe ich jetzt zum Schluss wie du es vielleicht auch weißt, mach Make-up-Wish.

01:13:26: Dieses Make-Wish ist mir wichtig, weil ich meine das hat irgendwas von was selbstlos.

01:13:30: Und diese Selbstlose finde ich gerade wenn wir so im Fernsehen oder irgendwie aktiv sind dann muss man auch manchmal irgendwie etwas wünschen wo ich denke wenn man Wunsch frei hätte oder so.

01:13:42: jetzt kann es ganz persönlich sein.

01:13:43: kannst du auch sagen Komm, ich möchte auch mal datet hier.

01:13:46: Jutlaufen mit den Schuhen... Du kannst mir auch deinen Quote nachdenken.

01:13:49: Du kannst fängen wo du willst.

01:13:50: Kannst dich ausschauen, wo das sein sollte?

01:13:51: Kannst auch zur Matze hängen, indem wir ja beide so

01:13:54: liegen.

01:13:54: Ich hänge das hier zum Matzen.

01:13:55: Hänge

01:13:55: und befreut sich!

01:13:56: Genau.

01:13:56: Komm, leicht dahinter gucken

01:13:58: wir nach.

01:13:59: Immer so

01:13:59: bist du im Windschatten?

01:14:03: Nein gar nicht.

01:14:04: Der mag ja gerne, dass er jetzt vor mir hängen muss.

01:14:06: Nee nee, gar nicht, ich hab mehr Alter für dich.

01:14:07: Vorab so der Besündigkeitsstörung- und Mittelpunktsbedürfnis kennst du doch

01:14:11: Ja, ich muss sagen.

01:14:12: Ich bewundere mich bei Menschen die so in den zweiten Reihe ziehen.

01:14:15: Aber

01:14:16: ich kann es nicht!

01:14:16: Ich bin so ein Frontschwein und da würde ich gar nicht anfangen.

01:14:20: Besser man weiß das wieder

01:14:21: sich.

01:14:21: Achterbahn.

01:14:22: Erste Mal gefahren in meinem Leben.

01:14:24: Wenn ich das mache, mach' ich das in der ersten Reihe.

01:14:26: Wo ich Schiss hatte, bis zum Gittich mehr.

01:14:28: Es ist

01:14:29: einfach gut, wenn man das über sich selber weiß.

01:14:31: Dann kann man das besser einschränken als wenn man immer so tut wie gar nicht.

01:14:35: Nein!

01:14:35: Das gibt ja auch so Probenente.

01:14:37: Ich bin gar nicht dominant aber es ist mein Anfang.

01:14:39: Ja genau und dann nerven die noch mehr weil sie ja nicht mehr daran arbeiten.

01:14:42: Gibt's einen Wunsch?

01:14:43: Ein

01:14:43: Wunscht?

01:14:44: also der persönliche Wunsche den man immer hat bezieht sich ein bisschen auf die Möglichkeiten.

01:14:49: Also ich glaube wenn für mich was wünsche, dann wünsche dass ich in fünf oder zehn Jahren in solchen Zeitabständen immer noch das Privileg genieße, mich für das zu interessieren und was mich dann interessiert.

01:15:01: Dass ich meine Zeit mit dem verbringen kann, was sich gut finde – und ich hoffe, es ist etwas anderes als jetzt!

01:15:08: Das ist so eine sehr allgemeine Formulierung.

01:15:12: aber ich glaube schon so, dass man das Gefühl hat, egal in welcher Phase man gerade steckt, von den Schicksalsschlägen verschont bleibt, die dafür sorgen dass man nicht mehr sich sozusagen seinen eigenen Interessen anpassen kann oder das Umfeld nicht mehr anpassen können.

01:15:28: Das finde ich ganz gut und ansonsten ja hoffe ich dass die Welt irgendwann mal wieder aufhört so verrückt zu werden oder

01:15:35: dass die wieder heilt wird.

01:15:36: Die Kalte Tal war auch mal leer.

