Anna von Boetticher - Die Angst hebe ich mir für später auf.
Shownotes
Anna von Boetticher weiß, um die Welt zu sehen, wie sie ist, muss man eins mit ihr werden. Als erfahrene Apnoe-Taucherin, die mehrere Rekorde aufgestellt hat, wird sie in ihrer Doku Waterwoman zur Meeresbewohnerin und teilt mit uns all die feinstofflichen Momente, die in Mainstream Tierdokumentationen verloren gehen. Sie macht uns auf unmissverständliche Weise bewusst, dass die unbändige Natur nicht bestellt werden kann und dass dort niemals nichts ist. Mit Guido spricht sie heute über flüsternde Seehunde, gefährliche Situationen unter Wasser und eine brennende Neugier, die sie tiefer eintauchen lässt als jedes U-Boot. Bis gleich, ihr Lieben!
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Transkript anzeigen
00:00:01: Mir war immer super wichtig, ich wollte kein Buch schreiben für Taucher übers Tauchen und ich wollte keine Filme machen für Taucher.
00:00:07: Ich wollte ein Buch und Filme machen für alle Menschen über die Welt und eine Art und Weise, wie man die Welt sehen und entdecken kann.
00:00:18: Dass ich den silbernen Anzug trage, ist Absicht gewesen, weil ich wusste auf den Azoren, ich tauche mit Heinen und ich möchte mich einfügen in diese Unterwasserwelt.
00:00:28: Das heißt, ich habe die Farbe gewählt, auch in Mexikum, zum Beispiel dieses Gold, weil die Farben eher so grünlich, bräunlich und die Krokodile grün und so.
00:00:36: Ich will ein Teil sein des Ganzen und nicht herausstechen.
00:00:40: Ich wusste aber, okay, ich habe ein Problem.
00:00:42: Jetzt kommt es drauf an, Sauerstoff sparen und möglichst ruhig.
00:00:46: Und ich bin langsamer geworden, ich bin noch langsamer geschwommen.
00:00:50: Das heißt, ich habe länger Zeit gebraucht, aber länger Zeit war sicherer in dem Fall.
00:00:54: Und das musst du dann können, da musst du das unterdrücken, dass du jetzt aber nach oben willst.
00:00:59: Das kannst du dir dann nicht erlauben.
00:01:00: Und ich sage dann immer, sie soll sagen, wie machst du das?
00:01:03: Und ich sage den Leuten, ich hebe mir die Angst für später auf.
00:01:13: Manchmal muss man auch kurz die Luft anhalten.
00:01:16: Das fällt mir leider immer wieder schwer, aber heute ist eine Frau da, die mir gezeigt hat, dass es sich lohnt, die Luft anzuhalten, wenn man ganz tief
00:01:23: in die Meere
00:01:24: taucht.
00:01:25: Sie ist eine Frau, die sehr genau weiß, wie man seine Atemluft kontrollieren muss, um die Schöne dieser Welt zu sehen.
00:01:31: Heute ist hier die abnötere Horin Anna von Bötticher.
00:01:45: Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich.
00:01:47: heute zu einer besonderen Folge bei Feinstoff.
00:01:49: Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder eine Gasfolge habe.
00:01:52: Ich habe ja das große Vergnügen, dass ich mir immer Menschen einladen darf, die ich unbedingt erleben möchte, weil ich sie schon ein bisschen kenne.
00:02:00: Weil ich sie erlebt hat durch ihre Kunst, durch das, was sie tun und auch vielleicht das, was sie geschrieben haben.
00:02:05: Dann habe ich gesagt, ich hätte unbedingt hätte ich gerne Anna von Böttcher da.
00:02:09: Und da freue ich mich, dass du hier bist.
00:02:11: Lieber Anna, herzlich willkommen.
00:02:12: Ich freue mich auch.
00:02:13: Das war ganz süß von der Stütze.
00:02:14: Mir sagt, Gide, wie kommst du denn auf die Idee, mich überhaupt einzuladen?
00:02:16: Und ich habe gesagt, Anna, ich habe immer gedacht, Du musst kommen, mit dir möchte ich Zeit verbringen und möchte dir einfach lauschen und ein bisschen erleben, auch wer du bist.
00:02:24: Schön, dass du da bist.
00:02:25: Ich
00:02:25: freue mich wahnsinnig, ja?
00:02:27: Ich war überrascht, weil ich so dachte, woher hast du mitbekommen, dass ich sozusagen irgendwie in der Szene und dann irgendwie, ja, dass ich in der deutschen TV-Landschaft mal aufschlage oder so, dass ich, wer ich bin, was ich mache, dass du mich einladen wolltest.
00:02:40: Ich dachte, okay, weißt du, weil am Ende kennt mich ja doch keiner.
00:02:43: Sondern es ist trotzdem noch so ein Nischenthema.
00:02:46: Ja, aber ich find
00:02:48: schon, du bist ja schon... Also, wenn man das mal einmal erlebt, hat sich damit beschäftigt.
00:02:52: Wenn man das so zu sagen, wenn du an einem vorbei tauchst, könnte man fast sagen.
00:02:56: Oder wenn man dich mitbekommt, dann ist man ja sofort dabei.
00:02:59: Da gibt's ja, glaub ich, keine Emotionen, die dann fehlt.
00:03:01: Sondern ich dachte, was ist das für eine mutige Frau?
00:03:03: Ich war esstaunt, weil ich kann dir gar nicht sagen, warum.
00:03:06: Aber ich dachte, da ist so viel drin, was mich so interessiert.
00:03:09: nicht nur, glaube ich, mit dem, was du tust.
00:03:11: Und das ist ja auch eine Kunst und auch eine Blick auf das Leben.
00:03:14: Und das hat mir besonders gefallen.
00:03:16: Und als ich dann in der Vorbereitung sah, wo du herkommst, wer du bist, dann habe ich eigentlich verstanden, dass ich dachte, du hast schon auch viel mit meinem Leben zu tun.
00:03:23: Alle so Eltern, die geflohen sind, da wird man anders groß.
00:03:27: So eine Sehnsucht nach vielen schönen Momenten.
00:03:29: Und eigentlich bist du ja an Land, könnte man sagen.
00:03:31: Perfekt organisiert gewesen, weil du hast ja alles mitbekommen, was man an Land auch schön erleben kann.
00:03:37: War so mein Eindruck ein bisschen.
00:03:39: Wenn man überlegt, du bist ja mit deiner Familie, mit deinen Eltern und ... So
00:03:43: schön in so einem wilden, riesigen Garten, weißt du, mit ... Also, auch so aus den Nest gefallenen Vögeln, die wir dann großgezogen haben und so, wo man so ... mein Vater hatte Bienen.
00:03:54: von dem wir immer gestochen wurden, da mussten wir dann immer ganz viel Honig machen und so.
00:03:58: Also eine automatische Nähe zur Natur und dieser Magie, die in der Welt steckt, die man als Kind ja irgendwie entdecken kann, wie man es als Erwachsener nie wieder kann.
00:04:10: Als Erwachsener kam man das schon immer noch.
00:04:12: Aber es ist nicht das gleiche, wie wenn du halt einfach mit vier Jahren die Blumen aufpulst, um zu gucken, was für ein Käfer da drin ist.
00:04:19: Weißt du, das ist als Erwachsener anders, ne?
00:04:21: Jetzt bist du bei keine ordentliche Logien geworden, auch keine Biologien in klassischen Sinne oben, sondern du bist Abnö-Taucherin, können wir sagen, oder Freitaucherin, könnte man sagen.
00:04:30: Jetzt wird man abnö, ist eigentlich der Abenstillstand.
00:04:32: Jetzt würde man sagen, dass das ja all das, wenn man dein Leben sieht, ist ja alles, was du tust, sehr weit entfernt von einem Stillstand und du bist ja sehr untriebig, hast so viele verschiedene Sachen gemacht und deine Bibliografie sieht.
00:04:44: Aber
00:04:45: ich glaube eben, dann hast du dieses Element Wasser entdeckt, weil das ja eine Welt ist, von der wir eigentlich fast gar nichts wissen.
00:04:52: Ein völlig unbekannter Planet könnte man eigentlich sagen.
00:04:55: Absolut.
00:04:56: Und dann würde ich sagen, wir Menschen haben ja immer Sehnsucht gehabt, das irgendwie zu erleben oder zu die Möglichkeit zu bekommen, als wir dann warten.
00:05:04: Wir sind ja limitiert durch unsere Eratmung, weil wir keine Kehmen haben.
00:05:07: Und dann dachte ich, wie ist es aufregend, dass es dann, es sind ja ganz wenige Menschen nur, die überlegen, wie könnte ich diesen Leben ein Schnipchen schlagen, so ein bisschen?
00:05:17: Es gibt ja... Ich meine jetzt die Hintergrund, diese zwei Möglichkeiten.
00:05:20: Einmal diesen chemischen Moment, der dich zum Atmen bringt.
00:05:23: Und das andere ist ja auch das rein mechanische.
00:05:25: Das Gefühl, jetzt könnte ich atmen.
00:05:27: Jetzt atme ich tief durch.
00:05:28: Das kennt man ja auch, wenn man Dinge erlebt.
00:05:30: Und das alles zusammenzubringen und dann sagen, okay, ich entscheide mich für eine Welt, die ganz anders zu erleben, indem ich eins werde mit dem, was die anderen mich da tun, nämlich in Stille eigentlich zu leben.
00:05:40: Und das fand ich also für mich fast das größte, als ich habe erst ein Buch gelesen, bevor ich gesehen habe.
00:05:44: Und was du tust, es hat mich so abgeholt.
00:05:47: Einer wirklich so abgeholt, weil ich dachte, guck mal, da hat irgendwie eine auch zu Ende gedacht.
00:05:52: Mit sehr viel Mut.
00:05:52: Und das ist, glaube ich, ein bisschen die Frage, die ich das erste Jahr nicht hätte, dass die Geschichte, wie du dazu gekommen bist, die ja auch
00:05:59: schön
00:06:00: beschrieben ist, aber du hast es selber gar nicht gewusst, dass du in der Lage bist.
00:06:03: Nee, ich bin's endlich auch nicht, ne?
00:06:05: Also ich
00:06:05: bin ja ... Ja,
00:06:07: also ich bin ja eigentlich ... Jetzt bin ich ab nur Taucher, aber man muss dazu sagen, ich hab schon ... Wir Kinder haben immer unter Wasser geguckt, sobald ich die erste Taucherbrille hatte.
00:06:17: Die schneuchelt dann so.
00:06:18: Genau, hat man damit auch nicht mehr aufgehört.
00:06:20: Ich hab auch auf jede kleine Bergwanderung, die wir gemacht haben.
00:06:23: Ich bin südlich von München im kleinen Dorf aufgewachsen.
00:06:26: Mit den Bergen am Horizont hab ich immer gesagt, ich will die Taucherbrille mitnehmen, weil vielleicht ist da ein Wasserfall oder ... Kleiner Teig oder wo ich dann reingucken kann.
00:06:36: So, diese Neugierde immer zu sehen, was ist unter der Oberfläche und hinter der nächsten Kurve.
00:06:40: Weißt du, das hatte ich schon immer.
00:06:41: Aber das ist ja eins, aber dann trotzdem muss man sagen, das kennt ja jeder vielleicht mal ein bisschen, der vielleicht mal irgendwo Schnäucheln war.
00:06:47: Man hat das Gefühl, man sieht dann viel größer, alles wird größer und schöner.
00:06:51: Aber man will dann irgendwie oben bleiben.
00:06:52: Ich hatte schon Probleme manchmal mit dem kleinen Schnäuchel, der da oben rausguckt.
00:06:56: Wenn der Wasser reinkam, hab ich schon zweimal gewusst und war ich schon raus.
00:06:59: Mir ist es immer schwer, ich war unter Wasser zu atmen.
00:07:01: Ich hab doch immer erzählt in einer Folge, dass ich ja mal getaucht bin.
00:07:04: überhaupt nicht dafür geeignet war, weil ich dachte, ich bin so stier und so am Boden und so, dass ich dachte, unter Wasser kann ich nicht atmen.
00:07:11: Und mein wunderbarer Frank, der auch nie getaucht hat vorher, aber der hat das dann gemacht.
00:07:15: Und weil er so ruhig und kontemplativ und sich darauf einlässt, hatte der nachher weniger Luft gebraucht als sein Tauchlehrer.
00:07:23: Und der Frank war noch niemals in seinem ganzen Leben zuvor jemals.
00:07:26: Fäll ich absurd, wir waren in Malaysia und sind vom Bord einfach rübergesprungen mit einem chinesischen Tauchlehrer, der uns das beigebracht hat.
00:07:34: Wenn das heute einer wissen würde, ist das ja völlig absurd, sowas zu tun ohne.
00:07:36: Aber das wir haben es gemacht.
00:07:38: Ich war jung und mit Kumpel Australien
00:07:40: zusammen.
00:07:40: Man denkt sich drüber nach,
00:07:41: bis gut gegangen.
00:07:42: Absolut gut gegangen und so.
00:07:43: Wichtig.
00:07:43: Perfekt.
00:07:44: Also ich, bei mir ist es nicht gut, vielleicht aufgetaucht und weg.
00:07:46: Aber dieses Vertrauen danach zu haben, das ist ja, glaube ich, ein großes Ding, dann einfach weiterzugehen.
00:07:51: Und das ist passiert, als Story das kurz zu erzählen, dass man Eltern, glaube ich, was auf dem Schiff, dann hat dein Bruder irgendwie das Spülwasser auf dem Schiff rausgeschmissen und dann das ganze Gesteck einfach mal sechzehn Meter auf den Grund.
00:08:01: Und dann würde jeder normaler Vater sagen, jetzt ist es... Und wo ist es dann, Versuch von der Familie auch zu holen?
00:08:06: Total, mein Vater vor allen Dingen.
00:08:08: Der natürlich da jetzt natürlich, das war ja klar, dass er das regeln muss.
00:08:12: Aber er kam nicht runter, er kommt den Druck aus gleich
00:08:14: nicht.
00:08:14: Der ist so bis
00:08:15: elf Meter und der hat das so sehr gepusht, man kann ja dann eine Ohren wehnen und da musst du Druck aus gleich machen.
00:08:21: Und wenn du den nicht hinkriegst, dann musst du aufhören.
00:08:24: Und der hat das aber so sehr gepusht, dass der dann so für ein paar Tage so auf einem Ohr ... kaum hören konnte.
00:08:30: Ja, da geht dann, wenn du den Druck ausleicht nicht machst, dann geht Flüssigkeit ins Ohr.
00:08:34: Ist jetzt auch nicht dramatisch, geht auch wieder weg.
00:08:37: Aber ist blöd, genau.
00:08:38: Und der war bei elf Metern war bei ihm Schluss.
00:08:41: Und ich war eben die Einzige, die da runterkam bis unten hin.
00:08:44: Du bist
00:08:44: da runtergestohlen, weil genau das war das erste Mal im Leben, dass du so tief... Das
00:08:47: war das tiefste, ungefähr sechzehn Meter.
00:08:50: Und ich war vorher noch nie so weit unten gewesen.
00:08:52: Sechzehn Meter.
00:08:53: Ja, das ist schon nicht so wenig.
00:08:55: Aber du hast ja dann so eine Safety-Schnigart, dass du dachtest...
00:08:57: Nix!
00:08:57: Ich hab ja keine Ahnung, wir haben ja alle keine Ahnung gehabt.
00:08:59: Wir sind einfach runtergeschwommen.
00:09:00: So, weißt
00:09:01: du?
00:09:02: Also
00:09:02: kleine Flossen hinten, ne?
00:09:03: Hast du das Besteck eingesammelt?
00:09:04: Dann
00:09:05: hab ich eingesammelt und dann weiß ich noch genau, dass ich dann dachte, man will ja dann schon mal wieder atmen vielleicht.
00:09:10: und dann hab ich aber noch den Löffel.
00:09:12: Irgendwie blitzen sie hinter einer Chorale, weißt du, sich dann im Stein oder so.
00:09:16: Ich dachte, ah, nicht, den krieg ich auch noch.
00:09:19: Dann bleibst du schon länger unten, als du eigentlich willst.
00:09:22: Weil du ja dann denkst, den Löffel schaff ich noch.
00:09:25: War das mehr die Faszination, dass du in Freiheit da unten sein kannst?
00:09:28: Fast so ein Mermaid-Charakter, wo man denkt, das sind diese hybriden Momente, wo man denkt, ist das mürtig, weil du hast eine große Sehnsucht auch.
00:09:35: Man weiß ja, du musst den Weg ja auch noch zurück.
00:09:37: Das hab ich da nicht nachgedacht.
00:09:39: Ich hab gedacht, ich krieg noch den Löffel.
00:09:42: Und dann bin ich raufgeschwommen.
00:09:43: Mein Vater hatte Panik, der war oben, der kam ja nicht runter.
00:09:46: Er kriegte Angst, dass ich da unten bleibe.
00:09:49: Und dann bin ich wieder raufgeschwommen.
00:09:51: Und dann kam mir die Oberfläche schon plötzlich sehr weit weg vor.
00:09:54: Muss ich sagen, das weiß ich noch, dass ich da
00:09:56: oben war,
00:09:56: aber weit.
00:09:58: Und war aber alles wie du mit deinen Tauchen alles gut gegangen, keiner gestorben.
00:10:03: Und dann habe ich gedacht, das ist ja irgendwie lustig.
00:10:05: Ich war ja ganz schön weit unten.
00:10:07: Und dann war so diese Neugierter natürlich auch da, dass zu erkunden und zu wissen, wie weit
00:10:12: kann man gehen.
00:10:12: Hättest du sagen, dass da schon Licht angegangen ist?
00:10:14: Dass du da, oder... Da war erst mal so,
00:10:18: ich wollte einfach
00:10:19: nur
00:10:20: ins Weltall fliegen.
00:10:22: Also ich war fest der Überzeugung, dass ich Astronaut werde und bei der ersten Mars-Mission dabei bin.
00:10:27: Das war mein Traum gewesen.
00:10:28: Das war mein absoluter Plan.
00:10:30: Ich werde auf den Mars, wenn die erste Mars-Mission ist.
00:10:33: Willst du mitgehen?
00:10:35: Ja, weiß ich nicht, ob ich jetzt noch mitgehen würde.
00:10:36: Ich hatte, glaube ich, nicht so viel Lust, solange mit denselben Leuten in diesem Raumschiff unterwegs.
00:10:41: Das ist das Problem.
00:10:43: Ansonsten ist sie sofort.
00:10:45: Das kann man auch sprechen über Angst.
00:10:47: Ich wollte immer die unbekannten
00:10:48: Welten des Universums entdecken.
00:10:50: Und
00:10:50: würdest du sagen, dass unten und das oben jetzt, ohne dass du vielleicht mal ganz oben warst, aber das unten, das ist ja auch ein Universum, was wir ja irgendwie erreichen könnten, aber... Und
00:10:59: das ist genau so.
00:11:00: Wir wissen über die Tiefsee weniger als über den Mond, über die Oberfläche des Monds.
00:11:04: Da können wir mit dem Gut Hinko, da waren wir auch schon mal, und da können wir auch gut von der Erde aus beobachten, die Planeten so.
00:11:12: Aber die Tiefsee, da wissen wir so wenig drüber.
00:11:15: Und deswegen, es war dann einfacher.
00:11:17: ein Tauchschein zu machen und tauchen zu gehen, als zu Mars zu fliegen.
00:11:22: Deswegen, ich wollte immer entweder, weißt du, Tim und Struppi, hast du früher Tim und Struppi gelesen, da gab es das mit der Mondpakete und dann gab es das mit dem U-Boot.
00:11:30: Das waren meine beiden Lieblings-Timo-Struppis.
00:11:33: Und
00:11:33: deswegen war ich dann eher so, okay, ich mache Tauchschein und werde so wie Jacques Cousteau, werde ich die Ozeane erkunden.
00:11:39: Und ich muss sagen, ich war immer fasziniert von diesem Mut, dass Menschen das machen und war immer so dankbar, das weiß ich noch.
00:11:45: dass ich das erste Mal was gesehen habe, so eine Tauchfilm.
00:11:49: Dass ich weinen musste und dachte und wenn mein Vater immer gesagt hat, wie schön, dass es Menschen gibt, die das machen.
00:11:55: Die Welt war ja früher völlig unbekannt.
00:11:56: Es hat sie ja nicht gegeben.
00:11:58: Es war ja eine Welt, die wir ja nur wirklich so weit schauen konnten.
00:12:01: Es gab ja auch einfach keine Kameras, die das ja aufnehmen sollen.
00:12:04: Also sozusagen eine faszinierende Welt.
00:12:06: Das weiß ich noch, dass mein Vater irgendwann sagte, das ist vielleicht, das fand ich immer verrückt, weil wir ja viele Verwandter hatten im Osten mit über ihr auch.
00:12:13: Und ein Teil unserer Familie sind damals geflohen und sind dann über die Ostsee halt nach Schweden, um zu emigrieren.
00:12:19: Ich war auf der Gustlo.
00:12:20: Und der lieblings Onkel meines Vaters auf der Gustlo umgekommen, weil es ja kapitiert wurde, alle untergegangen.
00:12:25: Und ich weiß, als Kind hab ich mal viele Geschichten gehört, wie das war, weil so viele von der Familie da gestorben sind.
00:12:31: Da hat er immer gesagt, Gido, aber ich sage dir, es gibt diesen Moment, weil ich das so schrecklich fand, das Ertrinken.
00:12:37: Er hat immer gesagt, aber ich glaube, zum Schluss mein Papa ist ja das Kind, das ist nichts ausgedacht.
00:12:42: Dass dann diese wunderbare Welt, die man nie erlebt, dass man dann eintaucht in diese Welt, dass der Himmel unten ist.
00:12:49: Das fand ich ein schönes Bild immer.
00:12:51: Ich weiß, dass in meinem Vater dann viele Jahre später in Schweden waren, waren wir zusammen, da haben wir ein paar Blumen gekauft, dann haben wir die ins Wasser geworfen, so als Erinnerung von der Familie, die da gegangen ist.
00:13:01: Und dann weiß ich noch, was für ein schönes Bild, dass man diese Angst nicht haben sollte vor dem ... dass man ja oben wie unten eintritt, Immolentlichkeit.
00:13:10: Das ist es ja vielleicht auch.
00:13:11: Und hast du das in der Sehnsucht schon gehabt, dass du als Kind oder als Jugend, die ich schon dachtest, dass du da sowas auch machst?
00:13:16: Und das hat ja auch so mit Alleinerfahrung, dass du das alleine tust.
00:13:20: Ja, total.
00:13:20: Und ich hatte halt einfach diese neugierte Dinge rauszukriegen und das ganze Unbekannte zu entdecken.
00:13:26: Ich wollte immer Sachen entdecken.
00:13:27: Und ich hab immer ganz viele Fantasie gehabt und mir vorgestellt, dass ich da bei uns im Schwimmbad mit einer Meereswildenkrake kämpfe.
00:13:33: Und du weißt so, meine Brüder auch.
00:13:35: Also wir alle so, weißt du, wie man so als Kind ... mit Fantasie sich in die Welt träumt und die Welt so offen ist und so viel zu entdecken gibt.
00:13:41: Und da war natürlich tauchen auch mit Flaschen noch so neu und da gab es so viel zu sehen.
00:13:47: Und ich bin Tauchlehrer geworden, weil ich fürs Tauchen nicht bezahlen wollte.
00:13:50: So als Student, weiß ich, hatte nicht genug Geld.
00:13:53: um zu bezahlen, also machst du Tauchlehrerschein.
00:13:55: Wo hast du's gemacht, wo war das?
00:13:56: Als erstes den Guide, hab ich gemacht in Thailand.
00:13:59: Dann hab ich auch direkt als Guide gearbeitet.
00:14:02: Und das war auch toll, weil ich hatte ja dann die Taucher, die schon tauchen können.
00:14:06: Ich
00:14:06: brauch mein Schlauplan.
00:14:08: Dann hab ich ja Taucher, die schon tauchen können, und mit denen gehe ich tauchen.
00:14:12: Aber
00:14:12: Anna, da hattest du aber noch keine Idee.
00:14:15: D.h.,
00:14:16: da wusstest du, um die Erfahrung, dass du in der Lage bist, zu tauchen ohne Flasche.
00:14:19: Aber du hattest
00:14:20: nichts
00:14:21: auf dem Schirm.
00:14:22: Nee, gar nicht.
00:14:22: Ich bin einfach nur Tauchlehrer gewesen als Guide und hab das Tauchen halt sehr geliebt.
00:14:27: Und ich hab immer so nebenbei das gemacht.
00:14:29: Ich wollte damit auch nie das als Vollzeit, sondern nur, weil ich dafür nicht bezahlen wollte.
00:14:33: Das war nicht teuer.
00:14:34: Kein Geld, so, ja?
00:14:36: Und ich hab ja dann auch lange in London gelebt und da immer Freelance gearbeitet, viel.
00:14:40: Und dann hatte ich auch mal zwischendurch Zeit.
00:14:42: Und dann konnte ich mal wieder ein Monat in der Tauchschule irgendwo ... als Tauchlehrer oder Guide-Arbeiten, und so hab ich das immer gemacht.
00:14:49: Und irgendwann war das so, wenn du das sehr viel machst, ist das Tauchen an sich keine Herausforderung mehr, weil du immer auf die anderen aufpasst.
00:14:56: Also, das heißt, ich mache immer Sachen, die vielleicht für die anderen eine Herausforderung sind, die in meiner Gruppe sind, um die ich mich kümmere.
00:15:03: Aber für mich nicht als Tauchen an sich ist keine Herausforderung.
00:15:06: Diese Leute, alle sicher nach Hause zu bringen, ist die Herausforderung.
00:15:10: Aber ... Ich kann mit jedem Equipment reinspringen an jedem Ort und irgendwie muss nicht drüber nachdenken, ist easy.
00:15:16: Und da hab ich so gedacht, ich möchte mal wieder herausgefordert sein, beim Tauchen,
00:15:21: dass es
00:15:22: weitergeht.
00:15:22: Weißt du?
00:15:23: Ich finde, immer vorzugreifen, was ich, was mich am Wahnsinnig abgeholt hat, das ist jetzt viele, viele Jahre später, als du in deiner wunderbaren Reite gemacht hast für den MDR, so unglaubliche Geschichte, wo du dann ... in Island bist.
00:15:38: Und das ist jetzt viel später.
00:15:39: Und das ist genau das, was du gesagt hast, was mich total abgeholt hat, wie du mit diesem Freund und der das Kameraquip mit die Flasche auf
00:15:46: den Rücken bist.
00:15:47: Ja, Tobias Friedrich.
00:15:47: Genau, sehr wunderbar, Tobias Friedrich, der also alles dabei hatte und der quillte sich wie in Schnee.
00:15:52: Genau.
00:15:52: Und du marschierst deinen Weg, hast dann später seine siebzehn Kilo, glaube ich, Bladio übernommen.
00:15:55: Ja, neunzehn Kilo
00:15:56: hatte ich im Rucksack, genau.
00:15:57: Oder wo ich dachte,
00:15:58: was hat die für eine Freiheit?
00:16:00: Obwohl du in dieser Eiser-Sket alle würden denken, um Gottes Willen, aber da warst auch du eigentlich die viel Freire, weil du ... Du brauchst deinen Equipment natürlich auch im Geschütz sein, aber du brauchst nicht.
00:16:11: Was ist das für ein großes, großes Glück?
00:16:13: Und da würde ich sagen, jetzt zurückzugehen wieder, wo du sagst, das Tauchende doch viel Equipment brauchst.
00:16:18: Und du bist ja auch an Land relativ an Handy.
00:16:21: Das ist ja auch so unpraktisch
00:16:23: da.
00:16:23: Du
00:16:23: kannst dich nicht über den ins Wasser fallen.
00:16:24: Rückwärts fand ich auch immer schwierig mit einer Flasche und so.
00:16:27: Du musst dir schlägst ja irgendwie anders auf.
00:16:29: Und das fand ich natürlich auch eine ganz andere Erfahrung.
00:16:32: Aber wie viel Jahre hast du dann getaucht?
00:16:39: Dann hab ich erst mal ganz viele Jahre immer nur so getaucht und als Guide und so gearbeitet.
00:16:43: Dann hab ich erst mal das noch viel mehr Equipment gemacht.
00:16:46: Ganz extremes tiefes Tauchen, weil mich die mal diese Tiefe so angezogen hat.
00:16:50: Weißt du, dieser Ort, an dem ich als Mensch eigentlich nicht hingehöre, wie ins Weltall fliegen.
00:16:56: Dafür braucht man dann richtig viel Equipment und da wird es auch gefährlich, weil dann gehst du mit so Helium Luft gemischen auf hundertdreißig Meter.
00:17:04: bis zu hundertdreißig Meter bin ich getaucht und da kannst du dann eben nicht mehr einfach zur Oberfläche zurück, da musst du dann so die Kompressionsstufen einhalten, dann musst du alles ganz präzise planen und genau richtig machen.