01:15:37: gesagt, ich möchte, dass der Welt wieder heil wird, hat sie

01:15:39: gesagt.".

01:15:40: Das fand ich sehr schön!

01:15:44: Wir müssen selber viel dafür tun.

01:15:45: also das ist eben so... Du machst

01:15:47: ja auch eine Menge, das muss man sagen.

01:15:49: Ich glaube wir müssen uns, wir merken, dass das erste Mal im Leben Dinge kaputt gehen wenn man sich nicht drum kümmert und das meine ich jetzt mit dem großen Ganzen und wenn wir, das habe ich auch schon mal irgendwo gesagt, wenn wir die Generationen sind, die Europa kaputt machen dann sind wir

01:16:02: das schlimmste

01:16:03: Generationen, die gelebt hat.

01:16:04: Und wenn wir uns nicht um die Sachen kümmern, was man früher als Vollklohre immer so aufgesagt hat.

01:16:10: Demokratie muss man schützen und erhalten und pflegen und so, dann wusste man mal gar nicht ja wieso?

01:16:14: Das läuft ja trotzdem weiter!

01:16:16: Jetzt merkt man irgendwie das erste war Brexit, das zweite war Trump und was jetzt aus Trump erfolgt wird immer noch viel schlimmer.

01:16:22: Wenn man sich jetzt anguckt in welcher Situation wie jetzt sind, dann hätte man besser aufgepasst.

01:16:28: und deswegen darf man jetzt aber nicht in so einem Fatalismus damit aufhören sondern jetzt erst recht.

01:16:32: Ich glaube das.

01:16:32: Man

01:16:32: überlegt, es ist oft nicht so Leute, wenn man gerade auch frieden was das heißt?

01:16:36: Unsere Väter sieht auch dieses Ardenauer und Dekoll die genau wussten, wenn wir Deutschen und Franzosen nicht zusammenhalten dann wird das schwierig für Europa und diese Leute die Krieg erlebt haben und das glaube ich auch.

01:16:45: Das sind natürlich jetzt viele Menschen da junge Menschen die keine Großeltern mehr haben die Kriegserlebt haben.

01:16:50: und wenn ich das als Erinnerung du sicher auch mit der Flucht unserer Großeldern und so... Dann ist man anders sozialisiert.

01:16:55: und ich wünsche mir so sehr dass vielmehr Menschen verstehen Elend ist schlechter hin, man muss zusammenhalten.

01:17:02: Das war eine gute Zeit!

01:17:03: Man kann es auch gut zusammen machen.

01:17:05: Ich verstehe auch den Eskapismus, dass man sich in Unterhaltung flüchtet und mal seine Ruhe davor haben will.

01:17:09: Wenn man kann das ja auch ein Privileg ist ja okay aber manchmal... Also man darf nicht nur so sozusagen einlullen mit seinem privaten Kram oder damit man davon nichts mitkriegt, manchmal muss man diese Entsachlichungen eben als auch Empathiefördernis-Elemente in sich selber so ein bisschen vorantreiben indem man dann mal genauer hinschaut auf Sachen die einem vielleicht nicht so leicht fallen.

01:17:28: Genau so machen wir es.

01:17:29: Okay, lieber Klaas!

01:17:30: Ich danke dir von jetzt und ich danke euch, dass ihr dabei wart.

01:17:32: Und ich hoffe, ihr habt eine gute Woche.

01:17:34: Und nächste Woche geht's natürlich wieder weiter... ...und ich bin mir gespannt was da passiert.

01:17:38: bis dann.

01:17:38: Tschüss!

01:17:38: Danke für die Woche!

01:17:59: Meine lieben mich weiß es sehr genau.

01:18:00: besonders gut geht das nur in der Gruppe.

01:18:03: deshalb habe ich das feinstofflichste Team an meiner Seite bestehend aus Konstantin Entertainment und neben mir Executive Producer Otto Steiner und für die Creative Production und Redaktion Mein Dreamteam Clara Binke und Max Schroeder.

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