00:17:15: und jedes Problem, was unter Wasser du hast, musst du unter Wasser lösen, weil du kannst ja nicht mehr einfach sagen, okay, oh, schief gegangen, ich tauch jetzt auf.
00:17:24: Und dafür brauchst du ganz viel Nerven.
00:17:26: Aber
00:17:27: sag mal, wie viel Lungenvolumen hat man bei hundert und dreißig Meter T-Druck auch?
00:17:30: Wie viel?
00:17:32: Da ist die Lunge doch gar nicht mehr in der Lage.
00:17:33: Wenn du mit Flasche tauchst, ist sie so wie hier, weil du immer atmest.
00:17:38: Machst du die Lunge einfach immer voll?
00:17:39: Wird auch nicht
00:17:40: kleiner.
00:17:41: Weil du ganz normal atmest, wenn du aber ab null tauchst.
00:17:43: Mit dem einen Atemzug von der Oberfläche.
00:17:45: Und ich bin ja dann auch bis zu hundert und zwanzig Meter eben nur mit einem Atemzug dann getaucht.
00:17:51: Das war dann so die Erweiterung, weißt du?
00:17:52: Und noch was ausprobieren.
00:17:54: Da bin ich hundertundzwanzig Meter tief getaucht und da ist dann die Lunge, also an der Oberfläche ist sie dann zwölfmal.
00:18:04: Also, zwölf Komma fünf, klapp mal kleiner als an der Oberfläche.
00:18:08: Dreizehn Komma fünf sogar, weil das eine war noch von der Oberfläche.
00:18:10: Jedenfalls ist sie viel, viel kleiner als an der Oberfläche.
00:18:13: Ganz, ganz klein.
00:18:14: Wenn du gut trainiert bist, spürst du es nicht.
00:18:17: Also, es soll nichts weh tun.
00:18:18: Die Leute denken immer, da unten in der Tiefe, dass ich dann da unter irrsinnigen Schmerzen bei Eises, Kälte und Dunkelheit da unten bin.
00:18:26: Also, in hundertundzwanzig Meter Tiefe habe ich im Roten Meer gemacht in Ägypten.
00:18:31: Und an der Oberfläche waren, achtundzwanzig, neunundzwanzig Grad Wassertemperatur.
00:18:36: Und in hundertundzwanzig Meter waren, vierundzwanzig Grad.
00:18:39: Also schön warm.
00:18:40: Und ich konnte die Uhr noch ablesen.
00:18:42: Also es ist nicht mehr so hell wie an der Oberfläche, aber es ist so dämmerig.
00:18:46: Also ich konnte meine Uhr ablesen.
00:18:47: Also so ein Zwielig, so ein bisschen so ein dämmeriges Zwielig.
00:18:51: kann aber alles sehen, kann alles mitkriegen, konnte das Riff neben mir sehen in hundert und zwanzig Meter Tiefe.
00:18:56: Da kommst du dann so an und auf dem Weg nach unten habe ich immer die Augen geschlossen, weil ich mich total auf diesen Druckausgleich in den Ohren konzentrieren muss.
00:19:04: Aber woher
00:19:05: ganz kurz weißt du dann?
00:19:07: Das heißt, wann?
00:19:08: sie wüsste bei hundert Rassi, wenn du jetzt ein Rekord machst,
00:19:10: bist du gezogen,
00:19:11: dann ist die Gistung, fällst du einfach runter.
00:19:13: A hundert
00:19:14: und zwanzig Meter bin ich mit dem No Limits getaucht.
00:19:17: Das heißt, ich hatte Gewichte, so einen Schlitten, wie man das aus dem Film, auf dem Weg nach unten mit Gewichten runtergezogen.
00:19:23: Und dann haben wir so eine Flasche, die drehen wir auf, die füllt einen Ballon und die hebt uns wieder.
00:19:28: Soberfläche zurück.
00:19:29: Sonst würde es erst mal gar nicht
00:19:30: so vergehen.
00:19:31: Aber inzwischen tauchen die Leute so tief einfach nur mit Runterschwimmen, mit Flossen.
00:19:35: Ja, stell dir das mal vor.
00:19:37: Das ist schon auch ein Ding.
00:19:38: Das
00:19:38: ist wild, oder?
00:19:39: Das ist wild, weil ich meine, das ist...
00:19:41: Der Mensch alles kann.
00:19:42: Ist das nicht irre?
00:19:43: Ist
00:19:43: das nicht irre?
00:19:43: Das ist eben was... Und bei uns in unserem Sport gibt es
00:19:46: jedes Jahr Weltrekorde.
00:19:47: Ja, das ist wirklich irreweil und das wissen die meisten Leute nämlich nicht.
00:19:51: Ich werde ja mal so fragt, wie lebst du denn und was machst du denn?
00:19:54: Und die Leute denken immer, dass so erfolgreicher Abnoe-Tocher, und ich habe ja auch ein paar Rekorde gebrochen
00:19:59: mit dem Fahrt, mit allen mal geholten,
00:20:02: vierundreißig deutschen Rekorde, muss man dazu sagen.
00:20:06: Und
00:20:08: die denken, dass wir alle so Leute sind, die so eine... mit angeboren, überdimensional große Lunge haben und den ganzen Tag nur Yoga und Atemübungen machen und so mega Wettkampfschwimmer sind und so.
00:20:20: Ich habe eine zu kleine Lunge für meine Körpergröße und Gewicht, also mir fehlen.
00:20:27: Ich bin so ein Nichtschwimmer eigentlich.
00:20:29: Also ich kann natürlich schwimmen, aber ich kann nicht kraulen, zum Beispiel.
00:20:33: Weil mein Vater war der Meinung, da sind wir wieder beim Elternhaus, mein Vater war der Meinung, er kann das uns Kindern beibringen, der konnte das aber selber einfach nicht.
00:20:40: gar nicht.
00:20:41: Und dementsprechend, wenn du diese Technik nicht lernst, weißt du, dann ist Kraulen doof und dann machst du es auch nicht und dann lernst du es.
00:20:48: Ja, wo es schwimmen geht, aber Kraulen kann ich null.
00:20:50: Es
00:20:51: gibt es ja nicht.
00:20:52: Und es gibt von Mensch zu Mensch ist der Moment, in den der Atemreiz kommt.
00:20:57: Dieses Bedürfnis, euch muss jetzt atmen.
00:20:59: Der ist sehr unterschiedlich.
00:21:00: Da gibt es Leute, die kriegen das erst ganz spät.
00:21:02: Nach drei Minuten, die sind völlig gechillt.
00:21:05: Da passiert gar nichts.
00:21:05: Du meinst,
00:21:05: das ist der chemische Moment, der dein Körper
00:21:07: passiert.
00:21:08: Und nicht der
00:21:08: mechanische, wo du denkst, ich möchte selber aktiv antreten.
00:21:10: Und
00:21:10: du auch so anfängst so, das Zwerchöl fängt an zu zucken und du willst jetzt atmen.
00:21:14: Da gibt es Leute, da kommt drei Minuten gar nichts.
00:21:17: Die sind völlig entspannt.
00:21:18: Die denken sich, doch schön hier, passiert gar nichts.
00:21:20: So wunderbar.
00:21:21: Bei mir kommt es einfach auch nach dreißig Sekunden.
00:21:24: wenn ich Pech hab.
00:21:25: Ich bin jemand, der sehr frühen Atemreiz bekommt.
00:21:27: Aber da ist doch ein Riesenkonjunktiv.
00:21:30: Du weißt, aber das kannst du trainieren.
00:21:32: Genau.
00:21:33: Du kannst das halt aushalten, ist aber nicht schön.
00:21:35: Ist
00:21:35: es denn mal passiert, dass du runter bist und dass das dann passierte, wo du dachtest, jetzt könnte ich aber atmen, jetzt müsste ich natürlich
00:21:41: atmen?
00:21:41: Ja, natürlich.
00:21:43: Du musst dann natürlich als Abnurtaucher lernst du den Unterschied zu haben zwischen ich fühle mich so, als ob ich atmen will und das ist auch sehr intensiv und sehr unangenehm.
00:21:52: oder ich muss wirklich atmen.
00:21:54: Und da sind nämlich Minuten dazwischen.
00:21:57: Und das ist natürlich dann auch anstrengend.
00:21:58: Also, da ist Abnur oder Abnur auch Sport.
00:22:00: Also, das ist dann auch nicht unbedingt schön, ja?
00:22:02: Das ist kein schönes Gefühl.
00:22:06: Ich hatte zum Beispiel, als ich da ein Buch lesen hab, hab ich schnüch Abnurt bekommen.
00:22:09: Ich hatte ganz oft Abnurt.
00:22:11: Und wenn Frank hat's gelesen, hat's auch gehabt.
00:22:13: Wirklich, doch Frank hat's auch gelesen.
00:22:14: Der hat gesagt,
00:22:15: ich krieg keine Luft.
00:22:15: Also, man hat zwischen den
00:22:17: Moment und dem Moment,
00:22:18: ja, dass man so oft, wenn man sieht, auch wenn man das als Livebilder, Und natürlich ändert sich das, finde ich, sobald dann die Bilder kommen, wo du jetzt, das kann man gleich noch mal zufischen, tausen, was da passiert.
00:22:31: Und dann denkst du, in diesem Moment will man erhalten und dann vergisst man, dass du keinen... Da verliert sich ja fast gerade diese wunderschönen, langen Flossen, die du da hast.
00:22:41: Das ist ja so ein, fast wie so ein Guppi, kannte ich früher mal im Gutter, hatte so ein kleines Aquarium, der hätte immer so ein Guppis, die war meine Lieblingsfische, weil ich mochte immer Fische, die hinten so federn.
00:22:49: Ja, mit so
00:22:49: schönen Fiedern, so schönen Flossen.
00:22:52: Und so siehst
00:22:52: du da ja aus, diesen schönen, silbernen Look.
00:22:55: Und jetzt
00:22:55: zeig ich dir mal was.
00:22:56: Für die Kamera zu tauchen, ist mit das Schreckliste, was es gibt.
00:23:01: Also nur, Tocher.
00:23:02: Das ist das Härteste.
00:23:03: Hundert Meter Tieftauchen mit dem Schlitten ist easy.
00:23:07: im Vergleich zu den Tauchgang zu machen.
00:23:09: Weil du dann die
00:23:09: Bilder schaffen musst und
00:23:10: so?
00:23:10: Natürlich.
00:23:11: Und ich hab ja nie Ruhe an der Oberfläche, mich da entspannt, lange vorzubereiten, weil unten wartet der Tobias Frut.
00:23:16: Dann muss ich oft an der Oberfläche, ist ein bisschen Strömung, da muss ich dagegen schwimmen oder wählen.
00:23:20: Und dann muss ich runtertauchen und ich konzentriere mich ja nicht auf mich und meine Vorbereiterung und meine Entspannung und so.
00:23:26: Sondern ich muss ja gucken.
00:23:28: Und dann muss ich runter schwimmen.
00:23:29: Und dann, auch wenn ich jetzt denke, ich... will jetzt aber eigentlich schon längst gerne mal wieder hoch oder so.
00:23:34: Da muss ich ja auch besonders schön schwimmen, damit das auch schön aussieht.
00:23:37: Ach, da spürst du auch, dass du denkst, du machst dann so ein
00:23:39: bisschen... Ja, natürlich.
00:23:40: Ich schwimme natürlich
00:23:41: dann auch... There's no business like
00:23:42: show business.
00:23:43: Schön.
00:23:43: Es gehört natürlich dazu.
00:23:44: Es ist natürlich so, dass so wie ich dort schwimme, ist auch sowieso, wie man sich als Abnoldhocher bewegt.
00:23:50: Denn bei uns, das kann man so sagen, es kommt darauf an auf die Ökonomie der Bewegung.
00:23:54: Absolut.
00:23:55: keine extra Energie verschwenden, die unnötig ist.
00:23:59: Jede Muskelbewegung, die überflüssig ist, ist Sauerstoffverschwendung, und dann ist man da auch ganz kürzer sozusagen.
00:24:04: Das heißt natürlich, diese ruhigen, langsamen, präzisen gleichzeitig Bewegungen, die sind natürlich auch antrainiert.
00:24:12: Aber manchmal ist es natürlich auch so, dass ich dann genau weiß, hier ist der Tobias Friedrich und er versucht jetzt genau diesen Moment zu filmen.
00:24:19: Und dann muss ich jetzt hier noch um diese Kurve aus dem Bild weit genug rausschwimmen, damit man das hinterher schneiden kann.
00:24:25: Ich kann ja nicht einfach aufhören, wenn ich aufhören will.
00:24:27: Ja.
00:24:28: Und da muss ich an so viele Sachen denken.
00:24:30: Ja, genau.
00:24:31: Ich muss ja dran denken, was für ein Bild wir hier machen wollen.
00:24:33: Sonst wird das ja nix.
00:24:34: Das kannst du hinterher nicht schneiden.
00:24:36: Das ist anstrengend,
00:24:38: sag ich dir.
00:24:38: Aber
00:24:38: ich glaube auch, dass man diese Kontemplation, diese Konzentration, Dinge zu tun, das ist ja mit vielen anderen Sachen auch so.
00:24:44: Und dann ein Atemzug, das ist auch die Intensität des Abzugs.
00:24:48: Würdest du sagen, dass du auch beim Abzug, dass du sagst, es braucht jetzt doch mal einen zweiten, das ist nicht derjenige, das war nicht der, der mir die Kraft gibt, das jetzt zu tun?
00:24:57: Du atmest doch mal und unterbrichst das ganze Spiel.
00:25:00: Manchmal muss man husten oder verschluckt sich.
00:25:02: Aber du lernst auch, das ist eine sehr gute Schule, wenn du so ein Wettkampf machst, du lernst, präzise auf den Moment bereit zu sein.
00:25:10: Das lernst du auch, wenn du live im Fernsehen bist.
00:25:13: Die Lichter gehen an, die Show geht los.
00:25:15: Du
00:25:15: musst auf die Bühne mich gefrorenes an.
00:25:17: Dann kannst du nicht sagen, ich muss noch dreimal husten und noch mal zur Toilette.
00:25:23: Aber du kriegst beim Wettkampf einen Countdown.
00:25:26: ist dein Start und das macht es einem tatsächlich leichter, weil du bist ja nie bereit mit einem Atemzug unter Wasser zu sein, sollst du ja nicht.
00:25:35: Das ist völlig absurd.
00:25:36: Das heißt, du bist nie bereit dafür.
00:25:38: Das heißt, dieser Countdown, der dann sagt irgendwann fünf, vier, drei, zwei, eins.
00:25:43: der nimmt dir die Entscheidung ab, wann du bereit bist.
00:25:45: Ja, klar.
00:25:46: Und weil wenn man so sagt, ich atme jetzt, bis ich bereit bin, dann kenn ich das so von Leuten, die Anfänger sind oder so, dieses Probieren.
00:25:52: Dann machen die immer so, ah, ne, noch mal atmen.
00:25:56: Okay, noch einmal.
00:25:59: Ach so, nee, noch einmal.
00:26:00: Und das ist total stressig.
00:26:02: Da kannst du dich nicht auf die Aufgabe konzentrieren, die vor dir liegt.
00:26:05: Und wenn wir so einen Countdown haben und den nutzen wir auch ganz oft im Training, gebe ich meinem Partner zum Beispiel einen Countdown, weil dann kann der sich einfach konzentrieren auf das, was vor ihm liegt und nicht mehr, bin ich schon bereit?
00:26:17: Ach nee, ich bin doch noch nicht bereit.
00:26:18: Ach nee, vielleicht noch nicht.
00:26:19: Ah, noch mal atmen oder
00:26:20: so.
00:26:21: Wie wichtig ist dann die Hardware?
00:26:23: Der Look, dass du es auch kontaktation, wenn du weißt, es geht los.
00:26:26: Man hat ja gesehen, wie schnell du auch manchmal sein musst.
00:26:28: Jetzt geht was, dann ist der Schwarm da, du musst raus.
00:26:30: Aber du musst ja irgendwie ready sein.
00:26:32: Auf dem Moment.
00:26:32: Das fand ich schon auch faszinierend, also dass du, aber ich glaube, das ist auch die Erfahrung dann zu sagen, okay,
00:26:37: wenn du
00:26:37: dich verlassen kannst.
00:26:39: Wie wichtig ist
00:26:39: da trotzdem der Moment, dieses Ding anzuziehen?
00:26:43: Das ist ja auch, du musst ja in dieser zweite Haut schlüpfen, die ja deine Haare ist.
00:26:46: Manchmal
00:26:46: habe ich die auch den ganzen Tag an, wie man in der Island-Folke zum Beispiel aussieht.
00:26:50: Da habe ich dann einfach meine Gore-Tex-Sachen drüber angezogen, weil da kannst du dann da in dem... also wie soll ich das machen?
00:26:57: Ich kann mich ja da nicht in dem... Schneesturm.
00:26:59: Ich hab mich daneben dem Auto umgezogen.
00:27:01: Das
00:27:01: Bild hab ich immer noch.
00:27:02: Dann bin ich ja auch in
00:27:03: diese Eis-Gelde.
00:27:03: Das haben die hinter Fotos von mir gemacht, wie ich an der Tankstelle in diesem silbernen Anzug stehe und das Auto tanke.
00:27:10: und da musste ich mich im Schnee regen an der Tankstelle aus diesem Anzug, den ich nur mit Wasser ausziehen kann, irgendwie ausziehen und dann da in dem Badezimmer von so einer geschrecklichen Tankstelle irgendwie umziehen.
00:27:22: Also, das ist halt auch ein Eistauch.
00:27:24: Das geht dir doch alles ab.
00:27:25: Du denkst, die erzählen mir ja Geschichte mit Lausanne.
00:27:26: Ja, das ist
00:27:28: ja gar nicht.
00:27:30: Das ist ja auch so witzig, dass die Leute sehen, wie ich da im Eiswasser rumtorche und so.
00:27:34: Und ich bin ja null so ein Kaltduscher.
00:27:37: Ich gehe in einem normalen Eingrund, warum ich nicht graulen kann, dass ich in einem normalen Schwimmbad nicht schwimmen mag, weil mir das Wasser zu kalt ist.
00:27:46: Ich dachte nur, springst da rein und denkst
00:27:47: so... Aber bei Eis und Schnee... Was ist abgefahren?
00:27:50: Weil mich das so
00:27:51: fasziniert... Weil die Erwartung dich so... Ich finde
00:27:54: das so sensationell schön.
00:27:55: Ich will das so unbedingt sehen.
00:27:57: dass es mir dann egal ist, dass ich jetzt hier erfriege.
00:28:00: Also du weißt, du musst diesen Weg gehen,
00:28:02: damit du das erlebst.
00:28:03: Ja, weil ich das jetzt sehen will.
00:28:04: Ah, weißt du, was du für eine Neugierde in dir trägst.
00:28:06: Du
00:28:06: musst ja eine große Sehnsucht in dir tragen.
00:28:09: Das gibt dir vielleicht die Chance, alles zu erleben.
00:28:12: Sonst, glaube ich, würde das nicht gehen, weil ich dachte auch zwischendurch, das ist ja, wenn man erlebt deine Biografie, sieht, was du gemacht hast, wie du lebst, wird auch groß geworden, bist ja auch behütet, bist in tollen Eltern und allem, was da war.
00:28:22: Das ist ja... Eigentlich far away von dem.
00:28:24: und trotzdem hast du da so eine Sehnsucht da einzutauchen, um dir noch viel mehr als das zu sehen, sondern du tauchst ja ein.
00:28:32: Ja, genau.
00:28:32: Ich
00:28:32: meine, da gab es ja Momente, die mich, also ich habe zweimal, aber ich trainiere, und da warst du, wo ich einmal, könnt ich jetzt was noch weinen.
00:28:39: Das war für mich besonders, als du mit den See, du hast das korrigiert, das waren glaube ich keine Robben, es waren
00:28:44: was anderes, das war ein See.
00:28:46: Ja, ja, hier die Seehunde.
00:28:48: Genau.
00:28:49: Wie du da ... ...drin warst.
00:28:52: Das war nett, oder?
00:28:53: Wie die mich
00:28:54: umarmt haben.
00:28:55: Und wie die dich gedrückt haben und an deinem Boar.
00:28:57: Die hat mich gar nicht mehr los an der Backe klippte, der mir.
00:28:59: Das fand ich so rührend, das hat mich so abgeholt.
00:29:02: Ich fand das unglaublich.
00:29:03: Und was auch, fand ich, war... Und der
00:29:05: hat mir dabei, und das konnte man natürlich nicht im Film sehen, der hat mir dabei so ganz leise in das Ohr geatmet.
00:29:11: Nein.
00:29:11: Also, wenn er dann eine Art Spende hat.
00:29:14: Er hat so neben mir und dann hat er so... Nein.
00:29:18: So in mein Ohr geatmet, das vergisst du nicht.
00:29:21: Das habe ich irgendwie gespürt.
00:29:23: Es hat mich so tief berührt, weil ich sagte, wenn du so eintauchst und deine Umwelt und das dir auch neugierig sind und trotzdem ihr sehen, dass du eigentlich nicht dahin gehörst und du so ... Teilweise deren Lebens.
00:29:33: Und dann in dem gleichen Moment habe ich gedacht, was tun wir da unten eigentlich?
00:29:37: Was machen wir für ein Krach?
00:29:39: Ich mein Jetskis, ich war nie dafür.
00:29:41: Ich denke, wer macht denn sowas so ab?
00:29:42: Das ist doch Hölle für so ein Scheiß.
00:29:44: Erst mal bringt das alles um und das ist laut.
00:29:46: Und diesen Moment dadurch, das Wasser zu knallen, was muss da unten los sein, wenn man so... Wertschätz, wenn jemand kommt, der still ist wie sie selbst.
00:29:54: Also dass selbst die Luftblasen zur Geräuschkulisse werden.
00:29:58: Dann würde man sagen, selbst tauchen ist dann schon wieder to know is sie.
00:30:01: Und da würde ich sagen, der dachte ich, du machst, das ist wirklich eine Erfahrung, die man auch als Zuschauer, also ich hab zumindest erlebt so, dass ich dachte, wie kann man so eins werden mit dem, was man macht?
00:30:11: Und dann für diesen Moment kannst du das andere alles in Kauf nehmen.
00:30:14: Das finde ich auch super schön, dass du das jetzt sagst, weil zum Beispiel mir war immer... Sehr, sehr wichtig.
00:30:19: Und das ist ja alles Zufall, dass ich wollte ja nie irgendwie damit ins Fernsehen.
00:30:22: Ich wollte einfach nur tauchen und tauchen und irgendwie meine Sachen da machen und so.
00:30:26: Das ist alles so... Weißt du, so eine Reihe von Zufall.
00:30:28: Ich hab aber Literatur studiert und ich mag erzählen, ich mag spannende Geschichten.
00:30:33: Und über das Abnurtauchen wurde auch sehr viel immer sehr falsch erzählt.
00:30:36: Also so sehr
00:30:37: überdramatisch.
00:30:38: Ja,
00:30:38: und auch
00:30:39: sehr viel mit so überdramatisiert und die Gefahr so überdramatisiert und so was.
00:30:44: Und ich wollte es einfach auch immer ehrlich erzählen.
00:30:48: Und mir war immer super wichtig, ich wollte kein Buch schreiben für Taucher übers Tauchen und ich wollte keine Filme machen für Taucher.
00:30:55: Ich wollte ... Buch und Filme machen für alle Menschen über die Welt und eine Art und Weise, wie man die Welt sehen und entdecken kann.
00:31:05: Also, wie ich finde, wie man einen Blick auf die Welt haben kann, der einen freut.
00:31:10: Und gerade bei unserer Dokureihe Water Woman habe ich zum Händen gesagt, ich hatte diese Idee schon, die hatte ich fünfzehn Jahre.
00:31:16: Da war ich noch gar nicht Abnuhetaucher.
00:31:18: Da war ich noch normaler Taucher.
00:31:19: Da hatte ich schon diese Idee, weil ich fand immer, dass was im normalen Fernsehlandschaft so in diesen Natur Turdokus ist eine Lücke im Erzählen zwischen diesen ganz großen BBC-Blue Planet, Netflix-Oceans, die die über zwanzig Jahre drehen, bis sie die perfekte Szene mit dem Wahl irgendwie drin haben.
00:31:36: Und da hast du bombastische Bilder, aber du guckst als Zuschauer durch ein Fenster in einer Welt, in der du nicht teil bist.
00:31:43: Du bist nicht dabei, du schaust so rein.
00:31:45: Und dann gibt's diese Extrem-Sportler, die ganz wilde Sachen machen auf den Everest gehen und so.
00:31:49: Da hast du auch Distanz, weil das so extrem bis ist, dass du da auch nicht dabei bist.
00:31:54: Ich hab zum Henning gesagt, der diese Dokum mit mir gemacht hat, ich will, dass der Zuschauer das Gefühl hat, er erlebt das mit mir.
00:32:02: Und da sind auch ganz viele kleine Momente.
00:32:04: Und das ist nicht immer die Superlative.
00:32:05: Wir haben ganz absichtlich nicht ... Wir sind nicht zu den Wahlen gefahren.
00:32:09: Ich hab gesagt, zum Henning irgendwann vielleicht mal, aber ich möchte eine Deutschlandreise machen.
00:32:13: Ich möchte nach Island und in irgendeinen kleinen See.
00:32:16: Ich will diese kleinen Momente, die in den Naturdokos, in den großen, in diesen Superlatives eben nicht stattfinden.
00:32:22: weil das so ein Blick auf die Welt ist, den jeder haben kann.
00:32:25: Und auch dieses Problem eben, dass man immer ... So denkt, man kann auch die Natur so bestellen.
00:32:31: Also, der Henning sagt ja dann, was machen wir dann, wenn dann jetzt wir wollen danach auf die Atoren und dann will ich da vielleicht mit Haien tauchen, was machen wir denn, wenn da keine Haie sind?
00:32:39: Ja.
00:32:39: Und dann hab ich gesagt, und deswegen ist dieser Satz, es ist nie nichts, kommt in unser Doku vor, weil ich dann gesagt habe, es ist ja nie nichts.
00:32:45: Und ich hab zu ihm gesagt, da ist immer was.
00:32:47: Da ist nie nichts, was heißt da nichts?
00:32:48: Da ist trotzdem das Meer und der Sonnenaufgang.
00:32:50: Und ich hab zu ihm gesagt, ich finde noch in einer Fütze etwas, was mich fasziniert.
00:32:54: So, da ist immer was, weißt du?
00:32:56: Und das ist
00:32:56: ja auch so.
00:32:58: Oder es ist
00:32:58: immer
00:32:58: irgendwas da, worüber man sich freuen kann.
00:33:01: Und was uns wirklich fasziniert hat dabei und mir große Freude macht, womit wir nicht gerechnet haben, ist, dass wir wahnsinnig viel Zuspruch von Kindern, Familien mit Kindern, aber auch ganz kleinen Kindern bekommen haben, weil wir haben es ja darauf nicht ausgelegt.
00:33:13: Wir reden ja Englisch oder mit Fremdsprachen, mit Menschen auf der Welt, die wir treffen.
00:33:17: Und wir haben uns dafür entschieden, das nicht zu synchronisieren, sondern das mit Untertiteln zu machen, weil ich finde, du nimmst diesen Menschen, wenn ich da mit dem Fischer auf dem Stelzenhaus in Mexiko rede.
00:33:27: und er redet mit mir spanisch und ich synchronisiere das.
00:33:30: Ich nehme dem die Seele irgendwie, das ist nicht das gleiche, das ist dann nicht der gleiche Mensch, den du erlebst.
00:33:34: Du merkst an der Stimme, wo ihm etwas am Herzen liegt, besonders zum Beispiel.
00:33:39: Das kannst du so nicht synchronisieren, das ist schwer.
00:33:41: Und deswegen haben wir gedacht, so Kinder, die Kinder haben eben diese... diese Faszination des Entdeckens.
00:33:47: Und das ist rübergekommen, sodass mir so Kinder malen, mir Bilder.
00:33:51: Da fässt du um.
00:33:52: Ich in meinem goldenen Anzug, ich in meinem silbernen Anzug mit riesigen überdimensionalen Händen.
00:34:01: Und riesigen Flossen natürlich.
00:34:02: Und wie so die Kinder, so die Proportionen halt manchmal nicht ganz stimmen.
00:34:06: Aber so eingefangen, diese Unterwasserwelt.
00:34:08: Und hier ist Anna und hier ist ein Fisch.
00:34:10: Und das hat mir so wahnsinnig Freude gemacht.
00:34:19: Und das finde ich schön, weil da sind wir grad bei dem Ding.
00:34:20: Weil bei uns ist ja immer bei Feindstoffen mein Podcast, dass jeder was mitbringt.
00:34:24: Also ein Teil ein Stück, was dem was bedeutet.
00:34:26: Und ich dachte, was bringt die Anna mit?
00:34:27: Die kann ja vielleicht diese tollen Flossen mitbringen, sie sich im Wasser so schön bewegen.
00:34:30: Dann dachte ich, vielleicht ist dieser unheimlich schöne silberne Ansatz, der der ja unglaublich steht.
00:34:34: Der ist ja, ich fand mit dem Hain tauchen und dieser silberne Ansatz, das war schon eine Nummer.
00:34:39: Also das hat mir so gefallen, weil auch dein Gesicht so schön.
00:34:42: wie so ein Ripfreifass.
00:34:43: Du hast deine Augenwehren ja auch so anders durch die Maske.
00:34:46: Und eben auch durch den Druck, glaube ich, der Maske kriegt dein Gesicht.
00:34:49: Du hast ja eher so schöne Wangenknochen.
00:34:50: Du hast ja so einen ganz schönen, so cheekies, wie man in England sagen würde, in Amerika.
00:34:54: Und da hat man dann dein Gesicht kriegt, was von so einer freundlichen kleinen Schildkrüter, sag ich mal, fast.
00:34:59: So sieht das aus, so was ganz glattes.
00:35:01: Und du hast da ja auch die Hautwasserkontakt.
00:35:02: Das kannst du nicht abdecken.
00:35:04: Das wird eisikalfe, das Wasser
00:35:05: zwei Grad ist.
00:35:06: Genau.
00:35:06: Und dann, ich finde, ich hat das immer so was ganz Frisches, wenn man denkt, so wie Frau Holle, wann wird das so los?
00:35:11: Es gibt so ein Mädchen, was hat er im Grunde wie aus der Welt?
00:35:14: Und da dachte ich, was bringt die mit?
00:35:17: Und du hast mitgebracht, jetzt flossen die nicht, sondern das mitgebracht.
00:35:20: Aufregende...
00:35:21: Einfach mega high heels.
00:35:22: High heels.
00:35:23: Genau.
00:35:24: Und die Story dazu ist eben... Du hast es ja auch schon angesprochen, ich liebe die Vielfalt.
00:35:29: Ich lebe auch viele Leben.
00:35:31: Und das wissen die Menschen dann eben nicht.
00:35:33: Die denken immer, die ist den ganzen Tag irgendwie am Strand und macht Yoga oder so.
00:35:37: Aber das bin ich ja gar nicht.
00:35:38: Ich bin ja auch ein totaler Stadtmensch.
00:35:39: Ich habe auch neun Jahre in London.
00:35:41: Ich liebe in Berlin und ich liebe auch Stadt.
00:35:47: Ich liebe die Stadt und ich liebe es auch.
00:35:50: das auszuleben.
00:35:51: Und ich liebe Mode schon immer.
00:35:53: Ich liebe die Verwandlung und ich habe so eine irrsinnige Neugierde auch da drauf.
00:35:57: Und ich liebe es auch, mich anzupassen an die Situation und dann immer zu gucken, okay, was passt jetzt?
00:36:03: Zum Beispiel, dass ich den silbernen Anzug trage, ist Absicht gewesen, weil ich wusste auf den Azoren, ich tauche mit Hein und ich möchte mich einfügen in diese Unterwasserwelt.
00:36:14: Das heißt, ich hab die Farbe gewählt, auch in Mexiko, z.B.
00:36:17: dieses Gold, weil die Farben eher so grünlich, bräunlich und die Krokodile grün und so.
00:36:21: Ich will ein Teil sein, das Ganze, und nicht herausstechen.
00:36:24: Und ich hab die High Heels mitgebracht, weil das ist einfach eine schöne Story.
00:36:28: Und ich glaube, das kennen einfach sehr, sehr viele Frauen.
00:36:30: Ich hab mal beim Tauchen, aber wir sind immer noch beim Tauchen, da hab ich trainiert in Charmele Chaik in Ägypten.
00:36:35: Und da kam ein Typ, der da machte ab Nuhe Kurs und trainierte mit uns.
00:36:39: Und der stellte sich heraus, hat mit einem Partner und seiner Frau Der war früher so ein Investmentbänker aus London und die haben Netaproté gegründet.
00:36:48: Und das
00:36:49: war damals
00:36:50: die erste und das war damals noch recht neu.
00:36:53: Und das war die allererste wirklich erfolgreiche Plattform, wo man alle Art von Mode Designer Mode.
00:37:00: Absolut
00:37:00: maximal high
00:37:01: fashion.
00:37:02: Das war
00:37:03: früher
00:37:03: ein Logo, muss
00:37:04: man sagen.
00:37:04: Dann hieß es, ich kaufe das nur in Boutique, damit haben wir
00:37:06: nichts zu tun.
00:37:06: Aber wo man wirklich Geld ausgeben konnte für High Fashion.
00:37:09: Der hatte das inzwischen verkauft und hatte noch Anteile da dran.
00:37:12: Und reiste in erster Klasse durch die Welt und ließ sich gut gehen.
00:37:15: Und ich war so null jemand, der irgendwie irgendwelche Sachen online ... gemacht hat.
00:37:20: Und schon gar nicht.
00:37:21: Ich mach das bis heute.
00:37:22: Ich will in den Laden gehen und die Sachen anprobieren.
00:37:25: Und ich will auch nicht, dass das alles hin und her geschickt wird.
00:37:27: Ich find das furchtbar.
00:37:28: Aber ich hab dann gedacht, okay, ich war dann neugierig.
00:37:31: Und dann hab ich mal diese Plattform, bin ich mal, hab ich diese Plattform angeguckt und hab dann da so rumgeklickt.
00:37:35: Oh, das ist ja irre, weißt du, die Pelz-Mental und keine Ahnung, teuren Handtaschen und so.
00:37:39: Und dann hab ich gesagt, ich guck mal die Schuhe an.
00:37:40: Dann hab ich die Schuhe angeguckt, dann waren da irgendwie fünfzehn Seiten Schuhe und hab ich so durchgeblättert.
00:37:44: Aber keine Schuhe
00:37:44: ist in der Schuhe nicht im Grunde online zu kaufen.
00:37:45: Habe ich so durchgeblattert?
00:37:46: Ich wollte ja auch gar nichts kaufen.
00:37:47: Ich wollte ja nur diese Plattform
00:37:49: an... Ich
00:37:49: wollte einfach nur mal... Ich war so neugierig auf, was ist dieses Netaportee?
00:37:53: hab ich da so rumgeguckt.
00:37:54: Und dann habe ich absolut treffsicher.
00:37:56: Das einzige Paar Schuhe, was ich angeklickt habe, hab ich doch, oh, die sind ja schick.
00:38:01: Draufgeklickt war das treuerste Paar Schuhe auf der Plattform.
00:38:04: Nein.
00:38:05: Das waren diese Teil hier von Ralph Lauren.
00:38:08: Nein.
00:38:09: Für
00:38:09: knapp über tausend Euro.
00:38:11: Das war, das ist Jahre her und das ist, weißt du, das wären heute zweitausend Euro, ne?
00:38:16: Und ich hab gedacht, das ist ja irre.
00:38:17: Also das kann man ja ja nicht.
00:38:18: Unmöglich kann man irgendwie tausend Euro schuhe kommen.
00:38:21: Es geht einfach gar nicht.
00:38:22: Und dann hab ich aber so ... jede Woche immer wieder diese Schuhe angeguckt, ob sie noch da sind, auch in meiner Größe.
00:38:26: Und dann immer noch da.
00:38:27: Und dann hab ich immer gedacht, vielleicht kann man ja doch einmal im Leben irgendwie für tausend Euro Schuhe kaufen.
00:38:31: Einmal im Leben und so, so einen Designer-Peace oder so.
00:38:34: Ich sag, nee, das geht einfach nicht, das kann man nicht machen.
00:38:36: Aber wochenlang hab ich mir diese Schuhe immer wieder angeguckt, ja.
00:38:39: Und dann war Januar und dann war Sale.
00:38:41: Sale,
00:38:42: nein.
00:38:42: Seil,
00:38:42: nein.
00:38:42: Seil, nein, no way.
00:38:44: Und dann habe ich diese Schuhe gekauft, für irgendwie dreihundertvierzig Euro oder so.
00:38:48: Dann
00:38:48: wusstest du, jetzt sind sie meine.
00:38:50: Und dann war die meine.
00:38:51: Und das sind
00:38:52: meine High Heels und ich hab sie auch angezogen, sehr wohl.
00:38:54: Ich hab die getragen, ich trage solche Schuhe.
00:38:56: Also jetzt mit dem Fell, ich weiß nicht.
00:38:58: Das ist scharf.
00:38:59: Das ist die bitteste Slamm, das ist ja auch viele Jahre her.
00:39:01: Also die bitteste Slamm, glaub ich, wird das ein bisschen aussehen.
00:39:04: Okay, man sagt, ich bin ja auch kein Fellmensch und so, auf jeden Fall nicht, aber jetzt ist es passiert, und man soll einfach sagen.
00:39:09: Also heute wirklich ein Webpälz oder so was.
00:39:10: Ja genau,
00:39:11: geht auch wunderbar, kann man sagen, kann
00:39:12: man ganz normal.
00:39:13: Und ich habe halt so gedacht, weißt du, deswegen habe ich dir auch mitgebracht, das ist auch so eine Geschichte über Frauen.
00:39:18: Wir Frauen, die meisten von uns brauen oder sehr viele von uns, haben einen so ein paar Schuhe.
00:39:22: Das ist ein paar Schuhe, was du nicht kaufst, um das anzuziehen.
00:39:25: Ja,
00:39:25: es ist so.
00:39:25: Diese paar
00:39:25: Schuhe kaufst du?
00:39:26: weil du die haben möchtest.
00:39:28: Dieses Paar Schuhe stellst du dir vor, wie du die anziehst und wer du dann bist, wenn du die anhast.
00:39:32: Und dann nimmst du die manchmal aus dem Schrank raus, schreifst die, dann tust du die wieder in den Schrank rein.
00:39:37: Und du weißt immer, ich habe diese Paar Schuhe im Schrank.
00:39:39: Ich bin eine Frau, die solche Schuhe hat.
00:39:41: Und das reicht.
00:39:42: Du musst die gar
00:39:43: nicht anziehen.
00:39:44: Du musst die mal haben.
00:39:45: Und
00:39:45: dann weißt du, ich bin jemand, der solche Schuhe hat.
00:39:47: Ja, das stimmt.
00:39:48: Und das macht
00:39:49: was mit einem.
00:39:49: Es ist ganz viel, das ist auch die Bewegung.
00:39:51: Und das ist die Schönheit
00:39:51: von Hode, finde ich.
00:39:53: Ja,
00:39:53: das verzaubert dich und nimmt dich auch mit.
00:39:55: Deswegen ist es eigentlich gar nicht so profan.
00:39:57: Nicht, gar
00:39:57: nicht.
00:39:57: Ich glaube, dass Mode immer wieder dir auch zeigen kann, das ist jetzt nicht.
00:40:00: man so darf das nicht überbewerten.
00:40:02: Aber ich glaube, das ist etwas, was dich ... auf eine schöne Art behüten kann.
00:40:08: Weil du damit träumen darfst.
00:40:11: Du darfst dir vorstellen, wir sind ja alle viele Menschen im Leben.
00:40:14: Und wenn du im Alltag bist und du hast drei Kinder und du bist als Mutter die Kinder in die Kita, dann kannst du nicht auf solchen Heils rumrennen.
00:40:20: Du kannst aber trotzdem ... Irgendwo in dir ist diese Frau, die mit solchen Highheels rumläuft.
00:40:26: Und die bist du auch, weißt du?
00:40:27: Wir sind beides.
00:40:28: Wenn
00:40:29: man denkt bei dir, jemand, der so konsequent wie du, sagen wir mal, so an die Grenzen gehst, was die auch Menschen erleben, dann denkt man, was braucht die noch Highheels?
00:40:36: Aber das ist das, was dich auch ausmacht und was dich dazu befähigt, darüber auch zu sprechen, darüber Filme zu machen, darüber zu schreiben.
00:40:44: Weil du den Menschen auch dadurch ein Benefit schenkst, weil man sieht, dass du hinschaust und gerade wenn du grad sagst, dass Kinder so begeistert sind.
00:40:51: Und ich denke Erwachsene genauso, die werden das manchmal nicht mehr so, die tun sich schwerer, manchmal
00:40:55: zu sagen, guten Tag.
00:40:57: Die schreiben
00:40:57: uns auch
00:40:57: viele Nachrichten.
00:40:58: Aber dass man sieht, was ist möglich, was können wir, was für ein Wunderwerk wir selber sind und wie schön wir eigentlich in dieses System passen, wenn wir es nicht so zerstören würden.
00:41:07: Das ist, glaube ich, eine große Message, die ich auch sehe in deiner Welt.
00:41:11: Klar, du brauchst ja immer auch ein großes Team, so eine wichtige Frage.
00:41:14: Du bist ja... So safe mit dir, das merkt man auch von mir mit dir, sprich, dass er eine Freude ist, die wir uns gerade erst von kennengelernt haben.
00:41:20: Man sieht dich, ich fühlte sofort mit dir tief tauchen, weil man denkt, man ist safe mit dir.
00:41:24: Du bist jemand, die sich gut um die anderen kümmert, hat man ja auch gesehen, als ihr da unterwegs war, dein Island in dem Eis ist kälte und dann du deinen Partner mitschleppst und nimmst ihm den Part ab, den er tragen muss.
00:41:35: Aber ich glaube, wichtig ist natürlich auch zu sehen, wie wichtig ist Team.
00:41:38: Du brauchst ja immer ein Team, du musst ja vertrauen, weil das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:41:42: Du bist ja wo du bist, jetzt unabhängig.
00:41:45: was da im Wasser passieren kann.
00:41:47: Die Menschen, mit denen du bist, die Bote, die Leute, die dich unterstützen, die Tipps gehen, da könnte es passieren.
00:41:53: Wie suchst du das aus?
00:41:53: Ist das ein reines Menschengefühl oder ist es eher, dass du da auf Erfahrung
00:41:57: vertrachtest?
00:41:57: Es war so, dass auch der Henning Rütten, der in dem Film sehr vorkommt, weil ich ihn gezwungen habe, ich wusste, dass der so als Ein-Mann-Team arbeiten kann.
00:42:08: Der machte ganz tolle Sportdokus und da hat man eine Dokus, da hat mich mal begleitet auf einem Wettkampf auf dem Bahamas.
00:42:13: Du kannst eben in so einer Umgebung, in so einer Situation, wenn du da so ein Fernsehteam mit fünf Leuten, mit Kameramann, Tonmann, Assistent, Kronenflieger und Regisseur und irgendwie da ein Pull-User, da kannst du, das geht einfach nicht.
00:42:26: Da kannst du dich auf nichts mehr konzentrieren und das ist so ein Affen-Zirkus, das funktioniert einfach nicht.
00:42:30: Und ich wusste, der Henning, der kommt alleine und dadurch gibt es... fängt er diese intimen Momente ein und das wollte ich ja.
00:42:36: Ich wollte ja die Wahrheit erzählen und auch manchmal geht es auf die Kosten des perfekten Bildes, aber wir nehmen den Moment mit in dem Moment, wo er passiert, weil Henning dann eben auch alleine ist und so schnell ist und weil wir die Leute, die wir treffen, nicht überwältigen mit vier... Man Team, wo die Leute auch gar nicht mehr reden, weil die so ... Das ist ja nicht jeder Mann's Sache.
00:42:56: Wir sind nur zu tritt.
00:42:57: Wir brauchten noch einen Unterwasser-Kamera-Mann immer.
00:42:59: Deswegen sind wir immer nur zu tritt.
00:43:01: Du brauchst nur ein Auto.
00:43:03: Jeder von uns muss auch so drauf sein, dass wir so irre sind, dass wir immer noch arbeiten.
00:43:08: Wenn wir eine Stunde in eine Richtung durch den Schneesturm gefahren sind und uns fällt ein, dass wir vergessen haben, eine Aufnahme neben dem Ortsstall zu machen, dann müssen wir umdrehen und wieder zurückfahren.
00:43:20: Und dann, wie ich das ausgesucht habe, die Orte, ich hab zum Henning, der mir da wahnsinnig vertraut hat, der am Ende ja die Filme machen muss, das ist ja dann sein Job.
00:43:28: Ich hab gesagt, ich wollte da auf den Azoren, da kann man mit den Haientauchen, das will ich machen.
00:43:33: Und da gibt's da so einen alten Wahlspotter, den können wir besuchen.
00:43:37: Ansonsten weiß ich auch nicht, aber ich finde, wir sollten da mal hinfahren.
00:43:40: Dann sind wir da einfach hingefahren.
00:43:41: Dann hab ich gesagt, da kann man mit Krokodilen im Wasser, ich will das, wollte ich schon immer machen.
00:43:45: Da bist du dahin.
00:43:46: Der Henning hat einfach gesagt, ja, okay.
00:43:48: Dann hab ich ausgesucht, mit dem ich sprechen will.
00:43:50: Dann hab ich immer recherchiert, manchmal kannte ich die Leute vorher oder ich kannte die aber auch oft nicht vorher.
00:43:56: Dann hab ich gesagt, hier gibt's so einen Wissenschaftler, Den finde ich total interessant.
00:43:59: Ich möchte mit dem sprechen.
00:44:01: Und findest du das gut?
00:44:02: Und dann hat er gesagt, ja, finde ich auch gut.
00:44:04: Und dann haben wir die kontaktiert.
00:44:05: Manchmal ich, manchmal er.
00:44:06: Und dann haben wir das so ausgemacht.
00:44:08: Und ich hab mir immer gesagt, ich möchte diesen Menschen treffen und jeden Menschen treffen.
00:44:11: Und in Island zum Beispiel, den einen, diesen wilden Islander da, den Erländur, den Kantotobi.
00:44:16: Okay.
00:44:17: Und wie gefährlich ist das, den falschen Locations ausgesucht zu haben?
00:44:19: Das ist ja auch so was.
00:44:22: Warte, Weg auf zu sagen, wie ich dahin, wo mache ich das?
00:44:25: Ist
00:44:25: das Risiko?
00:44:26: Absolut, das mag ich.
00:44:27: Und wenn
00:44:27: du ohne Filme nach Hause kommst, dann hast du natürlich ein Problem.
00:44:29: Wunderbängig
00:44:30: von den Filmen, sondern auch von dem, wie unterschiedlich ist das, wenn du mit einem Team dabei bist?
00:44:35: Wie sehr musst du dich dann trotzdem konzentrieren?
00:44:37: Bist du ja abgelenkt dafür, als wenn du vielleicht im Wettkampf oder anders, oder für dich alleine was machst, oder?
00:44:42: Ja, ist natürlich, wenn, also so eine Drehereise ist natürlich einfach eine andere Auftrag.
00:44:48: als wenn ich jetzt für mich tauche und ich will da diese Unterwasserwelt entdecken und die genießen für mich.
00:44:54: Weil ich natürlich einfach dann mir sehr viel mehr Zeit nehmen würde an einer Stelle, wo ich sage, oh, das finde ich jetzt aber toll, hier bleibe ich.
00:45:00: Wir haben natürlich einfach immer einen Job zu erledigen und ich habe, wie ich ja vorhin schon gesagt habe, im Hinterkopf, dass ich noch diesen Shot und diesen Shot und diesen Shot brauche, weil sonst kannst du keinen Film schneiden.
00:45:09: Also dann habe ich die Sachen zwar gesehen, aber der Zuschauer kann nichts sehen, weil es unmöglich ist, den Film zu schneiden, weil wir keine Aufnahmen
00:45:16: haben.
00:45:16: Ich finde es faszinierend.
00:45:18: Also einfach ein anderes, es ist auch arbeiten, einfach dann und erzählen.
00:45:23: Und ich bin dann auch in einem anderen Modus.
00:45:25: Ich entdecke natürlich und erlebe das.
00:45:28: Und das kann mir auch keiner nehmen.
00:45:29: Also zum Beispiel in Mexiko ist uns am letzten Tag, ist im Henning, seinen Koffer geklaut worden.
00:45:35: beim Einchecken in der Rezeption im Hotel der Koffer, der Handkoffer.
00:45:41: Von neben seinem Bein weg, haben die uns abgelenkt mit dem Ausfüllendes Formular, haben die ihn den Koffer mit dem ganzen Kamera-Equipment geklaut.
00:45:49: Oh no.
00:45:50: Achtzehntausend Euro-Kamera-Equipment.
00:45:51: Weg.
00:45:52: Der ganze Film.
00:45:53: Und das war der letzte Tag.
00:45:54: Und ich hab die ganze Zeit gedacht, wie so bei der Polizei und so.
00:45:57: Ich hab immer gedacht, okay, der Film ist weg.
00:45:59: Der Film ist weg.
00:46:00: Wir haben kein Film.
00:46:01: Katastrophe.
00:46:02: So was sagen wir dem NDR und so, wir haben kein Film.
00:46:04: Und budget, also schlecht.
00:46:07: Das ist aber gar nicht gut gelaufen.
00:46:08: Und dann
00:46:08: hab ich da gesessen und dann hab ich immer gedacht ... Aber ich hab's erlebt.
00:46:11: Ich war mit Krokodilen im Wasser und der Film in meinem Kopf, der ist nie weg.
00:46:14: Das musst du gut erzählen.
00:46:14: für
00:46:15: die, die es nicht gesehen haben, weil ich mein, das in Mexiko fand.
00:46:17: Ich war schon für Fortgeschrittene.
00:46:19: Da dachte ich jetzt, dreht sie ein bisschen durch, da muss ich ehrlich sagen, weil ich finde, so Krokodil ist ja immer was ganz anderes.
00:46:23: Die Hyatt hab ich verstanden, ich hab da gelernt, also wenn ich mal in einer Hyatt treffe, ich weiß genau, wie du halt die Hände zusammen nicht anfassen, probiere und so.
00:46:31: Ich hab da so ein paar Sachen fürs Leben gelernt.
00:46:33: Ich dachte immer nur, wie macht ihr das mit dem Geduft, hab ich gedacht.
00:46:35: Die riechen dich doch auch, wenn ihr da mit dem Gummi kommt.
00:46:37: Aber vielleicht denken
00:46:38: wir interessant.
00:46:39: Ja, die sind neugierig, die gucken wir mal, aber eigentlich ... Ja,
00:46:42: die wollen uns halt auch nicht fressen.
00:46:43: Ja, Gott sei Dank.
00:46:44: Aber ich muss sagen, Krokodile ist ja dann mal eine andere Nummer als ein Hive.
00:46:48: Das ist ja schon ein anderes Tier, weil die schnappen ja aus ganz anderen Beweggründen, könnte ich mir vorstellen.
00:46:53: Da dachte ich, das ist schon sehr, sehr mutig gewesen, weil das ist schon, wie die auch lagen, als das Erste kam.
00:46:59: Das glaube ich nicht.
00:46:59: Das war schon auch sehr gefährlich, oder?
00:47:01: Nee,
00:47:02: also tatsächlich nein.
00:47:04: Weil einfach das wahnsinnig gut gemanagt war von dem Guide Louis mit seinem Besenstil.
00:47:09: Muss man wirklich sagen.
00:47:09: So was von Stil alles kann.
00:47:10: Der hat das toll gemacht.
00:47:12: Man muss natürlich schon so ein bisschen in der Lage sein, dann die Ruhe zu bewahren, wie bei allen diesen Dingen.
00:47:16: Also wenn du dann hektisch wirst, dann ist halt schlecht.
00:47:19: Alles immer nur langsame Bewegungen, nur ganz ruhig.
00:47:22: Und der Henning... hat sich da der wirklich kein Unterwasser-Mensch ist.
00:47:27: Der hat sich dann aber am Schluss reingetraut.
00:47:29: Und ich hab festgestellt beim Handling, also, wir haben uns gerade vor ein paar Tagen drüber unterhalten, weil wir jetzt, wir wollen so eine Live-Show machen.
00:47:36: Und da haben wir drüber geredet, machen wir ganz viel behind the scenes, wie das überhaupt entsteht und was da passiert.
00:47:41: Und da haben wir noch drüber geredet, dass ich den Handling ganz schön aus seiner Komfortzone rausgeholt habe.
00:47:46: Und das war halt in Mexiko hart.
00:47:48: Und ich habe gelernt, wenn ich dem Handling eine Kamera in die Hand gebe.
00:47:51: Dann macht er alles.
00:47:53: Der Kameramann, der das perfekte Bild will.
00:47:55: vergisst jede Angst.
00:47:57: Und der hat dann doch, ist der reingekommen ins Wasser mit der GoPro hinter uns, wie wir die Krokodile mit den Krokodilen gefilmt haben, weil der so eine Aufnahme haben wollte, wie wir alle da arbeiten mit den Krokodilen.
00:48:08: Ist der dann doch, hat er sich ins Wasser getraut?
00:48:10: Und dann stand er so drei Meter hinter uns und mit der GoPro.
00:48:13: und dann habe ich so gemerkt, wie ich so geguckt habe, dass er immer näher kommt, immer näher kommt mit seiner GoPro, weißt du?
00:48:18: Und dann bin ich weg und habe ihn so nach vorne geschoben.
00:48:21: Und dann ist der Henning vorne, der Henning, der wirklich ... Angst hat vor allem im Wasser.
00:48:26: Der ist vorne vor der Nase von dem Krokodil gewesen und hat sich das getraut.
00:48:30: Und dann kam der hinterher raus und ich hab ihn interviewt.
00:48:33: Ich hab ihn gefilmt, wie er sagt.
00:48:35: Das war erstaunlich.
00:48:36: dass ich gemerkt habe, wie ruhig das hier alles ist und dass der Louis das echt managt und dass ich gar keine Angst haben musste und ich hatte in dem Moment auch keine Angst.
00:48:44: Und mir war auch wahnsinnig wichtig, dass wir das erzählen, wie das gemacht wird.
00:48:47: Weil du kannst das natürlich, wenn das jetzt Discovery Channel wäre, dann wäre das so, BAM BAM BAM, Szene, Gefahr, sie taucht mit dem Krokodil, vielleicht wird sie gefressen.
00:48:57: Weißt du so, ich will ja aber gar nicht so tun, als wäre ich so ein irret-krokodal Dandy, der sich da wahnsinnige Sachen traut.
00:49:03: Wir wollen immer erzählen, wie wird das gemacht?
00:49:06: Warum ist das jetzt safe?
00:49:07: Warum traue ich mich das?
00:49:08: Und was passiert da für den Zuschauer?
00:49:11: Ich will gar nicht so tun, als wäre ich da so ein Superheld.
00:49:12: Aber ich finde das
00:49:13: so irre an, dass du die ganze Zeit das so entertainen könntest, dass du das auch denkst und die richtigen Bilder, das du schon sagtest, dass du auch schaust, dass die Bilder gut sind, wenn du dich bewegst.
00:49:22: Aber das ist ja...
00:49:23: Ich bin im Erzählmodus.
00:49:25: Aber trotzdem ... Ich
00:49:26: habe etwas, was ich den
00:49:27: Leuten wirklich
00:49:29: nahebringen will.
00:49:30: Und ich will es ehrlich erzählen.
00:49:32: Ich weigere mich, da irgendwo zu tun, als ob da Gefahr wäre, wenn da keine ist.
00:49:36: Aber als ein Gefahr für dich in deinem eigenen Leben war, du bist hier einmal bei einem, dass du ohmächtig geworden bist.
00:49:41: Da bist du runtergezogen auf hundertdreißig Meter.
00:49:44: Genau, wo die Weltrekord versuchst.
00:49:45: Da ist einfach
00:49:46: ein ranfürselogisches
00:49:47: ... Also, was ja in jedem passieren.
00:49:49: Und euch natürlich auch genauso wie im anderen, dass man einfach ohmächtig will.
00:49:52: Jetzt muss man natürlich sagen, dass Ohmacht eigentlich ein Geschenk dann schon was wieder erwähre, weil die Ohmacht, der ja auch die Chance nimmt, diesen Moment zu erleben.
00:50:00: Aber das ist ja schon ein dramatischer Moment gewesen.
00:50:03: Wird es so sein, das war das dramatisch, was du da erlebt hast?
00:50:07: Und wie ist das dann?
00:50:08: Das kommt ja out of the blue.
00:50:09: Meistens passieren solche Sachen man gar nicht damit rechnen und denkt, ich bin irgendwie safe oder wie würdest du das
00:50:13: beschreiben?
00:50:14: Ja, das war ziemlich wild.
00:50:15: Das war eben ein Weltrekordversuch.
00:50:17: hatte ich ja vorher auch gut trainiert und das hat da alles immer super geklappt.
00:50:20: Auch
00:50:21: in der Tiefe so.
00:50:21: Genau, in der Tiefe, so alles kein Problem, war alles immer easy.
00:50:25: Und ich bin da so fast ohne Atemurals zurück an die Oberfläche gekommen, also es war wirklich super.
00:50:30: Hundertdreißig Meter.
00:50:31: Hundertdreißig Meter.
00:50:32: Man muss dazu sagen, mit dem Schlitten nach unten und dann unten die Gewichte dort lassen und selber hoch schwimmen.
00:50:37: Sogenanntes variables Gewicht.
00:50:39: Eine
00:50:39: Disziplin aus der Nase.
00:50:40: Genau.
00:50:41: Und ich hab das gemacht.
00:50:42: Eigentlich war ein Weltrekordversuch, aber der Witz für mich war, das war das Tiefste, was ich mit Flaschen getaucht bin.
00:50:47: Und irgendjemand hat mal zu mir gesagt, jetzt tauchst du ja tiefer als Abnoe, als mit Flaschen.
00:50:52: Und dann hab ich gesagt, nee, da war ich in Abnoe noch nicht.
00:50:55: Und dann hab ich irgendwann gemerkt, ich kann da vielleicht aber auch ohne Flaschen hin.
00:50:59: Und das ist doch irre.
00:51:00: Und dann hab ich irgendwie gedacht, die hirn da dreißig, die kann ich ohne Flaschen.
00:51:02: Und zufälligerweise wäre das auch ein Weltrekord gewesen.
00:51:05: Wobei der Rekord ... für mich eigentlich das Nebending war an der ganzen Sache.
00:51:10: Das hat mich einfach fasziniert.
00:51:11: Und dann eben bei diesem Versuch habe ich den Fehler gemacht, die Maske vorher fester zu ziehen, als sonst, weil die mir einmal vom Kopf fast gerutscht war, das Maskenband, weil auf dem Weg nach unten.
00:51:21: Und dadurch hat die Maske anders gesessen und die hat Druck auf meine Augen ausgeübt.
00:51:26: Und ich wusste nicht, dass es den sogenannten Augen-Herzreflex gibt, der dir die Herzfrequenz immer weiter senkt, denkt, der Körper interpretiert diesen Druck auf die Augen als Gefahr.
00:51:35: Du könntest ein Gehirnschlag, das ist zu viel Druck im Kopf.
00:51:37: Und der macht den Druck weg.
00:51:39: Der macht das ganze Blut aus
00:51:40: dem Kopf.
00:51:40: Der macht das ganze Blut aus dem Kopf und senkt die Herzfrequenz, bis du ohnmächtig bist.
00:51:44: Wenn der Druck nicht weggeht, immer weiter.
00:51:46: Und deswegen bin ich eben völlig überraschenderweise.
00:51:49: Ohnmächtig
00:51:50: gemacht.
00:51:51: sehr tief ist für uns.
00:51:52: Und da war aber mein Coach schon da, um mich zu sichern mit so einem Scooter.
00:51:57: Ja, war auch völlig überrascht.
00:51:58: Was
00:51:59: gibt dir denn eine Art ...
00:52:00: Nee, kann er gar nicht.
00:52:00: Ich bin auch unmächtig.
00:52:01: Er muss mich nach oben bringen.
00:52:02: Und der hatte so eine GoPro auf dem Scooter, der hat so ein Unterwasser-Scooter gehabt.
00:52:06: Und da sieht man auch, dass er auch erst gar nicht reagiert, weil er gar nicht verstanden hat, was passiert.
00:52:10: Und dann denkt er, hey, die ist unmächtig.
00:52:12: Dann hat er mich geschnappt und nach oben gebracht.
00:52:14: Und oben bin ich da auch aufgewacht.
00:52:15: Und so war auch alles okay.
00:52:16: Aber die Frage war
00:52:17: halt jetzt,
00:52:18: wieso ich da unmächtig geworden bin.
00:52:20: Und das, was eben davor schon war, war, dass ich schon in der Tiefe gespürt habe, dass was nicht stimmt.
00:52:25: Aber ich wusste nicht was.
00:52:26: Und ich hab gemerkt, okay, es fühlt sich ganz anders
00:52:29: an.
00:52:29: Aber ist es dann nicht leicht, Leiter zu sagen, oder ist es dann überhaupt noch möglich zu sagen, ich breche das ab, könntest du
00:52:34: dann irgendwie, du
00:52:34: musst es dann machen?
00:52:36: Und dann habe ich halt gewusst, okay, irgendwas stimmt nicht.
00:52:39: Ich konnte nicht einordnen, was und was das jetzt bedeutet.
00:52:42: Wäre ich jetzt in achtzig Meter unmächtig, komme ich überhaupt noch nach oben, konnte ich nicht sagen.
00:52:45: Und das ist natürlich jetzt der Moment, in dem ich die Fähigkeit haben muss.
00:52:49: Und deswegen muss ich auch recht sagen, die Sachen, die man auch in der Doku sieht und so, das ist Jahrzehnte von Erfahrung im Tauchen, die mir erlauben, das auch so zu machen.
00:52:59: Ich muss wissen in diesem Moment, dass ich keine Panik bekomme und dass ich ruhig bleiben kann.
00:53:04: Und das heißt zum Beispiel, jeder Mensch würde denken, es stimmt was nicht, so schnell wie möglich zur Oberfläche.
00:53:09: Hätte ich das gemacht, angefangen zu spurten, wäre ich wahrscheinlich in den Achtzig, Neunzig, Metertiefe unwichtig gewesen.
00:53:14: Und da wäre dann keiner gewesen.
00:53:15: Da hätten sie mich trotzdem heben können.
00:53:18: Es hätte aber viel länger gedauert, das wäre alles viel schwieriger geworden.
00:53:21: Und ich wusste aber, okay, ich habe ein Problem.
00:53:24: Jetzt kommt es darauf an, Sauerstoff sparen und möglichst ruhig.
00:53:28: Und ich bin langsamer geworden, ich bin noch langsamer geschwommen.
00:53:32: Das heißt, ich habe länger Zeit gebraucht, aber länger Zeit war sicherer in dem Fall.
00:53:36: Und das musst du dann können, weißt du, da musst du das unterdrücken, dass du jetzt aber nach oben willst.
00:53:41: Das kannst du dir dann nicht erlauben.
00:53:42: Und ich sage dann immer, sie sollte sagen, wie machst du das?
00:53:45: Und ich sag den Leuten, ich hebe mir die Angst für später auf.
00:53:48: Sag ich dann immer, das ist echt so, das ist doch mal ein Buchtitel irgendwann mal.
00:53:52: Ich hebe mir die Angst für später auf, weil es ist nicht so, ich wurde mal von so.
00:53:56: Psychologen und so, was so gecheckt, ob ich normale Angstwerte habe.
00:54:00: Ich fahre ja auch keine Achterbahn.
00:54:01: Ich bin gar kein Andrenalin-Junkie.
00:54:02: Ich hasse es.
00:54:04: Null, Achterbahn, vergiss es.
00:54:05: Und ich hab aber die Fähigkeit, die Angst erst dann später zu haben.
00:54:10: In dem Moment beschäftige ich mich nicht mit der Angst.
00:54:12: Dass du so konzentriert auf den Moment bist, bis
00:54:14: es bei dir selber traust.
00:54:15: Ich überlege mir in dem Moment, was muss ich jetzt machen, um mit dieser Situation umzugehen.
00:54:20: Hinterher kann man die Angst kriegen.
00:54:23: Was
00:54:24: ist das für Menschen, ganz normale Menschen wäre?
00:54:26: Das ist das ganze Atemtheater, das ist was ganz anderes.
00:54:29: Ich glaube, was ist das sozusagen, was ein mentales Stärke gibt, wenn es wirklich eng wird?
00:54:34: Das merkt man ja auch.
00:54:35: Es gibt so ein Atemantra, was ich mal gelernt habe, das ist so som-ham.
00:54:40: Das ist das klassische Indisch aus dem Sanskrit.
00:54:43: Da hat man beim Einatmen schließt man die Augen und atmet die Gnase an, denkt an som, beim Ausatmen nach ham.
00:54:49: Das macht, wenn man wirklich mal Angst hatte.
00:54:52: Dann ist nach fünf Atemzügen bist du still.
00:54:55: Also das Atemantrag, was dich still macht.
00:54:57: Du musst nicht mal laut sagen, aber in dir.
00:54:59: Das habe ich mal erlebt bei so einem Flug, wo es echt unruhig war und dachte, oh Gott, oh Gott, wie kriege ich jetzt Ruhe rein oder so.
00:55:04: Und das hat funktioniert.
00:55:05: Und ich glaube, diese Kraft, die es ja gibt, das ist ja aber, das ist ja trotzdem heute im aktiven Atmen zu tun.
00:55:10: Man sagt ja immer atmen Sie tief ein, ein bisschen länger aus, bla bla.
00:55:13: Aber das ist ja nicht der Fall.
00:55:14: Bei dir ist ja sozusagen alles in Zeit.
00:55:17: Du bist ja völlig befreit von dem, was eigentlich ... uns dann in dem Fall am Leben halten würde.
00:55:22: Was ist das, was dann in dir, ist das das Vertrauen zum Leben, du sprüßt dein Leben dann ganz, du hast das ja selbst in der Hand.
00:55:29: Ich habe
00:55:29: natürlich sehr viel Vertrauen in das, was ich kann, das ist natürlich klar, ich kann das sehr genau einschätzen, aber in so einer Situation, die war natürlich nicht einzuschätzen.
00:55:37: und dann ist es eben, die Panik würde mich umbringen.
00:55:41: Also was einen umbringt und was zum Beispiel der typische Tauchunfall fast alles ist unter Wasser löstbar.
00:55:46: Es gibt wenig Tauchunfälle, muss man tatsächlich sagen, für so viele Leute wie Tauchen, aber es gibt welche.
00:55:50: Und meistens ist es so, dass die Leute grundlos sterben, weil sie Angst bekommen haben und dann einfach nicht... Die Geredet hätten sozusagen, die alle Möglichkeiten.
00:56:02: Die sterben mit vollem Tank sozusagen.
00:56:04: Und das, was man eben in so einem Moment, wo man plötzlich überrascht wird und es kommt jetzt wirklich hart auf hart, das, was ich auch, wenn ich die Bundeswehrsoldaten ausbilde.
00:56:12: Ich arbeite schon lange seit zehn Jahren zusammen mit den Spezialkräften der Marine und auch allen Tauchern der Marine.
00:56:19: Und das, was wir da zum Beispiel auch trainieren, ist, nie das Steuer aus der Hand zu geben.
00:56:23: Ich überlasse mich nicht meiner Angst und meiner Panik.
00:56:26: Ich überlasse dem Instinkt, der versucht, mir zu diktieren, wie ich handeln soll, nicht die Entscheidung.
00:56:31: Ich entscheide.
00:56:32: Und vielleicht ist ja zum Beispiel ... schnell zur Oberfläche die richtige Entscheidung.
00:56:37: Aber vielleicht auch nicht.
00:56:38: Und mein Instinkt sagt, vielleicht musst du jetzt so schnell wie möglich hier weg.
00:56:41: Und es kann auch sein, dass das richtig ist.
00:56:43: Und dann sage ich, ja richtig, okay, mach ich, Gas geben.
00:56:46: Es ist aber oft die falsche Entscheidung.
00:56:48: Ich muss nicht weg.
00:56:49: versuchen schnell zu oberflächten.
00:56:51: Ich muss Ruhe reinbringen und mein Problem erst mal lösen.
00:56:55: Und das gibt es natürlich im Leben auch.
00:56:57: Und ich habe so Momente, ich habe zum Beispiel so ein Beispiel, das habe ich auch in meinem Buch geschrieben, weil mir Leute immer fragen, überträgt sich das ins normale Leben.
00:57:03: Da habe ich so den ersten Vortrag für so einen großen Immobilienbranche, Veranstaltung, wurde ich eingeladen.
00:57:11: Für so ein Keynote-Speaking, nennt man sich so eine lebender Veranstaltung.
00:57:14: Und das war richtig viel Geld.
00:57:16: Und ich war so völlig entsetzt, wie viel Geld ... mir dafür bezahlen und hab so gedacht.
00:57:21: War
00:57:21: nicht so gut verdient.
00:57:22: Ja, war echt, ja, genau.
00:57:23: Und ich dachte so, aber was erwarten die für mir?
00:57:26: Also Vortrag halten an sich, hab ich keine Angst, aber ich war mir nicht sicher, ob ich
00:57:30: so professionelle
00:57:32: Multimedia-Show irgendwie mit Soundeffekten brauche oder ob ich mit meinem Powerpoint, was ich zusammengepastet hab, da irgendwie für dieses Geld das Abliefer, was die erwarten, weißt du, das wusste ich gar nicht.
00:57:43: Also das hat mich nervös gemacht.
00:57:44: Und dann habe ich, dann musste ich sechs Wochen vorher die Präsentation ab.
00:57:48: Mit den Bildern hab ich ein paar Bilder rausgesucht, hab das eingeschickt und hab gedacht, ich überlege mir kurz vorher, was ich exakt dazu sage.
00:57:54: Und ich dachte, am Tag vorher überlege ich mir das.
00:57:57: Und hatte aber das Datum vermasselt und habe dann festgestellt, dass der Tag vorher der Tag ist, an dem der Vortrag ist.
00:58:04: Und ich hatte, es war zum Glück in Berlin, noch eine halbe Stunde, in dem Moment, wo ich das realisiert habe, ich konnte mein Laptop nicht mehr holen, ich konnte mich nicht mehr umziehen, ich konnte nicht mehr gucken, was für Bilder ich da eingeschickt hab.
00:58:16: Wusste ich nicht mehr, ich wusste nicht mal, was in meiner Präsentation ist.
00:58:18: Nein.
00:58:18: Ich konnte mich gar nicht vorbereiten.
00:58:20: Ich konnte einfach nur ins Taxi springen und dahin fahren.
00:58:22: Und dann bin ich da angekommen und war ich perfekt on time da.
00:58:25: Dann sagten sie, hier sind sie ja, brauchen sie noch irgendwas?
00:58:28: Nein.
00:58:28: Und dann haben die mich verkabelt und dann ... war da so ein, so eine Podiumsdiskussion zur Risikofinanzierung, die gingen ein bisschen drüber, dann haben die mich da ins Publikum gesetzt.
00:58:37: Alles so Männer in Anzügen, weißt du, so die auch was erwarten.
00:58:40: Und ich saß dann da und hatte noch so fünf Minuten Zeit, bevor ich dran bin.
00:58:43: Und jetzt hast du diesen Moment.
00:58:44: Und ich hatte natürlich zweihundertvierzig Puls, klar.
00:58:47: Herzfrequenz, Herzrasen, totale Panik.
00:58:49: Dachte ich, jetzt hab ich das vermasselt, jetzt hab ich das vermasselt, jetzt ist Katastrophe, ne?
00:58:53: Jetzt Katastrophe.
00:58:53: Dann sitzt du da und dann hast du die Möglichkeit, die ganze Zeit zu denken, oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott, ich hab's vermasselt.
00:58:59: Oh nein.
00:58:59: Oh nein, was mach ich jetzt?
00:59:01: Und dann sind fünf Minuten rum.
00:59:03: Dann
00:59:03: hast du es wirklich vermasselt.
00:59:04: Dann hab ich da gesessen, hab gedacht, okay, Puls von zweihundertvierzig, totale Panik, egal, was überlege ich mir jetzt?
00:59:11: Und ich kann mir ja nicht den ganzen Vortrag überlegen, ich hab ja nur fünf Minuten und ich weiß ja auch nicht, was für Bilder ich hab.
00:59:15: Was muss ich mir jetzt in diesen fünf Minuten überlegen?
00:59:18: Und dann hab ich gedacht, ich muss mir jetzt überlegen, wie ich anfange.
00:59:20: Was ist mein Anfang?
00:59:21: Was sind meine ersten Sätze?
00:59:23: Das ist jetzt das wichtigste, was ich jetzt mir überlegen muss.
00:59:26: Und dann hab ich mir fünf Minuten da gesessen, hab gedacht, okay.
00:59:29: Wie fange ich an?
00:59:30: Wie fange ich an?
00:59:30: Und dann bin ich irgendwie drauf gekommen, wie ich anfange.
00:59:32: Und dann habe ich mich da hingestellt.
00:59:34: Und
00:59:34: dann habe ich einfach diesen Vortrag gemacht.
00:59:35: Und das ist eben dieses Beispiel.
00:59:37: Und dann habe ich den Herzinfarkt, habe ich ihn der U-Bahn auf dem Weg nach Hause bekommen.
00:59:40: Die Scheißausbrüche.
00:59:42: Jetzt muss man aber auch sagen, dass wenn man in einer Situation ist, die oder... Da geht es mal lebensfeindlicher Raum ist.
00:59:48: Das ist ja eigentlich für uns erst mal lebensfeindlicher Raum.
00:59:50: Dann ist es natürlich schön gesagt, wenn ich oben auf der Bühne denke, okay, alles klar, atmet tief durch, nur kommst du spät.
00:59:55: Da unten ist natürlich eine ganz andere Welt, in der du eben auch nicht alles regeln kannst.
01:00:02: Du musst ja da noch konzentriert, da noch schneller sein.
01:00:05: Du hast den Beispiel nach dieser Ohmachtserfahrung, warst denn so, dass du zum Beispiel auch mal den nächsten Gangen danach, dass du dich daran erinnert hast, oder ist das dann einfach ... Als kannst du das cleanen.
01:00:16: Genau, aber nee, gar nicht.
01:00:16: Ich hatte einfach schon immer echt, muss ich sagen, unter Wasser dieses Gefühl in mir, dass ich mit allem klarkommen werde.
01:00:23: Und ich hatte das auch danach noch.
01:00:25: Wir wussten ja am Anfang nicht, woran das lag.
01:00:27: Das hat erst ein ganz toller Arzt hier in Berlin, zu dem ich dann gegangen bin, weil ich nicht wusste, was passiert war.
01:00:33: Und er ist Pneumologe und ich wollte auch meine Lunge checken lassen und so, ob da irgendwas schiefgegangen ist.
01:00:37: Es war so ... sechs Wochen vor einer WM.
01:00:39: Ich wollte wissen, ob ich zu dieser WM jetzt fahren kann oder ob ich jetzt aufpassen muss oder so.
01:00:43: Weißt du, ich wollte das ernst nehmen.
01:00:45: Das ist ja auch sonst blöd.
01:00:47: Und da bin ich zu diesem Pneumologen gegangen und der ist auch Taucharzt und Sportarzt.
01:00:50: Und dann habe ich gesagt, folgendes ist mir passiert und so.
01:00:53: Und wir wissen nicht, warum.
01:00:54: Das war völlig rätselhaft, weil alle anderen Tauchgänge waren total easy.
01:00:57: Und wir wussten das nicht mit diesem Augenherzreflex.
01:01:00: Und dann hat er sich alles von mir minutiös erklären lassen.
01:01:03: Und dann hat er gesagt, ich kann dir sagen, wieso.
01:01:05: Und das Schlimmste war für mich eben nicht zu wissen, warum.
01:01:08: Ich hab ja auch eine Automatik-Krankheit, und wer weiß schon, was damit ab und zu passiert.
01:01:12: Und ich war schon soweit zu sagen, ich kann nicht mehr so tief tauchen, weil das könnte ja wieder passieren, wenn ich nicht rauskriege, warum.
01:01:18: könnte es ja wieder passieren.
01:01:19: Und dann kann ich dieses Risiko nicht eingehen.
01:01:21: Das ist ja dann idiotisch.
01:01:23: Und der hat mir das dann erst gesagt.
01:01:25: Aber es war schon vorher so, dass ich ein paar Tage danach mit meinem Coach, so ein paar, wenn ich um zwanzig, dreißig Meter Tauchgänge gemacht habe und einfach nur dachte, wie schön ist das.
01:01:33: Ich hatte gar keine Angst.
01:01:34: Und ich hatte dieses ganz intensive Gefühl, dass es nicht an mir lag.
01:01:38: Irgendwo wusste ich das.
01:01:39: Aber ich wollte natürlich logisch, vernünftig sein und alles ab... Aber in mir drin hatte ich dieses ganz starke Gefühl, es war was von außen, was schiefgegangen ist.
01:01:51: Ich weiß nicht was, aber es lag nicht an mir und das passiert auch nicht wieder.
01:01:57: Ändern sozusagen.
01:01:59: Und deswegen habe ich auch da nie Angst danach gehabt, gar
01:02:01: nicht.
01:02:01: Ach toll.
01:02:02: Jetzt mal eine Frage, wie würdet ihr das auf Dauer, kann man sagen, das kann man das immer machen, oder gibt es dann körperliche Einschränkungen, man sagt, okay, man älter, wie das nicht mehr in der Lage, oder kann man das machen, bis man spürt, ich will nicht mehr?
01:02:14: Ja, genau.
01:02:14: Also
01:02:15: jeder normal gesunde Mensch.
01:02:17: der jetzt nicht gerade irgendwie Herzprobleme hat oder so,
01:02:20: kann
01:02:20: ab null tauchen, solange er will.
01:02:22: Und das ist ja auch viele Leute, die Rekorde machen und so.
01:02:25: Ich hab mal einen kannt, das ist ein Italiener.
01:02:27: War das, der war, Einenundachtzig.
01:02:30: Der ist seventy-fünf Meter tief getaucht.
01:02:32: Es gibt so ein
01:02:33: toller Ende, Leute.
01:02:34: Nein.
01:02:35: Und dann wurde ich auch mal gefragt von den Journalisten, ob das Tauchen für mich eine Obsession ist, ohne die ich nicht leben kann.
01:02:42: Und dann hab ich gesagt, überhaupt nicht.
01:02:44: Ich liebe es, ich würde es sehr vermissen.
01:02:47: Also, wenn ich jetzt morgen was an den Ohren hätte oder so was, ja, und ich kann nicht mehr tauchen, zum Beispiel, oder so, ne, ist vorbei, ich kann nicht mehr tauchen, dann würde ich übermorgen anfangen, intensiv zu klettern oder irgendwie langlaufen oder weiß ich nicht, fernwandern auf Wanderwegen oder weißt du, es gibt so viele Dinge, die ich gerne machen würde, für die ich keine Zeit habe.
01:03:08: Und dann wäre es was anderes.
01:03:09: Also, ich glaube, das ist ab Null tauchen.
01:03:11: Dass ich das so intensiv mache, ist auch eine Art, zu leben mit Begeisterung und Leidenschaft und Dinge leidenschaftlich auszuüben.
01:03:18: Und wenn du natürlich was bestimmtest, sehr leidenschaftlich machst, hast du nicht Zeit für alle anderen Sachen.
01:03:23: Aber es wäre sofort was anderes da.
01:03:25: Und dann fragen zum Beispiel Leute auch immer, ob mein Freund mit den, den ich schon seit über dreißig Jahren kenne, tatsächlich.
01:03:31: Und ob wir sind auch schon ewig lange zusammen so und ob der auch taucht.
01:03:36: Nee, der hat Asthma und so, der taucht nicht.
01:03:38: Hat der
01:03:39: Angst um dich oder gar nicht?
01:03:40: Ja, findet das auch manchmal nicht so toll, was ich da mache.
01:03:43: Aber der hat sich dringend gesagt, okay, mach einfach.
01:03:45: Der vertraut mir auch, ne?
01:03:47: Manchmal denkt er sich auch, du spinnst jetzt aber
01:03:48: auch.
01:03:48: Okay, die kann ich kraulen, aber komm, lass mich auf jeden Fall.
01:03:51: Und der zum Beispiel taucht gar nicht.
01:03:53: Aber der ist Musiker.
01:03:55: Der ist Gitarist
01:03:57: und der ist natürlich sportlich und der hat seine anderen Sport und wir fahren zusammen Skis und so.
01:04:01: Aber der ist Gitarist und er ist leidenschaftlicher Musiker und er ist genauso leidenschaftlich wie der Musik, wie ich mit ihm tauchen.
01:04:08: Und ich habe immer gesagt, ich könnte nicht mit jemandem zusammen sein, der das nicht versteht.
01:04:12: So eine Leidenschaft zu haben, weißt du?
01:04:14: Es muss nicht das Gleiche sein, wie ich.
01:04:15: Aber diese Begeisterung für was und das dann auch so leidenschaftlich zu machen und immer noch besser werden zu wollen.
01:04:23: Der hört ja nie auf mit seinen Gitarren da.
01:04:28: Und dann muss er jetzt dann auch noch irgendwie plötzlich die Mandoline spielen.
01:04:33: Und das hört ja nicht auf.
01:04:35: Und diese Begeisterung und das immer weiter lernen wollen und immer noch entdecken wollen, das muss jemand für mich haben.
01:04:42: Und wenn man das hat, ist es auch egal.
01:04:44: Du findest immer was.
01:04:45: Das wird dir nie langweilig im Leben.
01:04:46: Das
01:04:46: finde ich eine schöne Message.
01:04:48: Zum Ende find's wirklich toll, weil es da viele Leute überlegt, ich könnte das nicht.
01:04:53: sich begeistern für etwas, was man so extrem lebt.
01:04:56: Aber ich glaube, es ist eben genau diese Freude, wie du richtig gesagt hast, mit Leidenschaft irgendwas zu tun.
01:05:00: Dann ist doch egal, da kannst du auch T-Tassen sammeln, wenn das dir so eine Freude macht.
01:05:03: Und du merkst, dass das irgendwie erlebensbereichernd ist und dass es dich zu einem komplexeren Menschen macht, dass du spürst, dass du die Zeit, die du hattest, einfach gut genutzt hast.
01:05:12: Das ist ja auch ein ganz wichtiger Moment.
01:05:14: Und du hast ja noch das große Glück, dass du so viele Menschen damit an die Hand genommen hast, die, also mir auf jeden Fall, muss ich sagen, eine neue Welt aufgemacht hast und ein bisschen die Angst genommen hast.
01:05:22: diesen Moment, dass man da alleine ist, weil du es überhaupt nicht bist.
01:05:26: Und dann werde ich immer dieses Bild vor Augen haben, wie die Robben dich im Abend haben.
01:05:29: Ich glaube, das war auch so schön, dass die sagen, danke, Anna, schön, dass du hier
01:05:32: bist.
01:05:33: Oder das vergesse ich auch nicht.
01:05:34: Und
01:05:34: dass die Leute das Leben dir auch zeigt, irgendwie, dass du da willkommen bist.
01:05:37: Und das ist ja nicht ein großes, großes Geschenk.
01:05:39: Und das haben ja wirklich nicht viele Menschen, das muss mal echt mal sein.
01:05:42: Du bist wirklich bläst auch.
01:05:44: Ja,
01:05:44: total.
01:05:45: Okay, man, wir müssen leider ... Ich dachte schon, wie können wir das beenden, weil ich bin mit dir auf ... Ich danke dir so sehr, dass du da warst.
01:05:54: Das war ein großes Vergnügen.
01:05:55: Ich glaub, wir müssen das auf mich wiederholen, weil es so viele Ebenen gibt, die wir gerne nicht gesprochen haben.
01:06:00: Aber es zeigt eben auch, was für ein komplexer wunderbare Mensch du bist.
01:06:03: Ich wünsch dir allzeit, dass deine Arten durchhalten, deine Ohren müssen mitspielen.
01:06:07: Das ist ganz wichtig.
01:06:08: Genau.
01:06:09: Und dass deine Maske eng sitzt und gut sitzt.
01:06:13: Dass du einfach behütet bist, das wirst du auf jeden Fall sein.
01:06:15: Vielen, vielen Dank.
01:06:16: Ich danke euch von Herzen.
01:06:17: Und bevor ich es vergesse, jetzt darf ich es nicht vergessen.
01:06:20: Nämlich Make-A-Wish, das ist ja jetzt letzte Minute noch dran gedacht, weil ich so fasziniert war, dass du hast so viel tolle Wünsche.
01:06:26: Aber es ist immer so eine Idee von meinem Podcast.
01:06:29: Ich dachte, ich möchte gern, dass Menschen sich was wünschen.
01:06:31: Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch freihättest?
01:06:39: Also, ich würde mir wünschen, dass wir uns weniger so als Mensch halt ... dass wir weniger nach dem suchen, über das wir uns aufregen können und mehr nach dem über das wir uns freuen können.
01:06:50: Neulich habe ich in Berlin, ist ein Riesenmüllhaufen gewesen, neben so einem Busch, neben so einem Supermarkt, der bei mir um die Ecke ist, weißt du?
01:06:55: Und das war wirklich grauenhaft, ne?
01:06:57: Und ich habe ein Foto davon gemacht.
01:06:58: Und in diesem Busch lebt aber wohnt ein Sparm Spatzen.
01:07:02: Und die singen und zwitschern und freuen sich.
01:07:05: Und ich habe dich schon ganz oft gefilmt, weil ich mich immer so sehr über die Spatzen freue, die da in diesem Busch rumwirbeln.
01:07:12: Und ich finde eben, man kann den Müll... Und ich kann aber eben auch diese Spatzen sehen.
01:07:16: Und ich finde, wenn wir mehr die Dinge sehen, über die wir uns freuen können, dann haben wir alle ein schöneres Leben und ein friedlicheres Leben.
01:07:22: Und das würde ich mir einfach mal wünschen, dass wir das machen.
01:07:25: Gott schütze die Sperlinge und dich.
01:07:27: Alles Liebe.
01:07:28: Danke schön.
01:07:28: Tschüss.
01:07:29: Bis nächste Woche.
01:07:50: Meine Lieben, mich weiß es sehr genau.
01:07:52: Besonders gut geht es nur in der Gruppe.
01:07:55: Deshalb habe ich das feinstofflichste Team an meiner Seite, bestehend aus Konstantin Entertainment und neben mir Executive Producer Otto Steiner.
01:08:03: Und für die Creative Production und Redaktion meinen Dreamteam Clara Binke und Max Schreuder.
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